Das Wegezollhaus
Vor mehreren hundert Jahren entstand an der heutigen“Alten Marienberger Straße“Nr.1 in Hohndorf ein Wegezollhaus.Damals war dieser Weg einer der vier böhmischen Steige,der später den Namen“Hohe Straße“ erhielt.
Die Fuhrleute,die das „weiße Gold“ (Salz) von Halle nach Prag durch die endlosen böhmischen Wälder transportierten, mussten an der Wegezollstelle einen geringen Zoll entrichten. Diese finanziellen Beiträge wurden zur Instandsetzung der Straße benutzt.
Im Jahre 1533 kam es zu einer Beschwerde durch Bauern aus Hohndorf und auch aus anderen Dörfern an den Kurfürsten von Sachsen. In der Beschwerde von Hohndorf hieß es:
„Durchlauchter !
Wir bitten Euer Gnaden untertänigst zu wissen, dass sich die
Fuhrleute unterstehen, einen neuen Weg nach Marienberg durch
unser Güter, die Leute zu nehmen. Verlangen wir, dass der
Schaden wieder gut gemacht werden soll, dann drohen sie uns
mit Schlägen. Wir bitten um die Genehmigung, Zoll nehmen
zu dürfen. Wird uns das gewährt, dann sind wir bereit, die alte
Straße wieder in guten Zustand zu bringen.“
Es dauerte noch bis 1542, dass der Kurfürst Herzog Moritz von Sachsen per Dekret Festlegungen für alle böhmischen Steige traf.
Seit dieser Zeit ist natürlich das kleine Häuschen mehrmals um-, aus- und angebaut worden.
Die Grundmauern sind bis heute noch erhalten geblieben. 1980 kaufte die Familie
Hübschmann dieses Gebäude und baute es zu einem Einfamilienhaus im bayerischen Stil um.
An Sonn- und Feiertagen verkaufen sie hier frisches Softeis, nach meiner Meinung das Beste weit und breit!
Überzeugt euch selbst!
Öffnungszeiten: Fr 14 – 18 Uhr
Sa, So und Feiertage 14 – 18 Uhr
Der Kunstmaler Siegfried Gärtner aus Hilmersdorf schuf die Wandbilder von seltener
Schönheit. Ausdrucksstark wurde das Fuhrmannsleben dargestellt. Die feierliche Einweihung
Dieser Historik erfolgte am 3. Oktober 2003 im Beisein des Kunstmalers und unzähligen
Heimatfreunden aus Nah und Fern. Der Bürgermeister Henry Freud nahm die Einweihung vor. Noch einmal fuhr ein Salzfuhrwerk mit Begleitschutz die Alte Marienberger Straße entlang, wie in uralten Zeiten.
Auch Karl Stülpner (Matthias Fiedler), der Volksheld des Erzgebirges, sorgte für heimatliche
Stimmung. Die gesamte Zeremonie wurde von Jagdhornbläsern aus Zschopau umrahmt.
Jahrhunderte hat es gedauert, bis einem Stück Heimatgeschichte zu neuem Leben verholfen
wurde.
Möge dieses wunderschöne historische Gebäude lange Zeit den Menschen Freude schenken.
Vergessen wir nicht, es ist die Geschichte, die uns den Weg in die Zukunft weist.
Quelle: Hohndorfer Ortskronik
ICH BITTE ALLE,KEINE FOTO'S VOM CACHEBEHÄLTER ODER VOM VERSTECK ZU MACHEN !!!