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Bergbaumuseum Grünbach am Schneeberg Traditional Cache

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Bergkipferl: Nachdem die Dose innerhalb kurzer Zeit zwei mal verschwunden ist und ich nach Graz übersiedle, muß ich diesen Cache leider archivieren.

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Hidden : 9/6/2011
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


Auf den ersten Blick wirkt das Bergbaumuseum eher unscheinbar und klein. Spannend wird es erst, wenn man die Geschichten der Frau "Franzi" während einer Führung erleben darf.

Besucht werden kann das Museum nur im Zuge von Führungen, diese finden in den Sommermonaten jeden ersten Sonntag im Monat bzw. nach Voranmeldung statt. Nähere Infos findest du hier: www.bergbaumuseum-gruenbach.at

Hier ist die Entstehungsgeschichte zum Museum (alle Infos stammen von der Homepage):

"Am 1. Mai 1964 eröffneten unsere Eltern, Mary und Theddy Krumböck, das von ihnen erworbene Gasthaus „zum Bergmann“, das sich in unmittelbarer Nähe des Schachtes befand.
Mein Vater sammelte von da an Geräte und Werkzeuge der Grünbacher Kumpel und präsentierte seine Sammlung im
Gasthaus. Die Sammlung, die unser Vater Theodor Krumböck mit Liebe, Engagement und privaten Mitteln angelegt hat, ist seit der Schließung des Bergwerks 1965 in Familienbesitz.

Abgesehen vom persönlichen Wert ist der soziale und kulturhistorische Wert für die Region beachtlich, und überregional von ebenso großer Bedeutung ist der Wert der Sammlung auf montanem und technischem Gebiet.

Schon bald kamen viele ehemalige Bergleute mit ihren Familien und Verwandten, um "ihr Gezähe und Geleuchte", das seit kurzem Teile eines Museums war, anzuschauen. Geschichten und Anekdoten wurden dabei ausgetauscht und belebten die "Führungen".
Eine umfangreiche Sammlung von Fossilien und Abdrücken aus der Gegend ergänzten die Erinnerungen der Grünbacher Bergbaugeschichte.
Es dauerte nicht lange, da sprach es sich auch in Fachkreisen herum, welche Raritäten es bei uns zu sehen gab.

Mein Vaters starb 1987, und von da an habe ich mit meiner Mutter und dem damals gegründeten Verein: „Club der Freunde des Bergbaumuseums“ das Museum für die Öffentlichkeit erhalten.
Nach dem Tod unserer Mutter im Jänner 2007, die zwanzig Jahre lang die gute Seele des Museums und jederzeit für Besucher verfügbar war, stand ich plötzlich vor einer neuen Situation.

Heute reicht es für ein Museum nicht mehr, Gegenstände vergangener Zeiten auszustellen, sondern Museen sind heute aufgefordert, neben qualitativer Wissensvermittlung auch den Ansprüchen der Freizeitgesellschaft zu entsprechen: Das Bedürfnis, unterhalten zu werden und an einem Event teilzunehmen, muss ebenso befriedigt werden.

So habe ich ein völlig neues Konzept der Museumsführung entwickelt und mit dem Regisseur Christian Suchy realisiert.
Diese Führungen, die jeden ersten Sonntag im Monat seit Juli 2009 nur mehr in den Händen der frau franzi liegen, lassen die Besucher auf eine besonders persönliche und lebendige Art in die Welt des Bergbaus eintauchen.
Ein Vergnügen für Jung und Alt!

Marika Reichhold"

Im folgenden noch einige Infos zum Kohleabbau in Grünbach:

Grünbach gehört geologisch gesehen zu den Gossaumulden, die am Beginn der Kreidezeit entstanden sind. Durch hohe Drücke (Alpenauffaltung) und Temperaturen konnte in relativ kurzer Zeit, vor ca. 100 Mio. Jahren, Steinkohle von sehr hohem Heizwert (bis zu 6800 kCal/kg) entstehen.
Steinkohle ist im Karbon, das war vor zirka 350 Mio. Jahren, entstanden.

