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 (regular)
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Multicache anlässlich der 650-Jahr-Feier von Frankenberg, der eine kleine Runde durch Frankenberg ermöglicht.
Am Ziel findet ihr eine Dose, in der eine kleine Kamera für ein Foto sowie ein Logbuch untergebracht sind!
650-Jahre-Frankenberg
Historischer Hintergrund
Am Steilabfall auf der Höhe über dem Maintal mit Blick auf die Vereinigung des Roten und Weißen Mains liegt malerisch der Ort Frankenberg. Er wurde mit der politischen Gemeinde Katschenreuth am 1. Juli 1976 in die Stadt Kulmbach eingegliedert.
Zur Erklärung des Ortsnamens hat der Historiker Erich Freiherr von Guttenberg wichtige Hinweise geliefert. Er vertritt die Meinung, dass die auf -berg gebildeten Bezeichnungen nicht in die fränkische Siedlungsperiode zurückreichen, so dass aller Wahrscheinlichkeit nach die Benennung nach dem Personennamen Franko erfolgt ist. Im Freistaat gibt es insgesamt sieben Orte namens Frankenberg.
Frankenberg wurde erstmals 1361 urkundlich erwähnt und feiert deshalb im Jahre 2011 sein 650-jähriges Jubiläum. Die damals ausgefertigte Urkunde besagt, dass die Gebrüder Nolt und Friedrich Henlein das Erbe ihres Vaters Albrecht in Frankenberg, nämlich Fischwasser, Holz, Wiesen, Äcker, Haus und Hofstätte (unbebauter Platz), an ihren Oheim Heinrich von Kindsberg verkauft haben. Dieser hatte bereits gegenüber von Frankenberg. und zwar auf den das rechte Mainufer begrenzenden Höhen, die Veste Wernstein sowie Veitlahm und Schmeilsdorf errichtet, war von 1375 an Amtmann zu Berneck und starb vor dem Jahre 1395.
Damit wird offenkundig, dass die Landschaft um die Vereinigung des Roten und Weißen Mains Siedlungsgebiet der ehemaligen andechs-meranischen Ministerialen der Henlein. der späteren von Guttenberg gewesen ist.
Nach dem Landbuch A der Herrschaft Plassenberg von 1398 besitzen in Frankenberg Fritz und Eberhard Henlein einen Hof und drei Seiden sowie Nolt Henleins Tochter einen Hof. Nolt, Friedrich sowie die Vettern Fritz und Eberhard Henlein dienten übrigens der burggräflichen Herrschaft mit ihrer Behausung zu Frankenberg. Sie hatten wie Steinenhausen und Katschenreuth auch die Aufgabe, die Mainübergänge zu bewachen und zu schützen. Der Burgsitz in Frankenberg wurde aber anscheinend beim Hussiteneinfall 1430 zerstört.
Aus dem Jahre 1460 ist bekannt, dass das Augustinerkloster zu Kulmbach mit dem Kulmbacher Bürger Schondorf einen Hof in Frankenberg gegen einen in Gumpersdorf tauschte. Um 1500 besitzt das Kloster in dem Dorf einen Hof und eine Selde. Bei einer Rainung (Grenzfeststellung), die im Jahre 1502 zwischen den Vertretern des Kulmbacher Klosters und den Herren von Waldenfels/Katschenreuth stattfand, wurde festgestellt, dass der Besitz im Dorf zum Teil zwei Herrschaften zugehörig war. 1531 waren in Frankenberg fünf Mannschaften des Klosters verzeichnet, wozu ein Hof gehörte. Die von Waidenfels/Katschenreuth hatten sechs Seiden, der Älteste von Kindsberg drei Mannschaften, die von Guttenberg (Henlein) zwei Mannschaften und Haan von Feuln einen Hintersaß (Pächter).
Auffallend ist. dass in den Aufzeichnungen der markgräflichen Behörde keinerlei Angaben über Schäden in dem Dorf enthalten sind. Daraus ist zu schließen, dass der Dreißigjährige Krieg (1618-1648) wohl weitgehend spurlos an Frankenberg vorübergegangen ist.
Die nächste Nachricht über den Ort findet sich im Untertanenverzeichnis des Jahres 1662. Damals leisteten Moritz Schmidt, Hans Schmidla und Hans Pütner den erforderlichen Huldigungseid.
Aus einer um 1673 gefertigten Beschreibung geht hervor, dass „Franckenberg" an der Kasendorfer Cent (Gerichtsgrenze) liegt. Die Kulmbacher Klosterpfründe hatte in dem Dorf fünf Selden, die Abgaben zu leisten hatten. Die markgräfliche Herrschaft verfügte zu jener Zeit in Frankenberg über keinen Besitz, aber die von Zedtwitz zu Katschenreuth hatten sechs Mannschaften und die von Kunßberg/Thurnau verliehen zwei Selden. Für das gesamte Dorf war das Gericht Kulmbach zuständig.
Die späteren Einwohner sind erneut aus den Huldigungslisten ersichtlich. Es waren 1712 als Künßberg/Thurnauische Lehensleute Hans Schmiedlein. Hans Türk. Georg Türck und Hans Weber sowie als Kirchleuser Lehensleute Stephan Gan, der Herberger Hans Schmiedlein, Frau Maximilana Catharina verwitwete Gräfin von Giech, Herr Castenamtmann Johann Heinrich Saher zu Culmbach. Hans Groß und Hans Reinhardts Erben. 1727 sind aus Frankenberg als brandenburgische Kastenamtsuntertanen Hans Raiber, Hans Münch, Hans Groß und Hans Eber jun. sowie als Kirchleuser Lehensinhaber Stephan Gehen, Hans Schmidt, Andreas Spindler, Hans Wölffel, Hans Halt, Elisabetha Weißin, Hans Raiber med., Hans Lauterbach, Conrad Prem, Hans Eber, Peter Schoner und Hans Schmiedlein verzeichnet. Im Jahre 1740 gab es in Frankenberg 17 Häuser, deren Zahl sich bis 1838 auf 20 erhöhte. 1750 waren zwei Güter als markgräfliche Lehen in der Hand des Ältesten von Guttenberg/Kirchleus.
Wie aus dem Grundsteuerkataster zu entnehmen ist, errichtete man die Wohngebäude damals je zur Hälfte in Mauerwerk und Fachwerk. 1845 wurden sechs Güter des aufgelösten Patrimonialgerichts der von Guttenberg/Kirchleus dem königlichenLandgericht Kulmbach unterstellt.
Nach dem Pfarreienverzeichnis des Bistums Bamberg gehörte Frankenberg von jeher zur Pfarrei Melkendorf. Das war auch nachdem Stichjahr 1528 der Reformation als nunmehrige protestantische Pfarrei der Fall.
Quelle: Schmidt, Ottmar: Wegmarken: Chronik einer Region; was Kulmbachs Orts- und Straßennamen erzählen. Maintaldruck, 2000
ZUM CACHE
Der Cache besteht aus vier einzelnen Stationen, die einen kleinen Rundgang durch das schöne Dorf Frankenberg erfordern.
Bei den einzelnen Stationen findet Ihr Nummern bzw Zahlen, die zusammengesetzt die Koordinaten des Finals ergeben.
Hier findet ihr eine Box, die einen kleinen Fotoapparat sowie ein Logbuch enthält. Wir freuen uns über jedes Foto!
Additional Hints
(Decrypt)
fvrur Jrtchaxgr - Fgnqg Xhyzonpu