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F!NDLiNGS°GARTEN

A cache by Czerkus Send Message to Owner Message this owner
Hidden : 10/11/2011
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size: not chosen (not chosen)

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Geocache Description:


F!NDLiNGS°GARTEN
Mitten im Möllner Wildpark gibt es eine Sammlung an Findlingen zu betrachten. Während der Eiszeit wurde das Gesteinsmaterial in ganz Skandinavien von den Gletschern abgetragen und als "Leitgeschiebe" mitgeführt. Vor etwa 10.000 Jahren schmolzen die letzten Gletscher in der Region des heutigen Kreis Herzogtum Lauenburgs ab.




Ein Findling, auch Erratischer Block oder Erratikergenannt, ist ein heute meist einzeln liegender sehr großer Stein,  der durch Gletscher während der Eiszeiten in seine heutige Lage verdriftet (transportiert und abgelegt) wurde. Die Grenze zwischen Findlingen und den kleineren Geschieben zieht man bei einem Volumen von einem Kubikmeter.

Ein Gletscher als fester Körper sortiert das Material (Moräne), welches er befördert, nicht. Das gilt sowohl für die Abtragung, den Transport als auch für die Ablagerung (Sedimentation). Die Abtragung großer Gesteinsbruchstücke geschieht entweder durch die Aufnahme bereits gelockerter Steine, wenn der Gletscher sie überfährt oder aber durch das Anfrieren und Herausbrechen von Blöcken am Gletschergrund. Letzteres geschieht vor allem an Leehängen von Rundhöckern. Als festem Körper ist es dem Gletscher ohne weiteres möglich, Material von der minimalen Korngröße der Tonminerale bis hin zu Brocken von über tausend Tonnen Masse zu bewegen.

Ablagerungen, die direkt vom Eis abgesetzt werden, sind unsortiert und meist auch ungeschichtet. Im deutschsprachigen Raum hat sich dafür die Bezeichnung Geschiebemergel durchgesetzt. Der Geschiebemergel enthält zwar deutlich mehr Feinmaterial (Ton, Schluff, Sand und Kies), dennoch kommen immer wieder größere und große Steine vor. Von einem Findling spricht man aber erst dann, wenn er an der Erdoberfläche offen zu Tage tritt.

Findlinge finden sich im skandinavischen Vereisungsgebiet meist innerhalb von Grundmoränenlandschaften.Bei großen Findlingen handelt es sich im nördlichen Mitteleuropa meist um magmatische Gesteine wie Granit, oder um metamorphe Gesteine. Sedimentgesteine sind auf Grund ihrer Widerständigkeit deutlich seltener. Quelle: Wikipedia


Findling mit Klimaspuren...
Findling aus Groß Pampau mit Klimaspuren...

Eine Reihe der Steine dieses Findlingsgartens weisen Spuren bzw. Merkmale auf, die unterschiedliche (klimatische) Ursachen haben, z.B. durch "Detersion". Diese bezeichnet die abschleifende Tätigkeit eines Gletschers, der sich über einen Gesteinskörper hinwegbewegt. Als Synonym wird auch der Begriff "Gletscherschliff" verwendet, wobei letzterer Begriff auch das Resultat der Detersion bezeichnet.
Durch das Gleiten des sich bewegenden Eises wird der Untergrund erodiert ("abgenagt"),
obwohl das Eis viel weicher als das Gestein ist. Die schleifende bzw. glättende Wirkung entfaltet sich durch das mitgeführte Schuttmaterial (Moräne). Dabei werden die typischen Gletscherschrammen (Kritzung) erzeugt. Durch das gegenseitige Aufmahlen von Steinen der Grundmoräne und des Felses entsteht Gletschermehl, welches als Schwebfracht mit den Schmelzwässern abtransportiert wird. Quelle: Wikipedia

