
GEISTERZUG
TRAUN-ALZ
Bedarfshalt Bad
Empfing
120 Jahre – aber kein Grund zum Feiern
:-(
… so alt
wurde heuer die Traun-Alz-Bahn. Am 31.08.1891 eröffnete der
Streckenabschnitt Traunstein-Trostberg.
Die Bahnlinie
diente hauptsächlich zur Anbindung der
Großbetriebe im südlichen Raum des Bayerischen Chemiedreiecks in
Trostberg, Tacherting und Garching a.d. Alz/Hart sowie des
Anlagenbauers Linde AG.
Im Jahr 1942 kam
dann eine Stichstrecke (Nebenast) zur Heeresmunitionsanstalt (MUNA)
St. Georgen dazu, an deren Stelle heute die nach dem Krieg
entstandene Stadt Traunreut liegt. Auf dieser Strecke fuhr 1952
auch der erste Personenzug, dieser wurde aber bereits 1963 wieder
eingestellt und wurde ausschließlich von Güterzügen befahren um die
ansässigen Werke der BSH Bosch und Siemens Hausgeräte und
Heidenhain zu versorgen. Erst im Jahre 2006 mit dem Fahrplanwechsel
im Dezember wurde die Strecke über Hörpolding nach Traunreut
reaktiviert.

Aber warum kein
Grund zum Feiern? 120 Jahre sowie eine Verbindung zwischen den zwei
größten Städten des Landkreises sollten doch eine Erfolgsgeschichte
sein! Mitnichten! Die Bahnstrecke steht für den Personenverkehr
kurz vor dem Aus. Die Bayerische Eisenbahngesellschaft droht, den
Zugverkehr einzustellen. Mit nur 300 Fahrgästen pro Werktag gehört
die Strecke zu den schwächsten nachgefragten Bahnlinien in Bayern.
Obwohl wirtschaftlich gesehen konsequent wäre für die Politik die
Einstellung des Zugverkehrs eine Bankrotterklärung für den
ÖPNV.
Aber woran liegt
es? Da gibt es vielerlei mögliche Gründe. Da kommt zum einen die
schlechte Infrastruktur gegenüber dem parallel verlaufenden
Busverkehr, zu dem der Umweg über Hörpolding gehört ebenso wie die
vielen Geschwindigkeitsabbrüche wegen der vielen unbeschrankten
Bahnübergänge, an denen aber Landwirte und Gemeinde strikt
festhalten wollen. Wer möchte schon an Bahnübergängen 20 km/h
fahren während nebenbei der Bus mit 80 km/h vorbeifährt? Aus meiner
persönlichen Sicht ist auch das geringere Haltestellenangebot ein
weiterer Grund.
So steht
letztlich in ihrem 120igsten Jahr die Strecke vor dem Ende, da
helfen auch der Einsatz neuer Triebwagen, der günstige Fahrpreis
und große Jubiläumsfeiern mit Sonderzügen und Wetten (wird der
Sonderzug mit 120 Leuten gefüllt dürfen alle Bürger das
Traun-Alz-Netz in der letzen Ferienwoche im Sommer frei
nutzen).
Noch einige wichtige
Hinweise:
-
Die
Cachelocation befindet sich in Nachbarschaft zu Bahnanlagen. Diese
sind zwar weder hochfrequentiert noch fahren die Züge sehr schnell,
dennoch sei gesagt das zu KEINER Zeit die Notwendigkeit besteht,
die Gleise zu betreten oder sich in irgendeiner Form in Gefahr zu
bringen!
-
Zum
Finden des Caches muß zu KEINER Zeit an irgendwelchen Bahnanlagen
rumgefummelt, geschraubt oder gewerkelt werden noch müssen diese
überhaupt inspiziert werden !!!
Viel Spaß beim Suchen!