DER HÜTTENMOPS BEI SCHMIEDEBERG
(Mündliche Überlieferung, Quelle: Sagenbuch des östlichen Erzgebirges)
An dem Huthause bei Obercarsdorf, beim Stolln an der Naundorfer Brücke,
und in Schmiedeberg sind schon viele von einem gespenstischen Hunde,
welcher der Hüttenmops heißt, erschreckt worden. Der Hüttenmops erscheint auch in Olbernhau,
Oberneuschönberg, Rothenthal, Grünthal und Umgebung. Er heißt dort meist
„Hüttenmatz oder Hüttenmutz“. Die ihn gesehen haben, beschreiben ihn als einen großen,
schwarzen Pudel mit feurigen Augen, der des Nachts umherstreicht, ja zuweilen sogar
auf Bäumen angetroffen wird. Gesagt wird weiter, dass der Hüttenmops ein böser Geist sei.
Einst ist er einem ruhig dahin schreitendem Fleischer auf den Rücken gesprungen,
und trotz allen Schüttelns, Betens und Fluchens konnte ihn der Mann nicht wieder herunterbringen,
bis er vor seiner Tür angelangt war, wo das Gespenst mit einem höhnischen Geschrei verschwand.
Der Fleischer aber starb nach drei Tagen.
(Vor einigen Jahrzehnten brachte die „Weißeritz-Zeitung“ ein Gedicht „Der Hüttenmops von Pöbel“.
Darin wird erzählt, wie der Hüttenmops von den Klängen einer neuen Zeit,
dem Rollen der Eisenbahn und dem Lärm des Schmiedeberger Eisenwerks vertrieben worden sei.
Er sei geflohen, zumal man ein Gasthaus auf dem alten Gemäuer errichtete, worin er gehaust habe.
Anscheinend ist damit die Ruine eines alten Niederpöbler Hüttenwerks gemeint.
Das Gedicht schließt mit den vielsagenden Worten:
"Der arme Teufel spukt nicht mehr - Ein neuer Geist zerstob die Mär").
Zusätzlich wurde mir freundlicher Weise von „MooseDD“ ein wunderschönes Gedicht gesendet.
Natürlich auch mit freundlicher Genehmigung des Autors
Günter Kaulfuß aus
"Mein Schmiedeberg - Eine Liebeserklärung an die Heimat"
Viel Spaß beim Lesen und vielen Dank an „MooseDD“ und Günter Kaulfuß!!!
DER HÜTTENMOPS
Ging ich vorbei am Hammerhaus
da hat es mich gegraust,
denn dort hat vor langer Zeit
der Hüttenmops gehaust.
Ich dachte mir, der lebt wohl noch,
und kann sich gut verstecken
und wird vielleicht mich armen Bub
gar fürchterlich erschrecken.
Er hat in seiner großen Zeit
gar manchen Streich verzapft.
Was mach ich, wenn er immer noch
um´s Hammerhäus´l stapft?
Da lief ich lieber schneller
und machte ungelogen
um das verflixte Hammerhaus
´nen riesengroßen Bogen.
Sonst flöge wohl mir armen Tropf
noch ein Hammer an den Kopf.

NUN ABER ZUM CACHE:
Parken solltet ihr bei N 50° 50.419 E 013° 40.378.
Die oben angegebenen Koordinaten führen euch zu dem sogenannten „Hammerhaus“.
Damals, in der Grundschule, habe ich gelernt, dass der Hüttenmops hier hauptsächlich
sein Unwesen in Schmiedeberg trieb! Auf der NW-Seite seht ihr einige Dinge:
Wie viele Hämmerwerkzeuge könnt ihr an dieser Hausseite sehen(A)?
Wie viele Fenster befinden sich NUR AN DIESER EINEN HAUSWAND(B)?
Und wie viele Personen sind dort abgebildet(C)?
Mit diesen Informationen könnt ihr folgende Rechnung lösen:
N 50° 50 . (A) (A) (B+2C) E 013° 40 . (2C) (A-C) (B+2C)
Nun könnt ihr euch zum alten Unterschlupf des Hüttenmopses begeben und dort das Final suchen.
Um gut dort hin zu gelangen nutzt ihr am besten die Bahnschienen oberhalb des Hauses.
Da die Weißeritztalbahn wieder fährt, schaut euch den Fahrplan an und gebt bitte Acht!
Die Final-Location lässt leider keine tiefgehenderen Erlebnisse zu, aber es reicht aus um den Cache
wenigstens winterfest zu machen. Passt auf das ihr euch hier nicht den Kopf oder so stoßt!
Dann viel Spass und lasst euch nicht vom Mops erschrecken…