Skip to content

Eisenerz und Narrengold EarthCache

Hidden : 5/15/2011
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
3 out of 5

Size: Size:   other (other)

Join now to view geocache location details. It's free!

Watch

How Geocaching Works

Please note Use of geocaching.com services is subject to the terms and conditions in our disclaimer.

Geocache Description:

Die Stadt Siegen und deren Umgebung hat eine über 500 Jahre alte
Tradition im fördern von Eisenerze.

Überall in der Umgebung können Spuren dieses Abbaus entdeckt werden.
Dabei bekommt man einen schönen Einblick in die Beschaffenheit des Bodens und die Geologie des Ortes.


Geschichte der Grube Ameise

Einer dieser Eisenerzgruben ist die Grube Ameise, die 1562 bereits erwähnt wurde, der Abbau dürfte allerdings älter sein.
Das erste Gesenk wurde 1858 angelegt. Im oberen Leimbachtal wurde der Theresien-Stollen angehauen. Erst 1908 wurde der erste Schacht angelegt. Dieser hatte eine Tiefe von 445,3 m und wurde 1917 durch den Schacht II mit einer Tiefe von 885,2 m bei einem Durchmesser von 4,2 m abgelöst. 1931 bauten 280 Belegschaftsmitglieder bis zu 70.000 t Erz pro Jahr ab, bis 1940 wurden 1,362 Mio. t Eisenerz abgebaut. Im November 1956 wurde die Förderung im Grubenfeld Ameise eingestellt und die Grube endgültig aufgegeben.
Auf den Bildern erkennt man wie die Halde terassenförmig im Wald eingebettet ist. Im Zentrum befinden sich noch Teile der alten Schachtanlage. Auf den ersten Blick überwiegt die gräuliche Färbung des Devonschiefers, der den größten Teil der Halde ausmacht ca. 400 Millionen Jahre alt ist und aus dem Erdzeitalter des Devons stammt. Das Gestein hat sich durch Verfestigung aus Mineralien toniger Sedimente eines Meeresbeckens entwickelt. Diese Mineralien bilden ein inniges Gemenge von äußerst feinen Ton-, Glimmer- und Quarzteilchen.


Geologie der Halde

Der Aushub der Jahrzehnte hat eine große Hochebene gebildet, die mitten im Wald gelegen sehr "unwirklich" aussieht.
Zu finden sind Limonitisierter Siderit-Gang mit Pb-Cu-Erzen in Devonschiefern.
Neben den hauptsächlich noch zu findenen Eisenerzen können bis zu 49 unterschiedlicher Mineralienarten hier in und an den Steinen entdeckt werden und geben somit einen Einblick in die Beschaffenheit des Gesteins an diesem Ort.
Eines dieser Mineralien ist Pyrit (Narrengold) mit diesem kann man auch reich werden (zumindest an Erfahrung ).
In den Gesteinsbrocken befinden sich zusätzlich nicht selten fossile Abdrücke von Pflanzen und Muscheln.

In diesem, auf der Halde gefundenen Brocken, kann gut die Einschlüsse von Eisenerz und Pyrit, sowie die karakteristische rötliche Färbung des eisenhaltigen Gesteins erkennen.

