Ausführliche Beschreibung
Auf Dinslakener Gebiet gibt es mehrere Gewässer: z.B. Rhein, Rotbach, Emscher, Schwarzbach und Rotbachsee und bestimmt noch ein paar mehr. Die "bedeutendsten" Gewässer auf dem Stadtgebiet sind neben dem Rhein sicherlich der Rotbach und die Emscher. Die Emscher fließt noch nicht allzu lange in Dinslaken in den Rhein. Dennoch kennt sicher jeder Dinslakener den Abwasser-Fluss des Ruhrgebiets. Der Rotbach dagegen ist schon seit Jahrhunderten für die Stadt Dinslaken bedeutsam. Lange Zeit floss er entlang der alten Stadtmauer und bot der Stadt damit Schutz. Aber auch die Wasserkraft des kleinen Baches wurde durch ein paar Wassermühlen genutzt, die es z.T. auch heute noch gibt. Die Wassermühle Hiesfeld in der Nähe des Rotbachsees kann besichtigt werden, und in dem Mühlenmuseum können Modelle von vielen Mühlen bestaunt werden.
Auf den meisten Teilstücken des Rotbachs kann man sehr schön auf ausgebauten Rad- und Fußwegen entlang des Bachlaufes radfahren oder wandern. So verläuft auch ein Teil der Rotbach-Route auf einem 18 km-langen Teilstück größtenteils entlang des Rotbachs. Aber auch entlang der Emscher kann man heutzutage auf vielen Teilstücken des Emscher-Weges radfahren oder wandern.
Um den Cache zu finden, müssen zunächst ein paar Fragen rund um Emscher und Rotbach beantwortet werden. Es gibt zu jeder Frage vier Antwort-Alternativen, wovon immer nur eine Antwort richtig ist. Hinter der jeweiligen Antwort findet Ihr in Klammern eine Zahl, die Ihr für die Cache-Koordinaten benötigt. Da es zu einigen Fragen im Internet z.T. recht unterschiedliche Angaben gibt, haben wir bei manchen Fragen als Lösungen keine eindeutige Zahl, sondern Lösungs-Bereiche angegeben. Falls jemand noch andere Lösungen findet, gebt uns einfach Bescheid, damit wir die Antwortmöglichkeiten anpassen können bzw. Euch weiterhelfen können.
Teil 1: Fragen zur Emscher
Seit vielen Jahren fließt der Abwasser-Fluss des Ruhrgebietes auch durch Dinslaken. Die Emscher entspringt südöstlich von Dortmund in der Nähe von Holzwickede und mündet bei Dinslaken in den Rhein.
1. Frage: Auf welcher Höhe in Metern über NN (Normalnull) liegt die Quelle der Emscher?
- A: 50-70m (e=1)
- B: 71-139m (e=2)
- C: 140-169m (e=3)
- D: 170-200 (e=4)
2. Frage: Auf welcher Höhe in Metern über NN mündet die Emscher bei Dinslaken in den Rhein?
- A: 1-15 m (f=1)
- B: 16-25 m (f=2)
- C: 26-34 m (f=3)
- D: 35-43 m (f=4)
Früher mäandrierte die Emscher in einem breiten Tal am nördlichen Rand des heutigen Ruhrgebietes. Seit Beginn der Industrialisierung im Ruhrgebiet hat sich das Erscheinungsbild und der Verlauf der Emscher stark geändert. Während andere Flüsse im Süden des Ruhrgebietes zunächst als Frischwasser-Zufuhr genutzt wurden (z.B. die Ruhr) und daher größtenteils in ihrem Naturraum naturnah belassen wurden, wurde die Emscher als Abwasser-Fluss genutzt. So wurden die Abwässer von angrenzenden Städten und von Industriebetrieben meist ungeklärt in die Emscher abgeführt. Da die Emscher zu Beginn der Industrialisierung noch weitgehend naturbelassen war und ein sehr flaches Gewässer war, kam es – wie auch schon Jahrhunderte lang vorher – immer wieder zu Überschwemmungen. Da die Emscher aber nun als Abwasser-Fluss genutzt wurde und die Bebauung den Emscherverlauf immer weiter eingeschränkt hatte, waren diese Überschwemmungen nun deutlich folgenreicher und man beschloss, eine Emschergenossenschaft zu gründen, die u.a. die Aufgabe hatte, die Emscher so zu verändern, dass es nicht mehr zu Überschwemmungen kam und zudem sollten Kläranlagen den größten Teil des dreckigen Abwassers entsprechend filtern. Der Emschergenossenschaft gehören die angrenzenden Kommunen und Abwasser-zuführende Industrieunternehmen an.
