Kirche und Karner von Burgschleinitz
Kirche
Die Pfarrkirche St. Michael besitzt ein
ehemals romanisches, barockisiertes Langhaus. Der Westturm ist in
spätgotischem und der eingezogene Chor in frühgotischem Stil
erbaut. Im 12. Jahrhundert war sie die Eigenkirche der Herren von
Schleunz, 1223 wurde sie Sitz eines Dekanats, 1728 erfolgte die
Barockisierung, 1957 wurde die Kirche restauriert.
An den Langhausseiten ist gut erhaltenes romanisches
Quadermauerwerk aus dem 12. Jahrhundert sichtbar. In die Südseite
sind drei kleine romanische Rundbogenfenster eingeschnitten, von
denen das rechte noch mit einer Anschlagrille für die ehemaligen
Holzrahmen versehen ist. Ein kleines romanisches Portal mit
seitlichen halbrunden Säulchen und innerer Steinrahmung mit
Dreieckgiebel befindet sich an der Südseite der Kirche. An der
Westwand ist ein Rundfenster zu sehen, das aus einem Block
gearbeitet ist. Über eine gedeckte Stiege kommt man in das Langhaus
mit einem Platzgewölbe. An den Chor schließt ein verglastes
frühklassizistisches Oratorium (1774) an. Aus der gleichen Zeit
stammt auch die hölzerne Kanzel mit vergoldetem Dekor.
Der Friedhof ist von einer Bruchsteinmauer umgeben. Hier
stehen noch einige barocke Grabsteine aus Zogelsdorfer Sandstein,
genannt der "Weiße Stein von Eggenburg". Auch in die Mauer selbst
sind solche mit Reliefs versehene Steine eingearbeitet.
Der ehemalige Pfarrhof steht etwas unterhalb neben dem
gedeckten Aufgang zur Kirche. Das barocke zweigeschossige Gebäude
stammt in seinem Kern aus dem 16. und 17. Jahrhundert und wurde
1768 umgebaut. Heute befindet sich hier der "Klosterheurige".
Karner
Der gotische Rundkarner (1405 urkundlich
in Bau) steht innerhalb des ummauerten Kirchhofs. Er wurde einem
älteren, romanischen Unterbau aus dem 12. Jahrhundert aufgesetzt.
Das Kegeldach ist aus Stein und mit einem kleinen quadratischen
Fenster ausgestattet. An der nördlichen Außenseite des Karners
befindet sich eine viereckige steinerne Kanzel (um 1580).
Auf deren Brüstungsplatten sind Reliefs der vier Evangelisten
abgebildet.
Man betritt den Karner über eine siebenstufige
Kegeltreppe und kommt durch das profilierte Spitzbogenportal in den
sechseckigen Innenraum, der von einem Steinrippengewölbe mit
Birmstabrippen auf Rundpfeilern überdacht wird. An die Ostseite ist
eine halbrunde Apsis-Nische mit einem abgemagerten
Spitzbogenfenster angeschlossen. 1978 wurden im Inneren des Karners
Wandmalereien mit der Darstellung von Engeln entdeckt, die aus der
1. Hälfte des 17. Jahrhunderts stammen.
Wie kommt der Cache nun zu seinem Namen? Das lässt sich so
erklären:
Am 28.04.1957 haben meine Eltern in der Pfarrkirche St. Michael
geheiratet. Ich habe den Cache an ihrem 54. Hochzeitstag
hier versteckt.


Andere Zeiten, andere Sitten. Das beweist diese Zeitungsannonce von
damals. So erschien im Rahmen einer Ehrung am Vortag der Hochzeit
sogar eine anerkannte und noch dazu bildhübsche "Königin" und
überreichte eine prachtvolle Spende des Landes!
Der Cache
Der Cache ist eine kleine runde Plastikdose (kleiner als ein
Filmkontainer) und ist zu seinem Schutz in einem kleinen
durchsichtigen Plastiksackerl. Er enthält nur das Logbuch. Stift
selbst mitbringen!
Der Cache ist das ganze Jahr über zugänglich. Bei hoher Schneelage
kann es aber sein, dass das Versteck aufgrund seiner geringen Höhe
über dem Boden, nicht zugänglich ist. Bitte beim Zurücklegen den
Cache nicht zu weit versenken, sodass man ihn noch bequem mit 2
Fingern rausbekommt.
Hochzeitstag / Wedding Day (English Version)
A simple tradi in Burgschleinitz (Lower Austria)
on the way from Maissau to Eggenburg. Parking is available close to
the cache. It is not necessary to enter the churchyard to get to
the cache but it sure is worth a visit! This site has a very
special ambience.
Chruch and charnel house of Burgschleinitz
The parish church of St. Michael has s formerly
Romanesque nave that was later redecorated in the Baroque style. A
well preserved Romanesque square-stone masonry work from the 12th
century can be seen along the sides of the nave. Three small
Romanesque windows with round arches can be observed on the south
side.
The choir was bulit in the early Gothic period and the west spire
during the late.
A round Gothic charnel house (1405) was erected in the churchyard,
which is encircled by a rubble wall. Some Baroque tombstones,
carved from the sandstone of Zogelsdorf, which is called the "white
stone of Eggenburg", are still standing in their original
positions.
How the cache got its name can be explained as follows:
On April 28th, 1957 my parents got married in this church. I hid
the cache on their 54th wedding anniversary.
Times have changed. This is shown by this newspaper ad from that
time. In the course of a distinction on the evening before the
wedding an accredited and very attractive queen (the acting
winemaker queen) turned up and presented a contribution of the
country of Lower Austria. A splendiferous coffee set.
The cache
The cache is a small round plastic container (smaller than a film
container) and is in a transparent plastic bag for his own
protection. He only holds a logbook. Bring your own pencil!
The cache is accessible year round. Only when high snow cover
occurs, it is possible that the hideout itself is not accessible
due to its ground level. Please do not push the cash in too far
when hiding it again!