Laut den Bieberer Kirchenbüchern soll um 1677 der Meister Heinrich
Fleckenstein eine Glashütte bei Lützel betrieben haben, während
1680 der Glasmacher Johann Schumb und 1701 Johann Sebastian Göbel
ebenfalls mit einer lützeler Hütte in Zusammenhang gebracht
werden.
So könnte am Nordhang des Glasbergs eine der Glashütten zusammen
mit mehreren nicht winterfesten Gebäuden gestanden haben. Dieser
mögliche Standort der Glashütte liegt in der Nähe der
Hauptverkehrsstraße "Birkenhainer Straße", an einer zur
Wasserversorgung günstigen Quelle, umgeben von Wald, der zur
Holzversorgung gerodet wurde. Nach sieben bis zehn Jahren war das
Holz jedoch verbraucht und der Hüttenplatz wurde wieder
verlegt.
Die wenigen bisher gefundenen Scherben, die in der damaligen Zeit
zu den Raritäten gezählt haben könnten, weisen zum Teil tiefblaue
Färbungen auf. Dabei deutet ein Scherbenstück von nur 1 mm Dicke
auf ein von Glasbläsern gefertigtes Hohlglas hin. Ein, mit einer
kleinen Dreiecksnuppe versehenes Scherbenstück lässt dagegen auf
ein mit Nuppen übersätes Trinkglas schließen. Zusätzlich konnten
zwei gefundene Metallstücke als Teile von Glasmacherpfeifen
identifiziert werden.
Quellen:
(1) Helga Koch: "Die Glashütte von Lützel" in Linsengerichter
Geschichtsblätter 03/94;
(2) Ralf Weppler: "Glashütten im Nordspessart und im Gerichtswald
Altenhaßlau" in Linsengerichter Geschichtsblätter 5 + 6/2004;
In dem Cachebehälter möchten wir
gerne neben Trackables nur gläserne Gegenstände tauschen, die
jedoch bitte nicht scharfkantig sein sollten!
Für den Bonuscache „Geschichte und Geschichten im
Gerichtswald“ GC3355H notiert Euch die Ziffer "E" im Deckel
des Cachebehälters.