Eisenerze

Eisenerze sind Gemenge aus chemischen Verbindungen des Eisens mit nicht eisenhaltigen Gesteinen (die so genannte Gangart oder „taubes“ Gestein). Die chemischen Verbindungen des Eisens im Eisenerz sind im Wesentlichen Eisenoxide, das heißt chemische Verbindungen des Eisens mit Sauerstoff, oder Eisencarbonate. In geringen Mengen werden auch Eisenerze verhüttet, in denen das Eisen mit Schwefel(Pyrit) oder einigen anderen Elementen verbunden ist.
Die wichtigsten Eisenerze sind Magnetit (bis 72 % Eisengehalt),
Hämatit (bis 70 % Eisengehalt) und Siderit (bis 48 % Eisengehalt).
Entstehung:
Erzlagerstätten sind häufig
- magmatischen Ursprungs: In geologisch aktiven Gebieten dringt Magma mit einem hohen Anteil an wertvollen Metallen in die Erdkruste ein. Bei der Abkühlung des Magmas kommt es zur Auskristallisation der Minerale und zur Entstehung von Erzlagerstätten.
- Biogenetischer Ursprung: Bestimmte Bakterien bilden elementaren Sauerstoff als Stoffwechselprodukt und führen damit zur Oxidation von Fe(2+) (zweiwertig) zu Fe(3+) (dreiwertig). Fe(3+) Verbindungen sind sehr viel weniger wasserlöslich als Fe(2+) Verbindungen. Die entsprechenden Eisenoxide/Oxidhydrate (rot nach Diagenese/Metamorphose) fallen damit aus, solange es im Meerwasser noch genügend Fe(2+) gelöst gibt.
Zu Bändererzen kann es kommen, wenn der Stoffwechsel der Bakterien unter ungünstigen Bedingungen (niedrigere Temperatur, weniger Nahrungsangebot etc.) geringer wird. Dann lagern sich vorrangig Silikate (Ton) oder Kieselsäuregel ab (verfestigt: Chert, Chalcedon, entspricht etwa Jaspis), die hellgrau erscheinen. Diese Wechsellagerung führt dann zur Bänderung rot bis dunkelgrau-hellgrau. So entstehen Schichten unterschiedlicher Färbung, daher der Name.

Pyrit (Narrengold)

Pyrit, auch als Schwefelkies, Katzen- oder Narrengold,
Lebereisenerz und unter seiner chemischen Bezeichnung
Eisen(II)-disulfid bekannt, ist ein sehr häufig vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der Sulfide mit dem Stoffmengenverhältnis Metall : Schwefel (Selen, Tellur) < 1
Aufgrund seines metallischen Glanzes und seiner goldenen Farbe wurde und wird Pyrit häufig mit Gold verwechselt. Anders als echtes Gold ist Pyrit allerdings nicht formbar und wesentlich härter als das Edelmetall. Zudem hinterlässt Pyrit auf der Strichtafel einen deutlichen schwarzen Strich (mit gelegentlichem Stich ins grünliche oder bläuliche), Gold dagegen einen goldfarbigen. Allerdings kann Pyrit an einigen Fundstätten tatsächlich winzige Mengen Gold enthalten, die es zu einem wirtschaftlich abbaubaren Golderz machen können


Log-Bedingungen!
Suche einige Steine in dem Eisen vorhanden ist und beantworte folgende Fragen per Mail an mich.
1. Schaue Dich um. Was denkst Du findest Du hier häufiger, Eisenerz oder Narrengold? Warum?
2. Schätze den ungefähren Anteil von Eisen der sich im Gestein befindet?
3. Eisenerz kann unterschiedliche Färbungen haben, welche Farbe ist auf der Halde am häufigsten vertreten?
4. Suche mindestens ein weiteres Mineral auf der Halde. Welches hast Du gefunden?

Über ein Foto von Euch würden wir uns freuen.

Ihr könnt sofort loggen. Wenn etwas nicht in Ordnung ist, melde ich mich.

Wichtig!!! Warnung:

Wie immer ist alles auf eigene Verantwortung und Risiko.

Wenn ihr Steine bearbeiten/aufschlagen wollt (was sehr lohnend ist), solltet ihr unbedingt eine Schutzbrille tragen und Handschuhe anziehen. Die abspringenden Splitter sind nicht zu unterschätzen.

Festes Schuhwerk ist ebenfalls empfehlenswert. Kinder sollten nicht unbeaufsichtigt bleiben, da es möglich ist die steilen Hänge herunter zu rutschen.

Und nun viel Erfolg
DieOlfas


Additional Hints (No hints available.)