Am Abfall
Abfall wird von den Einheimischen dieses Bärastauwehr genannt.
Mit diesem Stauwehr wurde bis vor wenigen Jahren die Bära aufgestaut und das Wasser durch den Bärakanal in das Bärakraftwerk geleitet.
Die Stadt Fridingen war eine der wenigen Gemeinden, die dem 1911 gegründeten "Gemeindeverband Überlandwerke Tuttlingen" nicht gleich beitrat. Während der Gemeindeverband einen Stromliefervertrag mit dem Kraftwerk Laufenburg abschloß, wollten die Fridinger ihre eigene Versorgung. So kam der Gedanke auf ein eigenes Kraftwerk zu bauen. Dazu bot sich die Stadtmühle an, die bis dahin mit sieben Wasserrädern betrieben wurde (wurde 1973 abgebrochen).Bereits 1912 war die Planung so weit gediehen, daß sich Firmen um die Bauausschreibung bewarben. Schließlich scheiterte das eigene Kraftwerk an der Finanzierung. 1913 trat die Stadt Fridingen dann doch dem Gemeindeverband bei. Diesem verpachtete sie die Wasserrechte an der Bära und den nötigen Bauplatz.Der Gemeindeverband übernahm nun den Bau des Bärakraftwerkes, das 1915 in Betrieb ging. Gespeist wurde nur das Ortsnetz Fridingen. Erst 1920/21 baute man die Verbindungsleitung nach Tuttlingen. Mittlerweile stehen die Turbinen (vermutlich aus wirtschaftlichen Gründen) jedoch still, der Kanal wächst zu und auch am Abfall ist die ferngesteuerte Schaltanlage außer Betrieb!
Viel Spaß beim Suchen wünschen die Schwerttraeger.