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Ruhrkessel- 08/15 Traditional Cache

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Burningboy: Mögen hie nie wieder Waffen töten und die Region in Frieden leben.
Wer sich die Landschaft in Richtung Iserlohn anschaut, wird die alten gräben als Wege zwischen Wieen und Feldern finden.

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Hidden : 8/13/2011
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
4 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:

Ruhrkessel 08/15 - Tradi






Der Ruhrkessel


Zu Ostern 1945 ist das Ruhrgebiet von den Alliierten fast eingekesselt.
Mitten drin noch 320.000 deutsche Soldaten, außerdem 5 Mill. Zivilisten, zahllose Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter - entwurzelte Menschen auf der Suche nach Nahrung und Unterschlupf.
Der Ruhrkesselng

DIE LETZTEN KÄMPFE DER KOMPANIE CARIUS
Als Unna am 9.4 gefallen war,erhielt Hptm.Ernst zunächst den Befehl,mit seiner Kampfgruppe nach Norden vorzustossen und den Umklammerungsring bei Unna aufzubrechen.Am anderen Morgen ließ er seine Kampfgruppe über die B 233 nach Norden vorstoßen.
Bei Langschede wurde die Ruhr überschritten. Hinter der KGr.Ernst folgten einige Bataillone Grenadiere und Panzergrenadiere nach.

Als der vorausfahrende Panzerspähwagen,der die Höhe des Bismarckturmes erreicht hatte,nach Süden vorfahrende starke US-Fahrzeugkolonnen meldete,fuhr Hptm.Ernst in seinem Befehlswagen zur Bismarckhöhe empor.Durch sein Fernglas sah er eine lange Fahrzeugschlange,die sich über die B 1 in Richtung Dortmund bewegte.Ein Teil war nach Süden in die B 233 eingeschwenkt und fuhr nun genau der KGr.Ernst entgegen."Alles auf der Höhe in Stellung gehen!" befahl der Hauptmann.
Die Jagdtiger,Sturmgeschütze und Panzer rollten in die befohlenen Positionen und entwickelten sich auf dem Kamm in halber Hinterhangstellung in der Breite.
Vier Jagdtiger,
vier Sturmgeschütze und
drei Panzerkampfwagen IV standen Albert Ernst zur Verfügung.
Hinzu kamen die vier Vierlinge der 3,7-cm-Flak.
Otto Carius (* 27. Mai 1922 in Zweibrücken) war der Panzerkommandant 2. Kompanie der Panzerjagdabteilung 512 und postierte sich westlich von Ernst direkt unterhalb des Bismark-Turmes. Ernst hingegen stand östlich Richtung Frömern.

Situation am Ruhrkessel

Als der Gegner auf Schußentfernung herangekommen war,gab der KGr-Führer den Feuerbefehl.
Die 11 Panzerfahrzeuge schossen fast gleichzeitg.
Zwei an der Spitze fahrende Shermanpanzer wurden beim ersten Feuerschlag vernichtet. Lastwagen brannten,andere explodierten. Die langsamer schießenden Jagdtiger nahmen die am weitesten entfernt stehenden Feindpanzer unter Feuer,und es gelang ihnen,noch auf 4 Kilometer Distanz tödliche Schüsse anzubringen. Der feindliche Vorstoß nach Süden,mitten ins Herz des Ruhrkessels,kam zum Erliegen.
50 Fahrzeuge,darunter 11 Shermanpanzer,blieben vernichtet auf dem Gefechtsfeld zurück.
Die übrigen Wagen der Amerikaner zogen sich außer Schußweite zurück.

Bei den nachfolgenden Jaboangriffen (zu Jagdbombern umgebauten Jagdflugzeuge) wurden nach und nach die 3,7-cm-Vierlinge vernichtet.
Aber auch sie holten noch einige Jabos herunter. Ein Tiger wurde beschädigt und der Tiger von Leutnant Kubelka,der vier Sherman abgeschossen hatte,erhielt einen Raketenbombentreffer auf das Turmluk.Alle sechs Männer der Besatzung starben in ihrem Panzer.
"Langsam abesetzen!" befahl Hauptmann Ernst.
Schrittweise zog sich die KGr. zurück.Der Gegner war vorerst nicht in der Lage, zu folgen.
Dies war am 11.April 1945 geschehen.
Von besonderer Bedeutung sind im Verlaufe der Nord-Süd- Straßen die Brücken der Ruhrübergänge bei Langschede, Fröndenberg und Wickede. Während des letzten Krieges wurden sie im Jahre 1943 durch gewaltige Flutwellen der Möhnekatastrophe von den Fundamenten gerissen, so daß der Verkehr lange Zeit völlig lahmgelegt wurde. 1945 wurden sie bei dem Rückzug der deutschen Truppen noch einmal zerstört.
Der weitere Verlauf waren viele kleine Rückzüge bis letztendlich die Reste der Kampfgruppe in Iserlohn standen.

Da Albert Ernst im Korps-HQ bei Rafflingsen von Generalleutnant Bayerlein erfuhr,daß dieser und die Offiziere seines Stabes bereits Kriegsgefangene waren,übergab er am 16.4.1945, ein Tag nachdem auch die Panzer-Lehr-Division kapituliert hatte, die Stadt Iserlohn an Oberstleutnant Kriz. Als einzige Stadt im gesamten Ruhrkessel war Iserlohn in allen Ehren dem Gegner übergeben worden. Diese Handlung ist umstritten, er riskierte durch die Ansammlung von kriegstüchtigen Waffen ein Bombardement der Stadt. Gott sei Dank verlief diese Aktion blutfrei. Damit war der Krieg auch für die letzte Kompanie der Jagdtiger-Abteilung 512 zu Ende.

übrigens:
Nach dem Krieg übernahm Otto Carius in Herschweiler-Pettersheim die spätere "Tiger Apotheke", damals noch Hirsch-Apotheke. Hauptmann Ernst gründete in Iserlohn eine Fahrschule.


Quellen:
- "Tiger Die Geschichte einer legendären Waffe 1942-45"
- Dr. H. Röttgermann "Die Geschichte der Industrie des Wirtschaftsraumes Menden/Fröndenberg"; Herausgeber: Heimat- und Museumsverein Menden-Sauerland 2. Auflage 1952
- Willi Mues "Der große Kessel"
Youtube:
Jagdtigers Surrender at Iserlohn in 1945

Additional Hints (Decrypt)

- Erpurashaxgvba(9)=3

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)