Die Erschließung der vierzehn Kilometer langen Flözzüge erfolgte in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts anfangs durch eine große Anzahl von selbständigen Stollenanlagen, die zusammen jedoch eine sehr geringe Gesamtproduktion erbrachte. Erst unter Miesbach und dem Schachtbau konnte die Produktion erheblich gesteigert werden.

1825: In Grünbach wird die erste Steinkohle gefunden.
Der Überlieferung nach hat sie ein Bauer beim Ackern ausgegraben und ein fahrender Schustergeselle hat erkannt, dass es Kohle ist.

1827: Eduard Wanderl beginnt im Tagbau mit 30 Mann und 7000 t jährlich. Mit Pferden wurden die Kohle nach Urschendorf geliefert und von da von den Neustädter Fuhrleuten weitertransportiert. Viele Investoren und Unternehmer kaufen jetzt Gruben an der Hohen Wand.

1845 - 1950: Unter A.Miesbach wurde mit den ersten zwei Schächten begonnen. Dem Richardschacht und Segen Gottes-Schacht, je 35 m tief. Es wurde mit Schweifhunten gefördert (Holzwagerln mit ca. 200 kg Fassungsvermögen). Diese wurden von Pferden gezogen.
Es gab noch keine Wetterführung und damit Sauerstoffmangel, kein Licht und in der warmen Jahreszeit wurde die Arbeit häufig eingestellt.

1870 - 1897: Neuer Besitzer ist die Firma Willax Lausnausky aus Wr.Neustadt. Es wurden alle Schächte um 35 m weitergeteuft, es wurde in einer Schicht gefördert und in der übrigen Zeit weiterabgeteuft. Auch kamen nun Dampffördermaschinen zum Einsatz.

1878: Richard-Schacht mit 200m
Schacht Segen Gottes mit 120m
Josefischacht mit 180m
Die Wetterführung wurde jetzt notwendig. Dafür wurde ein tonlägiger (schräger) Schacht angelegt.

1880: erstmals bohren der Schusslöcher mit Bohrmaschinen.

1881: schwerer Brand am Richardschacht. Die Gebäude und bis 200m Tiefe war alles zerstört.
Es musste neu aufgewältigt (gebaut) werden, was 1 Jahr dauerte.

1885: Erbstollen mit 2400m wurde fertig gestellt. (für die Wasserhaltung)

1897: Schneebergbahn ist eröffnet.
Neue Impulse und Transport­möglichkeiten für die Kohle. Es wurde noch immer mit Pferden gefördert.

1899: Pressluftbetriebene Arbeits­maschinen am Richardschacht.

1907: Karbidlampen ersetzen die Rüböllampen.

1908: Benzinlokomotive anstatt der Pferde.

1910: Presslufthämmer, welche sich seit dieser Zeit nicht mehr viel geändert haben.

1913: 329 m Tiefe

1915 - 1938: Firma Schöller - Mand, bekannt durch die Patronenfabrik Hirtenberg, ist neuer Besitzer.

1916: 700 m tiefes Probebohrloch für neuen Schacht.

1918: erste zweitagige Förderschalen und dadurch Steigerung der Förderung von 86.000t auf 200.000 t jährlich.

1921: Stromleitung von 16 km Länge von Ternitz nach Grünbach. Ab dieser Zeit gibt es in Grünbach elektrisches Licht.

1928: Sackstollen als Dynamitlager, Errichtung von Sicherheitsdämmen untertage, eigene Grubenfeuerwehr und Rettungsanlagen.

1934: zirka 600 m Tiefe erreicht.

1935: 1. Mannsfahrt am Neuschacht 600 m tief, am 16.Dez.

1936: absolut höchste Fördermenge von 223.240 t mit 1062 Mann bei 326.119 Schichten.

1938 - 1946: Raubbau durch F. W. Mayer-Sirius, dem neuen Besitzer.

1939: Staublunge/Silikose, verursacht durch Nassbohrung, wird erstmals diagnostiziert.

