Dieser Multi ist ein Rundweg von ca. 5,5 KM Länge durch das historische Städtchen Neuenbürg. Durch die geographische Lage sind einige Steigungen und Gefälle nicht zu vermeiden gewesen.
Parken könnt ihr bei N 48° 51.230 E 008° 35.040. Dann geht es zur ersten Stage:
Stage 1: Der Richtstein N 48°51.260 E 008°35.150
Dieser Stein ist ein Gedenkstein und will daran erinnern, dass hier die alte Richtstätte gewesen ist. An dieser Stelle stand damals der Galgen. Wie viele hier gehängt wurden ist unbekannt. Der Letzte, der hier hingerichtet wurde, war 1769 Herr Volz aus Calmbach wegen Räuberei.
Wie viele Wörter sind auf dem Richtstein eingemeiselt? A=
Stage 2: Die Schwedenschanze N 48°51.239 E 008°35.118
Der Name "Schwedenschanze" beruht auf der Sage, daß im Dreißigjährigen Krieg auch die Schweden vor Neuenbürg als Feinde erschienen seien; sie hätten von einer viereckigen Schanze auf der Wilhelmshöhe mit Kanonen das Schloss beschossen. Gesicherte Nachrichten hierüber fehlen und es ist auch unwahrscheinlich, dass die protestantischen Schweden ein Schloss des protestantischen Herzogs von Württemberg beschossen hätten, der sich mit ihnen nicht im Kriege befand, abgesehen von der Frage, ob die Kanonen damals schon so weit reichten. Da es aber keinen Bericht über den wahren Erbauer der Schanze gibt, mag sie ihren volkstümlichen Namen behalten.
Wie viele Zugänge hat die Schwedenschanze? B=
Stage 3: Markierungsstein N48°51.221 E008°35.082
Wie lautet die höchste Ziffer auf dem Stein? C=
Nun könnt ihr bei der Ampelanlage sicher die Straße wechseln. Von jetzt an geht es dann bergab. Direkt neben der Gaststätte Wilhelmshöhe geht ein kleiner Weg bergab, der auf eine Straße trifft, folgt dieser immer talwärts.
Stage 4: Entfernungsschild N48°51.025 E 008°35.233
Ihr befindet euch nun in der Hafnersteige. Diese steile Straße war bis zum Bau der Alten Pforzheimer Straße 1927 der einzige Weg, den Berg hinauf oder hinunter. Ihren Namen erhielt die Straße von den dort ansässigen Töpfern, im süddeutschen Hafner genannt. Genießt bei eurem Weg ins Tal die schöne Aussicht und die vielen alten Häuser.
Wie weit ist es von hier bis zur Ruine Waldenburg? (Zahl hinter Komma) D=
Stage 5: Der Handschuh N48°50.846 E008°35.238
1454 erhielt Neuenbürg das Asylrecht. Nach dem alten Rechtsbrauch konnte die Stadt nun den Verfolgten Asyl gewähren. Man nimmt an, dass das Recht von der Burg auf die Stadt überging. Wenn ein Verfolgter nahe genug an die Stadtmauer kam, dass er einen Handschuh dagegen werfen konnte, so musste man ihm Asyl gewähren. Dies galt über einen Zeitraum von 6 Wochen und 3 Tagen. Solange konnte auch der schlimmste Verbrecher nicht verurteilt werden.
Welche Jahreszahl steht auf dem Stein mit dem Handschuh? E=
Stage 6: Schloßsteige N48°50.780 E008°35.381
Hier geht es nun wieder den Berg hoch, ihr habt hier die freie Wahl, ob ihr rechts den kürzeren aber steileren Anstieg nehmt oder lieber gerade hoch den normalen Anstieg. Ihr kommt auf beiden Wegen im Alten Friedhof und somit bei der nächsten Stage an.
Die Schloßsteige ist der Aufgang vom Städtle zum Schloss. Mit einer artenreichen Kulturlandschaft (Setzwerk von Steinen ohne Bindemittel) und terrassierten Kleingarten- und Baumwiesenanlagen sowie Fundstelle keltischer Wohnanlagen.
Welche Ziffer steht auf dem roten Schild? F=
Stage 7: Alter Friedhof / St.Georgs-Kapelle N48°50.829 E008°35.403
Der Alte Friedhof ist ein städtisches Gräberfeld vom Mittelalter bis zum Beginn des 20. Jhd. Die heutigen Stützmauern sind von 1824. Die Grabsteine sind aus 4 Jahrhunderten (17.-20.Jhd). Die Anlage wurde 1960 zum Park ausgebaut. Hier befindet sich auch die St.Georgs-Kapelle. Erbaut wurde die Kirche unterhalb der „neuen Burg“ vor 1290. Um diese Kirche herum entstand eine Art Burgweiler. Die Kirche wurde sowohl von den Schlossbewohnern als auch von den Einwohnern genutzt. Sie besaß Pfarrrechte, wofür Taufstein und Friedhof Indiz sind. Später gehen die Pfarrrechte auf die neu gebaute Kirche im Talgrund über, wohin sich die Siedlung allmählich verlagert hat. Als die Grafen von Württemberg um 1320 die Burg erwarben, gab dies vermutlich den Impuls für die Wandmalereien, die in die Zeit um 1340 datiert werden. Aus dieser Zeit stammen die Bilderzyklen an der Süd- und Westseite des Kirchenschiffs. Die Malereien wurden in mehreren Etappen freigelegt und restauriert. Im derzeitigen Erhaltungszustand gehören sie zu den wertvollsten Baden-Württembergs aus spätgotischer Zeit. Die Kirche ist baulich mehrfach verändert worden. Der Turm stammt aus späterer Bauzeit als der Chor und das Schiff, der Turmhelm mit dem markanten Zeltdach aus noch späterer Zeit. Er dürfte im Zusammenhang mit einem weiteren Umbau 1557 entstanden sein, auf den die Jahreszahl 1557 an der Nordseite der Kirche verweist. Die Empore mit ihrer für das 16./ 17. Jh. typischen ornamentalen Malerei ist wohl ebenfalls in dieser Zeit gebaut worden.
