Geschichtliches
Wahrscheinlich befand sich an dieser Stelle bereits eine
Kultstätte der ersten heidnischen Siedler (vermutlich ein
Steinheiligtum). Bereits im ausklingenden ersten Jahrtausend wurde
an diesem markanten Platz eine Holzkirche errichtet; Reste dieser
Kirche wurden bei Ausgrabungen 1959 freigelegt. Um 1000 hat es
ziemlich sicher bereits eine gemauerte Steinkapelle gegeben
(vermutlich die Eigenkirche eines Rodungsgeschlechts, evtl. der
Machländer), die dem hl. Wenzel, dem Schutzpatron von Böhmen,
geweiht war. Der Grund für den Standort könnte das Zusammentreffen
zweier wichtiger mittelalterlicher Fernstraßen, von Enns und
Mauthausen einerseits sowie von Linz und Gallneukirchen
andererseits, sein, die dann vereinigt über Freistadt nach Böhmen
führten. Längere Zeit stritten die Klöster Baumgartenberg, denen
die Wenzelskirche gehörte, und St. Florian, in deren Einflussgebiet
sie lag, um den Besitz der Kirche. 1208 unterwarfen sich
schließlich Abt Rudiger und der Konvent des Klosters Baumgartenberg
dem Schiedsspruch der Äbte von Heiligenkreuz, Garsten und Göttweig
und traten die Wenzelskirche samt deren Besitz an das Kloster St.
Florian im Tausch gegen andere Besitztümer ab. Nach
Hussiteneinfällen und den böhmischen Kriegen im 15. Jh. wurde die
zerstörte Wenzelskirche um 1500 als zweischiffige, dreijochige
Langhauskirche mit gotischem, einjochigem, kreuzrippengewölbtem
Chor wieder aufgebaut, finanziert durch Spenden der Bevölkerung.
Während der Regentschaft von Kaiser Josef II. wurde im Rahmen der
Profanierung die Kirche gesperrt. Sie wurde danach mehrfach
verkauft und umgebaut; dabei wurden auch die Westempore zerstört
und die Fenster zugemauert. Nach einer umfangreichen Renovierung um
1960 dient die Wenzelskirche nun als Gedächtnisstätte für die in
den beiden Weltkriegen Gefallenen des Bezirks Freistadt. Im Inneren
bemerkenswert sind das Sternrippengewölbe im Langhaus aus dem 16.
Jh. sowie die im Jahr 1964 neu eingefügten Fenster mit
Glasmalereien von Margret Bilger.
Quelle: Heimatbuch Wartberg, Erscheinungsjahr 2011
zum Cache
Stage 1:
Durch wieviele Türen kann die Kirche betreten werden? (Doppeltüren
zählen als eine) = A
Stage 2:
Wieviele Opfer sind vom 1. Weltkrieg zu beklagen? = B.
Stage 3:
Wer gilt als Vater des Mühlviertels? Lege den Nachnamen
entsprechend der Buchstabenposition im Alphabet um und addiere sie.
(Umlaute = Selbstlaut + e) = C
Stage 4:
Wieviele Bänke sind direkt rund um die Kirche angebracht? = D
Stage 5:
Wie weit ist Allerheiligen entfernt und wie hoch liegt es? Addiere
die einzelnen Ziffern und du erhälst E.
Final bei:
FN = 48° 21. 2*B + C -2*A - D
FE = 014° 30. A*B + C*D - E
happy hunting und QR-Code im Deckel beachten!
Erstausstattung: Logbuch, Cachenote, Bleistift, Geocoin,
QR-Code