1940: erstes europäisches Bergwerk wo die ganze Mannschaft mit Kopfleuchten ausgestattet ist.
Schwere anhaltende Gebirgsdruck­probleme im Zentralschacht. Es sind andauernd Reparaturen von Nöten.

1941: Abbau bis 700 m Tiefe

1944: Abbau bis 800 m Tiefe

1945: Kampfhandlungen bis Grünbach. Deutsche Truppen wollten das Werk sprengen, was eine kleine Gruppe Bergleute verhinderte. Die 16 km lange Stromfreileitung von Ternitz war zerstört, die Pumpen fielen aus und der Grubenbau war bis zur 7. Sohle vernichtet.

1946 - 1955: USIA - deutsches Eigentum unter Sowjetverwaltung. Übernahme am 29. Juli. Nur 65.300 t Kohleförderung.

1947: 2 Jahre es gedauert,um die Wassereinbrüche abzuteufen. Die Förderung konnte wieder auf 150.150 t gesteigert werden.
Personalhöchststand mit 1179 Mann.

1949: Berge-Seilbahn zum Richardschacht mit 30 Hunte in der Stunde.

1950: Alle Kriegsschäden waren behoben, normaler Betrieb mit 1178 Mann (74 Angestellte und 1104 Arbeiter) und 160.783 t Förderung.

1953: 900 m Tiefe erreicht.

1954: Jetzt wurden auch Flöze bis 0,5 m Stärke abgebaut, die früher stehen blieben. Nach Schätzungen bemaß sich der Lagerstätteninhalt noch auf 4,5 Mio. t Kohle, womit das Bestehen des Grünbacher Kohlenwerkes auf weitere 20 Jahre gesichert erschien.

1955: Verstaatlichung und Übernahme in die ÖIAG.

1956: 3% Rückgang der Fördermenge, Investitionsbedarf von 35 Mio. Schilling wurden bewilligt.

1958: Preis von Grünbacher Steinkohle liegt höher als der von importierter.

1959: Krise des Kohlebergbaues in Österreich, Deutschland und England zeichnet sich ab.

1961: Belegschaft 750 Mann und 120.000 t Jahresförderung.

1963: Belegschaft 680 Mann.
Grünbach fördert 95,6% der österr. Steinkohle. EineBlasversatzanlage wurde in Betrieb genommen.
In der Hauptförderungsstrecke wurde der Holzbau durch Stahlausbau ersetzt.
Die Fördermittel wurden erneuert und die Stromversorgungsanalgen auf den Stand der Technik gebracht.
Die Grubenwehr erhielt moderne Atemschutzgeräte. Sämtliche im Tiefbau arbeitenden Bergleute sind mit CO-Filter-Selbstrettern ausgestattet.

1964: Sonderinvestitionsprogramm ist abgeschlossen.
580 Mann, 1142 m Tiefe, 62% der Arbeiter sind Grünbacher.

1965: 24.2. schweres Grubenunglück in 1100 m Tiefe.
Ein Schrägstollen war auf 25 Meter eingebrochen. 2 Kumpeln konnten nach 70 Stunden nur mehr tot geborgen werden. Es waren 50 Mann Grubenwehr im Einsatz.

1965: 9.7. 1000 Bergleute und ihre Familien protestieren gegen eine sofortige Schließung.

1965: 17.9. Liquidation wird mir 1. Oktober festgelegt. Den Bergmännern wurden allerlei Versprechen gemacht. Die Kumpel wollten Garantien. Als die nicht kamen, gab es den der erste Untertage-Streik. 191 Kumpeln streiken 9 1/2 Stunden unter Tag, mit Erfolg.

1965: 30.9. letzte Schicht.

1965: 1.10. Beginn mit der Liquidation.

1965: 2.10. letzter tödlicher Unfall bei den Abbrucharbeiten.

Der Untertagbau bestand aus verschiedenen Etagen, die man Horizonte nennt, die durch den Schacht mit der Förderschale zu erreichen sind. Bis zum 6. Horizont durch den Hauptschacht, danach musste man zu einem Zentralstapelschacht wechseln. Die Förderschale ist als Aufzug zu verstehen.