3. Frage: In welchen Zeitraum fällt die Gründung der Emschergenossenschaft?
- A: 1850-1870 (g=1)
- B: 1871-1890 (g=2)
- C: 1891-1915 (g=3)
- D: 1916-1930 (g=4)
Nach Gründung der Emschergenossenschaft wurde die Emscher kanalisiert, 3 Meter tiefer gelegt und bekam in vielen Bereichen ein ganz neues Flussbett. Vor dieser Kanalisierung war die Emscher ca. 109 km lang und wurde danach stark begradigt. Zudem wurde die Mündung der Emscher in den Rhein u.a. aufgrund von Bergsenkungen, welche zu einem Aufstauen des Emscher-Wassers führten, mehrfach verlagert: Von Duisburg-Alsum nach Duisburg-Walsum und später noch einmal von Duisburg-Walsum nach Dinslaken. Durch die früheren Flussbette der Emscher fließen heute die „Alte Emscher“ und die „Kleine Emscher“. Nach elf Jahren Bauzeit wurde die Verlegung der Emscher zur heutigen Mündung fertiggestellt.
4. Frage: In welchem Jahr wurde diese Verlegung der Emschermündung nach Dinslaken fertiggestellt?
- A: 1901 (h=1)
- B: 1922 (h=2)
- C: 1931 (h=3)
- D: 1949 (h=4)
5. Frage: Wie lang ist die Emscher heute, nachdem sie begradigt und mehrfach verlagert wurde?
- A: ca. 35- 56 km (j=1)
- B: ca. 57-68 km (j=2)
- C: ca. 68-89 km (j=3)
- D: ca. 90-101 km (j=4)
Zur Zeit ist im Gespräch, die Emschermündung wieder einmal zu verlegen. So wird überlegt, ob die Emscher um 700 Meter verlängert und zukünftig auf dem Gebiet der Stadt Voerde in den Rhein münden soll.
Bevor die Emscher über das Stadtgebiet von Dinslaken fließt, wird sie im Mündungs-Klärwerk an der Stadtgrenze zu Dinslaken gereinigt.
Schon seit langer Zeit bestand der Wunsch, die Emscher wieder zu renaturieren und die Abwässer durch einen unterirdischen Kanal zu leiten. Wegen der immer wiederkehrenden Erdbeben und Bergsenkungen aufgrund des Kohleabbaus unter dem Emschertal konnte dies jedoch lange Zeit nicht verwirklicht werden. Im Rahmen der Bundesgartenschau in Dortmund wurde in den 90er Jahren bereits ein kurzer Teil der Emscher renaturiert. Inzwischen wird für die Ableitung der Abwässer zu den vier Emscher-Klärwerken ein unterirdischer Kanal von Dortmund nach Dinslaken gebaut, welcher 2017 fertig gestellt werden soll. Danach kann dann die Renaturierung der Emscher erfolgen. Der Kanal soll bis zu 40 Meter tief unter der Erde verlegt werden.
Wer sich über die Renaturierung der Emscher informieren möchte, kann sich unter www.abwasserkanal-emscher.de informieren.
Teil 2: Fragen zum Rotbach
Der Rotbach hat auf dem Weg von seiner Quelle bei Königshardt bis zur Mündung in Dinslaken verschiedene Namen. Erst auf dem Stadtgebiet von Dinslaken wird er Rotbach genannt. Ein Zufluss des Rotbaches ist der Schwarzbach, der am oberen Lauf des Baches in den Rotbach fließt. Man findet vereinzelt Hinweise dazu, warum diese Bäche vor Jahrhunderten so "farbenfroh" benannt wurden.
6. Frage: Woher kommt der Name "Rotbach"?
- A: Im Mittelalter gab es im Bereich des Oberlaufes blutige Kämpfe zwischen den Truppen der Grafen von Kleve und des Erzbistums Köln. (k=1)
- B: Im frühen Mittelalter gab es entlang des Rotbaches fast ausschließlich Rotbuchen und kaum andere Baumarten, weshalb der Bach nach dieser vorherrschenden Baumart benannt wurde. (k=2)
- C: Da der Boden rund um den Rotbach im Mittelalter zum Teil recht eisenhaltig war und der Rotbach durch das Eisenoxid teilweise eine rostrote Farbe hatte, wurde er Rotbach genannt. (k=3)
- D: Nachdem im frühen Mittelalter viele Flächen entlang des Rotbachs gerodet wurden, damit die Flächen landwirtschaftlich genutzt werden konnten, wurde der Bach oftmals Rottbach oder Rodbach genannt, woher der heutige Name Rotbach kommt. (k=4)
Nachdem der Rotbach einige Kilometer über Dinslakener Stadtgebiet geflossen ist, mündet er in Möllen in den Rhein.
