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Heckengäuer Earthcache #1 EarthCache

Hidden : 9/12/2011
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:



Verborgene Horizonte - Böden im Heckengäu

Boden ist nicht gleich Boden. An drei Stationen mit offenen Gruben erhaltet ihr hier Einblicke in die unbekannte Unterwelt des Heckengäus:
Bodenaufbau, Eigenschaften, Nutzung und Landschaft.

Bei einem kurzen Spaziergang findet ihr hier:
1. den tiefgründigen Boden eines ehemaligen Ackers
2. den flachgründigen Boden einer trockenen Wacholderheide
3. den Boden einer Feuchtwiese

Bitte beantwortet an jeder Station die entsprechenden Fragen und sendet mir die Antworten per Nachricht über die Funktion bei geocaching.com oder an geocaching@vaahsen.de. Innerhalb von max. 48 Stunden erhaltet ihr eine Antwort von uns. Biite loggt erst NACH der Freigabe von uns. Andere Logs werden von uns kommentarlos gelöscht - wir bitten da um Verständnis.

An den Koordinaten des Earthcaches befinden sich ein Parkplatz, den ihr prima als Ausgangspunkt für die QtA nutzen könnt.

Dieser Weg ist Bestandteil des 20km langen Erlebnispfad Heckengäu, den ihr euch näher hier anschauen könnt.

Braunerde - Terra fusca (Station 1):
Bis Ende des 2. Weltkrieges war in Lehenweiler Ackerbau weit verbreitet - auch an diesem Standort. Im Bodenprofil ist die frühere Ackernutzung durch die gleichmäßige Verteilung des dunkelgefärbten Humus im Oberboden sichtbar.
Charakteristisch für das Gebiet des Oberen Muschelkalks ist ein Wechsel von flachgründigen, steinigen Böden aus Kalkstein mit tiefgründigeren Lehmböden.
Stellenweise haben sich wie hier tiefere Böden erhalten. Durch Lösungsverwitterung hat sich über Jahrmillionen Kalkwitterungslehm gebildet. Überlagert wird er durch eine dünne Schicht von Löss, einer eiszeitlichen Staubanwehung.

Dieser gelbbraune Boden heißt Braunerde - Terra fusca. Trotz seines hohen Tongehaltes besitzt er relativ günstige Eigenschaften für den Bodenwasser- und Bodenlufthaushalt und die Durchwurzelbarkeit.

Frage 1: Als was wird dieser Boden heute genutzt?
Frage 2: Wenn ihr euch den Querschnitt genau anseht, werdet ihr feststellen, dass im oberen Bereich der Boden recht locker und nicht so steinig wie unten ist. Worauf deutet das hin?

Braunerde - Rendzina (Station 2):
Hier ist die Bodenentwicklung durch eiszeitliche Vorgänge wie Bodenfließen und Lössanwehungen geprägt- Der Muschelkalk-Hangschutt bis in den Unterboden vermischt mit Lösslehm, gibt Zeugnis von diesen Ereignissen.

Bodenfließen - während der Eiszeit war der Boden ganzjährig gefroren. In den Sommermonaten taute nur die oberste Bodenschicht auf. Es entstand ein Bodenbrei der sich schon bei leichtem Gefälle hangabwärts bewegte. Typisch für diese Fließerden sind die in Fließrichtung eingeregelten Steine.

Der hohe Steingehalt dieses Bodens schränkt den Wurzelraum und die Wasserspeicherfähigkeit stark ein. Ackerwirtschaft ist an solchen Standorten nicht möglich. Wie hier an diesem Hang wurden die steilen, südexponierten Hänge als Schafweiden genutzt und bringen so die für das Heckengäu charakteristischen Wacholderheiden hervor.
Wacholder, Schlehe, Silberdistel und Enzian wie auch eine Vielzahl wärmeliebender Insekten sind typisch für diesen einzigartigen Lebensraum.

Frage 1: Aus welchem Oberhang welchen Berges kam die ständige Nachlieferung von Hangschuttmaterial?
Frage 2: Schaut euch die Oberschicht genau an. Woran liegt es, dass die enthaltenen Steine quasi in eine Richtung zeigen?

Quellen - Gley (Station 3):
Die kleine Quelle zeigt:
Hier steht das Grundwasser knapp unter der Bodenoberfläche. Über einer undurchlässigen Schicht im Untergrund sammelt sich Sickerwasser aus den umliegenden Hängen.

Quellengley - Tiefgründiger grundwasserbeeinflusster Boden aus schluffreichem Oberbodenmaterial (Löss) der umliegenden Hangbereiche.
Rostfleckiger Oxidationshorizont über gebleichtem, grauem ständig wassergesättigtem Reduktionhorizont.

Im Grundwasser gelöste Eisenverbindungen wandern mit dem kapillar aufsteigendem Wasser nach oben. Beim Zusammentreffen mit Luftsauerstoff werden die Eisenverbindungen oxidiert und als rotbraune Eisenoxide ausgefällt.

Die tiefer liegenden Horizonte sind ständig wassergesättigt. Dadurch wird der Sauerstoff aus den Poren verdrängt und es kommt zu Reduktionsprozessen, die sich in grauen, gebleichten Farben ausdrücken.

Frage 1: Wofür sorgen die Bodenorganismen im Oberboden des Quellen - Gleys?
Frage 2: Schaut in die Röhre an dieser Station. Was seht ihr darin und was bedeutet dies?

Ferner würden wir uns natürlich unheimlich freuen, wenn wir an einer der Station ein Bild von euch und/oder dem GPS macht und da in eurem Log postet.

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