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Gotteshäuser: St. Peter zu Bockert Traditional Cache

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eigengott: Da es hier seit Monaten keinen Cache zu finden gibt, archiviere ich das Listing, damit es nicht mehr auf den Suchlisten auftaucht bzw. neue Caches blockiert.

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Hidden : 8/10/2011
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


Gotteshäuser: St. Peter zu Bockert


Der Name des Ortes "Bockert" bedeutet übersetzt so viel wie "Buchenwald". Im Gegensatz zur kirchlichen Zuteilung war Bockert im staatlichen Bereich schon immer ein Teil von Viersen gewesen. Im kirchlichen Bereich bildete Bockert schon immer eine Einheit mit Hoser und Oberbeberich.

Die Bauarbeiten für die Kirche St. Peter begannen am 15.4.1890. Somit ist der Baustil der Kirche neugotisch. Die Kirche hat drei Schiffe, ein Langhaus, ein Querhaus und hinter dem Altar einen Chorraum. Da das Internet sehr wenige Informationen zur Geschichte des Kirchenbaus bereit hält, werden in diesem Listing die Innenarchitektur und die Einrichtungsgegenstände näher betrachtet. Zu den fett gedruckten Wörter gibt es am Ende des Listins ein Foto.

Links vom Eingang befindet sich die Taufkapelle. In ihrer Mitte steht das Taufbecken mit einem messingfarbenen Deckel. Auf ihm stehen drei Lobsprüche auf das Element des Wassers: "Der dich dem dürstenden Volke zur Labung aus dem Felsen sprudeln ließ", "Der dich aus der Paradiesquelle entspringen ließ und dir gebot, in vier Strömen die Erde zu bewässern" und "Der von Johannes im Jordan mit dir getauft wurde". Zu jedem Lobspruch gibt es ein passendes Bild.

Links neben dem Altar steht eine aus Holz geschnitzte Statue der Mutter Gottes mit dem kleinen Jesuskind auf dem Schoß. Die Marienstatue trägt eine Krone und in der Hand hält sie ein Zepter. Damit wird symbolisch zum Ausdruck gebracht, dass Maria eine Art "Königin" ist. Sie trägt diesen Titel in vielen christlichen Liedern.

Rechts neben der Marienstatue befindet sich der Tabernakel in Form eines goldenen Würfels. Auf jeder der vier Seiten befindet sich ein anderes Symbol oder ein anderer Satz. Auf der Vorderseite befinden sich zwei Engel. Der eine trägt eine Weinreebe und der andere eine Kornähre. Sie sind die Symbole für Brot und Wein, den Leib und das Blut Christi, das in einer katholischen Messe gegessen und getrunken wird.

Interessant am Altarraum ist die Tatsache, dass auf der Jesusfigur, die an das Kreuz über dem Altar angeschlagen ist, ein Davidstern zu sehen ist. Diese Darstellung des gekreuzigten Jesus findet sich sehr selten. Sie macht zum einen deutlich, dass Jesus selber ein Jude war und dass es deshalb zum anderen eine enge Verwandtschaft zwischen Judentum und Christentum gibt. All den religiösen Anfeindungen wird somit eine klare Absage erteilt.

Hinter dem Altar befindet sich das große Apsisfenster, auf dem die Situation zu sehen ist, in der Jesus dem Apostel Petrus die Schlüssel für das Himmelreich übergibt. Diese Szene hat es nie gegeben, dafür aber wohl die Aussage Jesu: "Du bist Petrus - der Fels -, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen. Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein." (Matthäusevangelium, Kapitel 16, Vers 18 und 19). Aus dieser Aussage Jesu leitet die katholische Kirche das Papstamt ab: Jesus macht Petrus zum Fundament seiner Kirche.

Rechts neben dem Altar befindet sich eine Josephsstatue, die auch eine Besonderheit aufweist: Sie zeigt den arbeitenden Zimmermann mit seinem Ziehsohn Jesus, der ihm bei der Arbeit hilft. Besonders erschreckend ist, dass das Jesuskind an einem Kreuz arbeitet, dem Instrument, durch dass er eines Tages zu Tode kommen wird. In der Bibel finden sich über die Kindheit Jesu nur sehr wenige Geschichten. Anders ist es in den sogenannten Apokryphen, d.h. in jenen Büchern, die nicht in die Bibel aufgenommen wurden. So gibt es dort zum Beispiel eine Geschichte, in der Joseph einen Fehler macht und ein Tischbein zu kurz absägt. Daraufhin ist wackelt der Tisch. Joseph ist verärgert über seine Dummheit und schimpft so laut, dass Jesus herein kommt, an dem Tischbein zieht und so bekommt es die gleiche Länge wie die anderen Tischbeine. Da Jesus selber den Beruf eines Zimmermanns gelernt hat, ist anzunehmen, dass es oft Situationen gab, wie die mit der Statue dargestellt. Die Söhne gingen damals bei ihren Vätern in die Lehre.

