Geschichte Harzungens
Der Name des Ortes bedeutet "das am Harzbach liegende Dorf".
Harzungen gehörte 1259
zu den Ländereien des Grafen Heinrich von Hohnstein. Im 13.
Jahrhundert saßen die Ritter von Harzungen auf einem im Dorf
gelegenen Rittergut.
Zu DDR-Zeiten dominierte die Landwirtschaft den Ort. 1956 wurde
die örtliche Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft
(LPG)
gegründet. 1960 wurden die letzten Einzelbauern in die LPG
gezwungen. Darüber hinaus gab es eine Bau- und Möbeltischlerei, die
noch heute existiert. Aus der LPG ging nach der Wende die
Agrarproduktion Harzungen e.G. hervor, die heute größter
Arbeitgeber des Ortes ist und Hausschlachtprodukte anbietet.
KZ-Außenlager Harzungen
Am Ende des Zweiten Weltkriegs erlebte der Ort den dunkelsten
Abschnitt seiner Geschichte. Die Nazis errichteten am 1. April 1944
das KZ-Außenlager
Harzungen, das zunächst zum Konzentrationslager
Buchenwald gehörte. Ab Oktober 1944 war es Außenlager des
KZ
Mittelbau-Dora. Das Lager hatte sogar einen Gleisanschluss an
die Bahn in Niedersachswerfen. Die Gleise wurden allerdings im
Rahmen von Reparationszahlungen an die Sowjetunion nach dem Zweiten
Weltkrieg abgebaut.
Ein Zeugnis aus dem Lager ist ein bemalter Fensterladen eines
unbekannten Lagerhäftlings. Eine Abbildung kann man hier
finden.
Der Cache
befindet sich an den Überresten der Lagerbefestigung. Er soll
nicht nur Spaß bringen, sondern auch nachdenklich stimmen. Einige
Meter weiter dorfauswärts findet man einen weiteren derartigen
Überrest. Dorfeinwärts auf der gegenüberliegenden Straßenseite
existieren ebenfalls zwei derartige Reste. Darüber hinaus befindet
sich ca. 200 Meter in Richtung Osten an der Straßenecke Stolberger
Straße / Dorfstraße eine kleine Gedenkstätte. Es lohnt sich auch,
die Gedenkstätte Mittelbau-Dora
zu besichtigen, die sich einige Kilometer weiter südwestlich
befindet.