Bitte denkt daran, dass ihr euch hier auf einem Friedhof befindet und verhaltet euch entsprechend. Genießt auch hier wieder die schöne Aussicht auf Neuenbürg bevor euch der Weg weiter Richtung Schloß führt. Das Schild ist direkt an der Kapelle.
Wer ließ diese Wasserleitung bauen? (BWW des Vor- und Zunamens) G=
Stage 8: Das Neuenbürger Schloß N48°50.808 E008°35.478
Der Schlossberg mit den beiden "Bergschlössern", einer gotischen Kapelle, dem beschaulichen Schlossgarten und einem an botanischen Raritäten reichen Schlosswald ist ein landschaftlich schönes und historisch überaus wertvolles Kleinod. In einer heute nur noch selten zu sehenden Gesamtanlage finden sich auf dem Schlossberg Spuren aus allen Zeiten. Keltische Funde verweisen auf den Jahrtausende alten Bergbau in Neuenbürg. Im Hochmittelalter wurde die vordere Burg (das heutige Schloss) gebaut und mit einem Bergfried gesichert. Im Osten ergänzte das "hintere Schloss" (heute Ruine) mit Zwinger und Ringwall die Befestigung. In der Ruine befindet sich heute eine wild-romantische Grillstelle. Herzog Christoph ließ das vordere Schloss um 1550 zu einem repräsentativen Fürstensitz umbauen. Um 1608 wurde die Bergkuppe zwischen dem vorderen und dem hinteren Schloss abgetragen und ein "Lustgarten" geschaffen, der heutige Schloßgarten. Die Westfassade mit seinem barocken Prunkportal entstand 1658.
Wie viele Zapfen zieren den gesamten Zaun? H=
Stage 9: Schild "Spectaculum Ferrum Pfad" N48°50.794 E008°35.899
Auf dem Eisenpfad („Spectaculum Ferrum“) öffnet sich das Zeittor: Denn die Geschichte des Erzabbaus reicht 2.600 Jahre zurück – schon Kelten haben hier gegraben.
Auf welcher Höhe befindet ihr euch gerade laut der Grafik auf dem Schild? I =
Stage 10: ehemaliges Gasthaus Palmenhof N48°50.703 E008°35.907
Hier befand sich früher das Gasthaus Palmenhof mit Gartenwirtschaft, heute ist es ein Wohnhaus. Das Haus Palmenhof wurde 1990 komplett renoviert.
Wann wurde das Haus erbaut? J =
Stage 11: Brücke bei Pektin N48°50.667 E008°35.830
Bis zu dieser Brücke lauft ihr am Gebäudekomplex der Pektinfabrik entlang. Ein markanter Bau in Neuenbürg ist auch die Pektinfabrik, ist doch ihr rauchender Schornstein sogar von der B294 aus zu sehen. Die Pektin-Fabrik ist heute der älteste aber auch der modernste Apfelpektin-Herstellungsbetrieb der Welt. 1938 zog die Fabrik vom Bodensee hier her. Gründe für die Übersiedlung war das weiche Wasser in Neuenbürg, mehr Kundennähe und die bessere Energieversorgung durch Wasserkraft. Heute ist die Pektinfabrik mit ihrer Nennleistung an 3. Position im Weltmarkt.
Wer gerne mehr Infos haben möchte kann nach dieser Brücke einen kurzen Abstecher nach rechts machen. Hier seht ihr nach ein paar Metern eine Informationstafel über die Herstellung und Verwendung von Pektin.
Wie hoch ist die zulässige Belastung dieser 1912 gebauten Brücke? K = 300
Nun kommt der nächste Anstieg. Ihr geht nun die mittlere Steige hoch und nehmt gleich den ersten Waldweg der abzweigt bis zur nächsten Stage.
Stage 12: Wanderweg N48°50.636 E008°35.351
Wie viele Buchstaben sind auf dem Schild? L =
Hier folgt ihr dem mittleren Wanderweg, denn dies war die letzte Stage. Nach ca. 200m kommt eine Bank, dort könnt ihr in aller Ruhe das Final berechnen. Ach ja, wer mag kann hier auch gleich noch unseren Tradi "Schloßblick" besuchen und natürlich die herrliche Aussicht genießen. Auf dem Weg zum Final kommt ihr dann auch noch am "Salamanderbächle" vorbei, das sich auch immer über einen Besuch freut.
FINALFORMEL:
Nord 48°50.xxx
xxx = B+C+D+F+(2xI)+(BxBxCxF)-(2xF) =
Ost 008°3y.yyy
y.yyy = A+B+C+D+E+F+G+H+I+J+K+L+(9xG)+A-B =
Nun habt ihr Neuenbürg aus fast allen Richtungen gesehen und erwandert, als kleine Aufmerksamkeit haben wir im Logbuch dieses Multis die Finalkoordinaten unseres Neuenbürg-Bonus hinterlegt.