In diesem ehemaligen Steinbruch wurden Werksteine des Eibenstocker Granits zum Wohnungsbau in Johanngeorgenstadt gewonnen.
Das geologische Profil zeigt am Fuß den noch nahezu unverwitterten Granit.
Nach oben werden auf Rissen und Klüften die Zerstörungserscheinungen des ursprünglichen kompakten Gesteins immer deutlicher sichtbar.
Durch horizontale und senkrechte Klüftung wird der Granit immer klein- und feinbankiger und löst sich bis zur Erdoberfläche in loses Blockwerk auf.
Auf den Klüften und Rissen dringt das Niederschlagswasser in den Granit ein und bewirkt dessen weitere Zerstörung.
Eibenstocker Granit
Nicht jedem ist geläufig, dass es in Deutschland neben den altbekannten grauen oder gelblichen Graniten auch solche in kräftigen Rottönen gibt. Dabei existieren in den Granitgebieten der deutschen Mittelgebirge durchaus nennenswerte Vorkommen.
Der sogenannte Blauenthal-Granit (Handelsname) wurde hauptsächlich in der Nähe der Stadt Aue gewonnen, unter anderem jedoch auch in diesem ehemaligen Steinbruch. Das Gebiet liegt im Bergland zwischen dem Erzgebirge und dem bayerischen Fichtelgebirge, dem sogennanten Eibenstocker Granitrevier. Der Blauenthal ist trotz seiner einmaligen und optisch ansprechenden Erscheinung nicht sehr bekannt. Er ist nämlich kräftig hellorange. Das liegt an den darin enthaltenen Feldspäten, im Unterschied zum graubraunen Quarz und schwarzen Biotit. Als Glimmer ist der silbrige Muskovit reichlicher vertreten.
Außer in Blauenthal findet sich der Eibenstocker Granit in blaß rötlicher Farbigkeit noch im Vogtland zwischen Plauen und Zwickau. Weitere Brüche, in denen Werksteine unter der gleichnamigen Handelsbezeichnung abgebaut wurden, finden sich im Raum Aue-Schneeberg, in Sosa, Bockau, Burkhardtsgrün, Zschorlau, Carlsfeld, Ehrenfriedersdorf und Geyer. Diese Vorkommen sind allerdings weniger bedeutsam.
Granitverwitterung
Die Verwitterung aller Gesteine beginnt entlang der Klüfte (= Risse). Wegen ihrer auffälligen Klüftung kann man Granite im Gelände bereits an ihren Verwitterungsformen erkennen.
Die tiefen Furchen im Gestein sind von der Verwitterung erweiterte Risse. In die Klüfte und Spalten des Granits kann natürlich Wasser eindringen und nun oberflächennah den Granit angreifen und verwittern ("vergrusen"). Besonders anfällig für diese Verwitterung sind die Ecken der großen Quader (Erosion von drei Seiten) und die Kanten (Eosion von zwei Seiten) was dazu führt, dass, ähnlich wie bei schmelzenden Eiswürfeln, bevorzugt rundliche Formen (man sagt dazu auch "Wollsäcke") entstehen.
Zum loggen macht ein Foto von euch und / oder eurem GPS vor dem Steinbruch (optional seit dem 01.01.11) und beantwortet folgende Fragen:
1. Untersuche vor Ort den verwitterten Granit und beschreibe seine Beschaffenheit (z.B. Größe, Härte, Farbe, Form,...)
2. Beschreibe mit eigenen Worten den Prozess der Wollsackverwitterung.
Schickt uns die Antworten auf beide Fragen an die email-Adresse logfreigabe@gmail.com.
Ihr könnt sofort loggen, wenn Eure Antworten zu stark von den Lösungen abweichen, werden wir uns bei Euch melden.
Viel Spaß beim Entdecken wünschen Euch
Die Ratterichs
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Quellen:
Naturstein, 1991
wikipedia.de
Fotos:
(c) Ratterine 2011