Horizonte sind unterirdische Gänge in gleicher Tiefe, die zusätzlich zum Hauptschacht auch an anderen Stellen verbunden sind, nämlich mit Stapelschächten (Blinschächte und „tonlägige Schächte“).

Untertag-Arbeitsweise

Um tiefer gelegen Lagerstätten zu erschließen, wird ein Schacht geschlagen, welcher einen Betonausbau oder eine Holverzimmerung erhält.

Schusslöcher werden in die Sohle mit einem pressluftbetriebenen Hohlbohrer gebohrt. Gefüllt mit dem Sprengmittel Gelantine wird das Erdreich durch die Explosionen gelockert und mit großen Kübeln abtransportiert. Der gewonnene Hohlraum wird dann nachgeputzt und ausgebaut. (Die Sohle ist die untere Begrenzung zum Boden.)

Die gewünschte Tiefe erreicht, wird rund um den Schacht ein Hohlraum „Das Füllort“ ausgebrochen und es werden dort alle notwendigen Installationen eingebaut.

Wonach mit dem Querschlag begonnen wird, einem horizontaler Stollen der durch taubes Gestein führt. Die Arbeit ähnelt dem Schachtbau, nur eben waagrecht und es wird mit Holz gezimmert.

Auf der Sohle des Querschlags werden die Wassersaige (Rinnen) und die Schienen für die Bahn angelegt. Am First (obere Begrenzung) laufen die Kabel, Pressluftleitungen und Lüftungslutten.

Kommt man im Querschlag zu Kohleflözen werden die nach dem selben Prinzip abgebaut aber eben entsprechend dem Kohlelauf.

Bei fester Kohle wurde geschossen, sonst mit Abbauhämmern unter 6 atü Pressluft abgebaut. Die Pressluftleitungen wurden unter den Firsten zu den Abbauorten geführt und von dort mit einer beweglichen Verbindung zu den Schrämhämmern.

Kohle wird von der unteren Sohle nach oben abgebaut. Bei Neigung von 40° bedarf es keiner Einrichtung, da die abgebaute Kohle von selber runter rutscht. Bei weniger als 40° helfen Emailrutschen, bei Bedarf mit Pressluftschüttlern. Daneben ist noch Platz zum Gehen. Alle Abbauorte werden ordnungsgemäß mit Holz verzimmert.

Am Abbauort wird die Kohle händisch in die Hunte verladen und von dort händisch zu den Motorstrecken geschoben. Weiters mit der Diesellok in Zügen von 10 bis 20 Hunten zu den Stapel­schächten gefahren, in der Hauptförder­strecke hochgezogen. Von dort wird die Kohle in Zügen mit Pressluftloks und 40 bis 50 Hunten zum Hauptschacht gefahren und dann zu Tage gefördert.

Obertag kommen die Hunte in die Hängebank. Dort wird die Kohle in die Kohlenwipper geleert und somit in die Sortieranlagen. Es wird händisch und maschinell sortiert.

Das taube Gestein das nicht untertage versetzt (gelagert) werden kann, wird ebenfalls zu Tage gefördert und auf Bergehalden angehäuft.

Der Vortrieb beträgt in den letzten Jahren pro Tag 2 bis 2,5 Meter in zwei Schichten.
Bei der ersten wurde geschossen (gesprengt) und sozusagen vorbereitet, die zweite Schicht schrämte und förderte Kohle.

Die Nachtschicht diente der Instandhaltung und den Reparatur­arbeiten, es war eine fixe Partie von Professionisten der verschiedenen Berufsgruppen.

Zum Heben des Caches muß das Museum nicht betreten werden, die Dose ist rund um die Uhr frei zugänglich (da sich in der Nähe Wohnhäuser befinden, würde ich allerdings von einer nächtlichen Suche mit Taschenlampen abraten).

Der Behälter ist eine 35mm-Filmdose

Additional Hints (Decrypt)

Süuerefgnaq - fvrur Sbgb

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)