Die Koordinaten des Listings
haben wie immer nichts mit den Finalkoordinaten zu tun. Das Final
befindet sich aber im Umkreis von 3 km Entfernung.
Knotenmuster sind typisch für die darstellende
Kunst des frühen und hohen Mittelalters, besonders in Italien und
auf den Britischen Inseln. Sie werden oft als Keltischer Knoten
oder keltisches Muster bezeichnet. Wichtige Beispiele sind das Book
of Durrow, das Lindisfarne-Evangelium und das Book of Kells.
Mit Einsetzen des Christentums werden in
Irland vor allem auf Grabsteinen, Hochkreuzen, Schalen,
Schmuckstücken, Sätteln, Schwertgriffen und -scheiden sowie Teller
mit Knotenmustern verziert. Die Muster werden auch in Handschriften
verwendet.
Nach Nylén sind die mit Borten aus
Knotenmustern verzierten gotländischen Bildsteine ein
fragmentarischer Teil einer frühmittelalterlichen Formenwelt, die
vor allem auf Holz und Textil dargestellt war. An den Borten der
Bildsteine könne man erkennen, dass der größere Teil nach einem
bestimmten System mit zielbewusster Absicht ausgeformt worden sei.
Bei der Gestaltung der Borten habe wahrscheinlich die Textilkunst
als Vorbild gedient. Viele Zeichen auf den Steinen hätten
„Unendlichkeitscharakter“, bei denen eine Linie oder
ein Band nie ende, sondern zu sich zurückkehre. Es seien Knoten und
Räder, Sterne und Kreuze, demnach Symbole, die jedes für sich eine
wohlbekannte Bedeutung gehabt hätten, als Zeichen für Mächte und
Göttergestalten – gute und schlechte, je nach Absicht und
Zusammenhang in der Bilderwelt der Steine.
Neulich ist mir ein solches Bild eines
keltischen Knotens in die Hände gefallen, welches ein Geheimnis in
sich birgt. Könnt Ihr ihm sein Geheimnis entlocken?
Viel Spaß beim Rätseln und Suchen!