Bei einem Blick zur Seite fallen die grün-blauen Fenster auf. Sie wurden erst Ende September 2010 eingebaut und stammen von dem in Niederkrüchten lebenden Künstler Jürgen Drewer. Grün und blau als Farben der Natur (Gras/Erde, Wasser/Himmel) sollten das zu helle Kirchenschiff ein wenig abdunkeln. Die Tatsache, dass diese Kirchenfenster keinerlei Figuren oder Symbole haben, soll den Betrachter dazu bringen, selber zu überlegen, was sie bedeuten sollen. Das einzige, was vorgegeben ist, ist der nur halb lesbare Satz: "Lasst Euch als lebendige Steine zu einem geistigen Haus aufbauen." Dieser Satz stammt aus dem 1. Petrusbrief und passt insofern sehr gut zur Kirche, da der Verfasser dieses Briefs, der Apostel Petrus, gleichzeig der Patron der Kirche ist.

Im hinteren Bereich der Kirche findet sich eine Statue des heiligen Antonius von Padua mit dem Jesuskind auf dem Arm. Eine Legende berichtet, dass Antonius bei einem Grafen zu Gast war. Dieser sei des Nachts durch sein Anwesen gegangen und habe aus der Türe des Gästezimmers, in dem Antonius lebte, ein helles Licht herausscheinen sehen. Er vermutete einen Brand und riss deshalb die Türe auf. Statt eines Feuers sah er den Heiligen vor sich mit dem Jesuskind auf dem Arm. Antonius lebte im 13. Jahrhundert und er ist bis heute einer der beliebtesten Heiligen. Er gilt als Patron für verlorene Dinge und noch heute beten Menschen zu ihm, wenn sie etwas suchen. An seinem Grab in Padua haben sich bis heute die meisten Wunder ereignet. Schon im 13. Jahrhundert kannte man den Satz. "Willst du Wunder sehen, geh zu Grab des Antonius".

Neben dem Ausgang der Kirche befindet sich eine kleine Seitenkapelle in der eine Ikone der Gottesmutter Maria mit dem Jesuskind auf dem Arm hängt. Im näheren Umkreis dieser Ikone befindet sich der Kreuzweg Jesu, der in Form von Mosaiken gestaltet ist.

Besondere Erwähnung sollen hier noch die beiden Grotten finden, die hinter der Kirche erbaut wurden. Die größere von beiden ist die Mariengrotte. Sie wurde im Stil der Lourdes-Grotte als Mahnmal an die gefallenen Kriegstoten des Zweiten Weltkriegs errichtet. Auf dem Altar der Grotte findet sich eine entsprechende Inschrift. Über dem Altar in der Mariengrotte befindet sich eine Pietà. Das ist eine Darstellung der Gottesmutter Maria, die ihren toten Sohn in den Armen hält. Darunter steht der Satz geschrieben: "Schauet, ob ein Schmerz gleich sei meinem Schmerze". Dies soll eine Relativierung aller anderen "Schmerze" darstellen, die im Laufe eines Lebens gefühlt werden können, da der Schmerz einer Mutter, die ihr totes Kind in den Armen hält, nicht überboten werden kann. Wobei zu bedenken gilt, dass Maria hilflos mit angesehen hat, wie ihr Sohn das Kreuz trug, wie er ans Kreuz genagelt wurde und wie er schließlich daran qualvoll starb.

Die kleinere Grotte ist die Josephsgrotte und ihre Errichtung erfolgte als Dank für eine besondere Hilfe in einem Anliegen. Welches Anliegen dies war, gibt der Stifter der Grotte nicht bekannt. Zu sehen ist auch hier wieder der Zimmermann Joseph mit seinem Ziehsohn Jesus, Werkzeuge im Arm trägt und ihm einen Winkel anreicht.

Hier nun, wie bei den meisten meiner Caches, ein paar selbst gemachte Bilder:


Die Kirche St. Peter zu Bockert


Die Taufkapelle


Das Altarkreuz


Das Apsisfenster


Die Josephsstatue


Moderne Fenster


Die Marienikone und der Kreuzweg


Die Mariengrotte


Die Josephsgrotte

Hier ein paar Infos zum Cache:
Der Cache ist im Efeu versteckt.






Gratulation

Additional Hints (Decrypt)

na qre Znhre, yvaxf arora qrz "Nosyhffebue"

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)