GSVBw 22
(Elmlohe/Drangstedt)
Die Grundnetzschalt- und
Vermittlungsstellen der Bundeswehr
oder
Die Überreste des Kalten
Krieges
Das öffentliche Fernmeldenetz wurde im Falle eines für
wahrscheinlich gehaltenen Militärschlages gegen die Bundesrepublik
als unsicher und stark gefährdet angesehen. Die Zerstörung dieses
Netzes würde unter anderem zum Verlust zentral koordinierter
Führungsmöglichkeiten für militärische Verteidigungsmaßnahmen
führen. Zielsetzung der Bundeswehrführung war daher der Aufbau und
Betrieb eines eigenen, unabhängigen und sicheren militärischen
Kommunikationsnetzes. Aus diesen Forderungen heraus entstand das
Bundeswehrgrundnetz (BwGN), das mit angemieteten Übertragungswegen
der Deutschen Bundespost (DBP) aufgebaut wurde, und sich in einer
vermaschten Struktur über das gesamte damalige Bundesgebiet
erstreckte. Dabei wurden sowohl Kabel- als auch
Richtfunkübertragungswege verwendet. Die Grundnetzschalt- und
Vermittlungsstellen der Bundeswehr (GSVBw) bildeten die
Knotenpunkte des Bundeswehrgrundnetzes.
Quelle: www.vorbei-ev.de (hier gibt es auch viele weitere
Info´s)
Die GSVBw´s wurden ab 1964 in Dienst gestellt und dienten der
Bundeswehr 30 Jahre lang für den oben genannten Zweck.
Der oben genannte Verein hat bereits diverse dieser
Vermittlungsstellen erworben und versucht den Verfall dieser
aufzuhalten und die Anlagen zu restaurieren.