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Difficulty:
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Terrain:
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Size:
 (small)
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Hommage à HPL
Ich habe keinen Grund zu glauben, daß mir jemand meine Erlebnisse, die ich zu Papier bringe, glauben wird. Doch halte ich es für meine Pflicht, das Geschehene für die Nachwelt aufzuzeichnen und so hoffentlich zu verhindern, daß sich die Ereignisse an diesem Ort wiederholen.
Ich schreibe diese Zeilen sechs Monate nach Beginn der Expedition. Doch an die letzten Wochen nach dem Ereignis kann ich mich nur schemenhaft erinnern. Waren die Erlebnisse so grauenvoll, daß ich sie verdrängt habe? Nur mit Hilfe meiner Aufzeichnungen, die ich im Lauf der Ausgrabungen und während meines Aufenthaltes im Sanatorium zu Papier brachte, konnte ich rekonstruieren, was damals geschehen sein mußte.
Es wäre wahrscheinlich besser, diesem unheilvollen Ort den Rücken zu kehren und Alles zu vergessen, doch ich spüre den Drang, dorthin zurückzukehren und den Verbleib meiner Gefährten aufzuklären.
Wie schon beim ersten Mal war die Reise lang und beschwerlich, und ich hatte Mühe, eine Unterkunft zu finden. Die wenigen Bewohner, die ich nach einer Übernachtung fragen konnte, waren noch abweisender als bei meiner ersten Ankunft vor sechs Monaten.
In der Nacht hatte ich wieder den gleichen Traum, der uns Alle schon während der Expedition plagte. Ich sah einen Turm, der über der kleinen Stadt aufragte, und aus der Ferne hörte ich dieses merkwürdige Summen, das eine unerklärliche Anziehungskraft auf mich ausübte.
Am nächsten Morgen machte ich mich schon sehr früh auf den Weg zu unserer letzten Ausgrabungsstätte. Es war nur ein kurzer Fußweg, und mein Unbehagen wuchs mit jedem Schritt. Wir hatten unsere Zelte und Ausrüstungen direkt neben dem Feld mit den Artefakten aufgeschlagen. Doch auf den letzten Metern konnte ich erkennen, daß alle Spuren unseres Aufenthalts verschwunden waren. An diesem Ort hatten wir die Artefakte gefunden, von denen ich Kopien angefertigt hatte. Sie sind in einer mir noch immer unbekannten Sprache beschrieben. Nur den Zahlen, die immer wieder auftauchten, konnte ich später eine Bedeutung zuordnen. Hier vor Ort konnte ich nun prüfen, ob meine Theorie stimmte:
N 51° 36.685
E 007° 36.657
Die Formel führte mich zu einer älteren Ausgrabungsstelle. Hier lag ein weiteres Artefakt, von dem nur noch einige Zahlen lesbar waren. In der Hoffnung, nun doch auf der Spur meiner Gefährten zu sein, machte ich mich auf den Weg.
Je länger mein Aufenthalt in dieser abscheulichen Stadt dauerte, desto stärker hatte ich das Gefühl, beobachtet zu werden. Ich bildete mir ein, Schatten zu sehen, und ich meinte, ein Summen aus der Ferne wahrzunehmen. Ich kam schließlich zu der Stelle, an die mich die Zahlen führten. Es war eine alte verlassene Baracke. Doch was sollte ich hier finden? Gab es einen Zusammenhang mit dem Vorfall vor 6 Monaten? Ich begann widerwillig, den Ort nach Hinweisen abzusuchen und fand schließlich ein Artefakt ähnlich dem ersten. Auch hier waren wieder die merkwürdigen Zahlen zu erkennen, aber auch eine weitere Botschaft.
Die Nachricht ließ mir das Blut in den Adern gefrieren. Aber nun wuchs auch die Hoffnung, wenigstens einen meiner Gefährten wiederzusehen. Hatte sie die gleiche Idee gehabt wie ich und konnte die Zahlen entschlüsseln? Mir blieb nur übrig, dieser geheimnisvollen Spur zu folgen. Doch plötzlich nahm das Gefühl beobachtet zu werden zu, und ich rannte so schnell ich konnte.
Als ich den Ort, den ich durch das Artefakt errechnet hatte, erreichte, fühlte ich sofort, daß hier etwas Fürchterliches geschehen sein mußte. Ich begann sofort nach Hinweisen zu suchen und fand ein weiteres Artefakt mit einer Botschaft.
Mir blieb nun nichts anderes übrig, als wieder den Zahlen zu folgen. Ich befürchtete das Schlimmste. Kurz vor dem Ziel erwartete mich ein schrecklicher Anblick. In der Ferne tat sich ein dunkler Tunnel auf, und ich spürte eine Präsenz, die mich aus den Tiefen des Tunnels zu beobachten schien. Auch das nun nicht mehr zu überhörende Summen hatte hier seinen Ursprung. Alles in mir sträubte sich dagegen, dem Tunnel näher zu kommen. Doch als ich mich herumdrehte, um mich dem Bann dieser Höllenpforte zu entziehen, sah ich einen gräßlichen dunklen Turm, der sich in der Ferne erhob. Es war der Turm, den ich aus meinen Träumen kannte. Wie in Trance ging ich in seine Richtung. Mein letzter Blick fiel auf das gesuchte Artefakt. Es war größer als die anderen, und ich konnte mich noch überwinden, es zu öffnen. Mit dem Öffnen des letzten Siegels erkannte ich plötzlich, was für ein Fehler es gewesen war, mich auf diese Reise zu begeben.
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