Andere Findlinge sind so genannte "Windkanter". Dies sind Gesteine, die durch vom Wind transportierten Sand zu charakteristischer, oft kielartiger Form geschliffen wurden (Windschliff). Windkanter entstehen entweder aus Gesteinsbruchstücken, die aus dem Gesteinsverbund bereits herausgelöst wurden oder aus größeren Partikeln, die in Lockergesteinen (z. B. Sand oder Kies) eingebettet sind. Sie werden durch die Korrasion ("Schliff") des Windes mechanisch bearbeitet. Der Sand wird aufgewirbelt und wirkt am Gesteinsstück als Schleifmittel. Die der vorherrschenden Windrichtung zugewandte Seite des Steines (Luv-Seite) wird abgeschliffen und geglättet, während die dem Wind abgewandte Seite (Lee-Seite) weitgehend unverändert bleibt. Dabei entstehen mehr oder weniger scharfe Grate oder Kanten. Windkanter aus Gesteinen
geringer Härte können schon in wenigen Jahrzehnten entstehen. Nach Anzahl und Ausbildung der Schliffflächen unterscheidet man Einkanter, Zweikanter und Mehrkanter; sehr häufig sind aber auch unregelmäßige Formen. Mehrere Kanten bilden sich aus, wenn:
  • Winde aus verschiedenen Richtungen den Stein von verschiedenen Seiten her abschleifen
  • der Stein im Laufe des Prozesses ein- oder mehrfach seine Lage veränderte
  • im bearbeiteten Stein vorgezeichnete Strukturen herausmodelliert werden
Windkanter entstehen fast ausschließlich in vegetationsarmen oder -freien Gebieten (Wüsten). Je nach den herrschenden Klimabedingungen kann es sich dabei um Trocken- oder Kältewüsten handeln. Auf Grund späterer Klimaänderungen (z.B. Erwärmung am Ende der Eiszeit) können Windkanter aber auch als Reliktin Gebieten auftreten, in denen sie heute nicht mehr entstehen würden. Daher sind Windkanter zum Beispiel in den Moränenlandschaften Norddeutschlands, das während der jüngsten, der Weichsel-Eiszeit eine Kältewüste oder -steppe war, sehr weit verbreitet. Da es sich bei den Windkantern dort ebenfalls um eiszeitliches Geschiebe handelt, spricht man auch von windgeschliffenem Geschiebe. Quelle: Wikipedia

Der oben abgebildete Findling hat seine besonderen Merkmale (Form) jedoch durch einen weiteren "Klima-Prozess" erlangt, der vor Ort recherchiert werden kann. Wer nicht nur die Lösung zur Beantwortung der Frage sucht, sondern weiteres Interesse hat, kann sich beim "Grundlosen Kolk" (ebenfalls im Möllner Wildpark) ein genaueres Bild davon machen, was mit diesem Findling vor etwa 14.500 Jahren passiert sein muss.


Um den Earthcache zu loggen,
müssen nachfolgende Fragen beantwortet werden bzw. Bedingungen erfüllt sein:



1) Nach welcher Provinz Schwedens ist der größte der hier aufgestellten Granit-Findlinge (Plutonit) benannt?

2) Wieviele Millionen Jahre alt ist dieser größte Findling?

3) Neben Plutonit gibt es hier noch vier weitere Gesteinsarten - welche?

4) Finde den jüngsten (hier ausgewiesenen) Stein! Wie lautet dessen Name, wie alt ist er?

5) Suche den oben abgebildeten Findling aus Groß Pampau (Fundort) mit den Klimaspuren auf.
     Wodurch genau sind die Klimaspurendort entstanden? (Nicht raten. Vor Ort recherchieren!)

6) Suche je einen Findling,
    der Klimaspuren durch Windschliff
(Windkanter) aufweist
und einen
    der Klimaspuren durch Gletscherschliff hat.
    Welche unterschiede kann man sehen, welche kann man fühlen?
    Beschreibe dies mit eigenen Worten!

7) Optional  bitte ich darum, Fotos von euch im Findlingsgarten mit dem Log hochzuladen!
Vielen Dank.

Die Antworten finden sich nicht im Internet.
Zum Lösen der Aufgaben müsst ihr den Findlingsgarten persönlich besuchen. Viel Erfolg!


Die Antworten schickt mir bitte über meinen GC-Account:

Danach dürft ihr den Earthcache direkt loggen!
(Sollte etwas nicht korrekt sein, wende ich mich an euch...)



Der Möllner Wildpark ist kostenfrei zugänglich und finanziert sich über Spenden. Wer mag, kann einen entsprechenden Obolus in eine der an den Eingängen stehenden "Eulen" tun. Die Tiere und die Möllner werden es euch danken. Den Kontakt zum Wildpark zum Wildpark mit dem Hinweis auf freien Zugang findet ihr hier:
Wildpark Mölln

Um die Tiere nicht zu stören, geht bitte nur bei Tageslicht in den Park. Nehmt euch etwas mehr Zeit mit, denn dieser Ort ist sehr interessant, informativ und erholsam. Die Wege sind gut ausgebaut. Bitte benutzt sie nicht nur, sondern verlasst sie auch nicht!!! Kinderwagen sollten gar kein Problem sein, auch im Rolli müsste der Earthcache (ggf. mit Unterstützung einer zweiten Person) zu erreichen sein!

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