7. Frage: Wie lang ist der Bach insgesamt von seiner Quelle bis zur Mündung?
- A: ca. 17 km (m=1)
- B: ca. 19 km (m=2)
- C: ca. 22 km (m=3)
- D: ca. 25 km (m=4)
Der Rotbach hat über die Jahrhunderte schon einige Veränderungen mitmachen müssen. Im Bereich der Dinslakener Altstadt wurden im Mittelalter der Verlauf des Baches und der Verlauf der Stadtmauer aneinander angepasst, so dass der Rotbach der Stadt Dinslaken zusätzlichen Schutz bot. Im oberen Verlauf des Baches wurde der Bach so begradigt, dass er heute meist schnurgerade verläuft. Aber auch in der jüngeren Vergangenheit in den 1990er Jahren hat der Rotbach bedeutende Veränderungen mitmachen müssen.
8. Frage: Um welche Umgestaltung handelte es sich in den 1990er Jahren?
- A: Durch Bergsenkungen aufgrund des Steinkohle-Abbaus durch das Bergwerk Lohberg-Osterfeld ist das Gelände, durch das der Rotbach fließt, so stark abgesunken, dass eine Senke entstand und große Überschwemmungen drohten. Da ein Gewässer nicht wieder von alleine bergauf fließen kann, muss der Rotbach seitdem durch Pumpen hochgepumpt werden und der Bach fließt zudem auf einem Teilstück rückwärts. (n=1)
- B: Durch Bergsenkungen aufgrund des Steinkohle-Abbaus durch das Bergwerk Lohberg-Osterfeld ist das Gelände, durch das der Rotbach fließt, so stark abgesunken, dass eine Senke entstand und große Überschwemmungen drohten. Um dies zu verhindern wurde der Rotbach in diesem Bereich höher gelegt und fließt auf einem 500m langen Teilstück über ein Aquädukt. (n=2)
- C: Für die Ansiedlung eines größeren Gewerbebetriebes musste der Verlauf des Rotbaches auf einem 1,5 km langen Teilstück verlegt werden. In diesem Zuge wurde der Rad-/Fußweg breiter ausgebaut. (n=3)
- D: Für die Erschließung eines neuen Wohngebietes musste der Rotbach auf einer Länge von 6 km umgeleitet werden und fließt seit dem auf diesem Teilstück unterirdisch durch einen Kanal.(n=4)
Auch in diesem Jahrzehnt erfährt der Rotbach wieder tiefgreifende Änderungen. So wird der Rotbach seit Sommer 2011 auf einem Teilbereich wieder renaturiert und erhält somit wieder eine mäandrierende Form anstelle des schnurgeraden Verlaufs. Der (Rad-)Wanderweg soll während dieser Umbaumaßnahmen durch eine kleine Umleitung aber erhalten bleiben. Wer Lust hat, kann also weiterhin entlang des Rotbaches radeln oder wandern und dabei die in den Fragen angesprochenen Stationen besuchen. Auch Spaziergänge oder Radtouren am oberen Bachlauf im Bereich des Zusammenflusses des Schwarzbaches mit dem Rotbach sind sehr zu empfehlen. Dort kann man noch sehr schön einen naturnahen Bachverlauf mit vielen alten Bachläufen sehen. Weitere Informationen über die Rotbach-Route findet man auf der Seite www.niederrhein-tourismus.de
Wer die obigen Fragen beantwortet hat, kann sich auf die Suche nach dem Cache machen. Der Cache ist nicht direkt mit dem Auto erreichbar. Der Cache befindet sich natürlich nicht an den angegebenen Cache-Koordinaten im Listing. An diesen Koordinaten kann man jedoch das Cache-Mobil abstellen und ein gutes Stück zu Fuß zum Cache gehen. Ansonsten kann man den Cache sehr gut auf einer Radtour entlang der Rotbach-Route oder bei einem Abstecher vom Emscher-Weg heben. Viel Spaß beim Rätsel-lösen und beim Suchen.
Um die Koordinaten zum Cache zu erhalten, müsst Ihr die obigen Fragen beantworten und dann die Zahlen, welche in Klammern hinter der jeweils richtigen Antwort stehen, in die folgenden Formeln einsetzen:
P=e+g-m
Q=g+k+m
R=h-f
S=h+j+n
T=k+n
U=g-n
N 51° 34.PQR E 006° 41.STU
Deine Lösung für die Koordinaten dieses Rätsels kannst du auf Geochecker.com überprüfen.
Bitte einen Stift mitbringen. Bitte schont die Natur und lasst den Tieren nachts ihre Ruhe und sucht den Cache nur am Tage.
Für die ersten drei Finder gibt es eine kleine Überraschung im Cache.