In einfachen Worten erklärt heisst das: Die typische Form der Drumlins besteht aus einer Längsachse die parallel zur Fließrichtung des Gletschers ausgerichtet ist. Die steilere Seite zeigt in die Richtung, aus welcher der Gletscher gekommen ist und die andere (sanft abfallende Seite) zeigt in Richtung der Eisbewegung.
In geologischen Fachtermini wird das ein klein wenig komplizierter ausgedruckt. Es gibt zwei Haupttheorien, die die Entstehung von Drumlins erklären. Einige Geologen gehen davon aus dass im Zehrgebiet des Gletschers die Ablagerung (und nicht die Abtragung) von Material überwiegt. Das typische Sediment einer Grundmoräne nämlich Lockersediment wird gebildet und dieses ist durch Eisdruck verformbar. Die Grenzfläche zwischen dem Gletscher und diesem formbaren Untergrund ist wellenförmig. Dadurch trifft das Grundmoränenmaterial (ein plastisches Gemisch aus Wasser und Sedimenten) gemeinsam mit dem Gletscher auf eine Steigung oder Erhebung und dann kann die Grundmoräne unter dem auf sie wirkenden Druck Wasser abgeben, so dass sich die subglazialen Sedimente sich verfestigen. Andere verfolgen die Theorie, dass sich bereits existierende Erhebungen und Sedimente (wie ältere Sedimente z.B. aus dem Tertiär) oder Moränen früherer Gletscherphasen durch einen später gebildeten Gletscher „überfahren“ wurden und so die Gestalt der jetzigen Drumlins bilden. Beiden Theorien ist jedoch gemeinsam, dass die typisch charakterische Form dieser netten kleinen Hügel, jeweils durch Bewegungen des Gletschers entstanden sind und das sie nur wenige Meter hoch, jedoch bis zu einigen hundert Meter lang werden kann. Auch die Bodenbeschaffenheit der Drumlins ist einzigartig, so dass spezielle Pflanzen nur genau dort wachsen können.
Drumlins sind ein sehr seltenes geologisches Phänomen und deswegen ist ihre Entstehung noch nicht hinreichend genug erforscht. Was aber aus bisheriger Forschung bekannt ist, dass Drumlins nie alleine auftreten sondern immer Gruppierungen bilden, die der Experte Felder nennt. Im Voralpenraum befinden sich diese im Allgäu, um die Stadt Zürich, um Konstanz oder um das bayrische Eberfing. Dieses bekannteste Drumlinfeld befindet sich zwischen Ammersee und Starnbergersee – also ist unser Drumlin Bäckerbichl Teil dieses Feldes.
In der Schweiz existiert der Brauch, oben auf einen Drumlin einen einzelnen Baum zu pflanzen unter welchem sich oft eine Sitzbank befindet. Bei unserem Drumlin gibt es zwar einen Baum, jedoch leider keine Bank. =(
Um diesen Earthcache loggen zu dürfen, gibt es wie immer die obligatorischen Fragen, die ihr (mit Hilfe des sachdienlichen Schildes beim Drumlin!) beantworten dürft:
- Wann wurde dieser Drumlin gebildet?
- Wie heissen die Pflanzen (lateinischer Name!), die hier im März/April wachsen?
- Wenn man in westliche Richtung blickt und das Kloster Andechs so betrachtet, an was erinnert einen die Form des kleinen Hügels?
- Was an der Seite des kleinen Steines (dieser befindet sich oben auf dem Drumlin) für ein Symbol?
- Wie hoch und wie lang ist unser Drumlin? Schaue Dir seine Form an und erkläre in welcher Richtung der Gletscher sich bewegt haben muss, um ihn zu formen. Das kannst du auch gerne erklären in dem du mir eine kleine Zeichnung zusendest.
Ein Foto (vor allem eins in Aktion!) von Euch und dem Drumlin wäre klasse.
Bitte schicke mir die Antworten und logge, wenn etwas nicht passt werde ich mich melden. =)
Viel Spass beim Besuch des Drumlins!
Sukiya
Quelle.: de.wikipedia.org/wiki/Drumlin