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Schule ist aus: Bauruine Waldbröl Traditional Cache

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eigengott: Da hier keine Wartung durch den Owner durchgeführt wurde, archiviere ich das Listing.

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Hidden : 3/23/2012
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:

Lange Hose und feste Schuhe sind hier nötig. Wenn die Pflanzen größer sind, würde ich auch lange Ärmel empfehlen.

16.04.2015:
Die Dose musste wieder Umziehen! Diesmal etwas weiter weg, aber immer noch auf dem Bereich der unvollendeten Schule.
Das ist jetzt das letzte Versteck.

17.06.2012:
Als ich die Informationen fand, dachte ich an meine Schul-Serie und nicht viele politische Kommentare der Finder. Es erschreckt mich, daß in einem Log schon gesagt wird, diese Kommentare wären obligatorisch.
Hiermit bitte ich alle darum, jeden politisch orientierten Kommentar zu unterlassen! Ich wollte die Aufmerksamkeit auf die Schule und das große Bauprojekt legen und nicht auf die braune Geschichte Deutschlands.

Die Bauruine der Adolf-Hitler-Schule in Waldbröl

   Der Anfang der Großbaustelle, eingerichtet 1938, ist schon gleich nach dem evangelischen Gemeindehaus am Wiedenhof mit den Bruchsteinmauern und dem Eingang zum alten Friedhof zu sehen. Grund dafür ist die Zufahrtsstraße zur Baustelle, die erst einmal angelegt werden musste. Bis dahin gab es keine vernünftige Zufahrtsstraße.

   Das Gebäude am Kreisel (bei Parkplatz 1), heute ein Schullandheim, beherbergte die Bauleitung des Architekten. Es sollte später wieder entfernt werden.
Das gesamte Projekt war auch als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme gedacht, da die Arbeitslosigkeit ein zentrales Problem Waldbröls und des ganzen Landes war. Es arbeiteten zeitweise mehrere hundert Arbeiter, unter anderem im Tiefbau, Beton- und Hochbau, vor allen Dingen an den Bruchsteinmauern und in der Baustellenversorgung.
In der Mitte war der angedeutete Treppenaufgang zu der Freifläche mit den beiden Bruchsteinsäulen. In der zweiten Reihe waren die Mauern auch schon mit Bruchsteinen verkleidet.
Fertig war auch schon ein Teil der Freitreppe und der seitlichen Betontreppen, die den Platz einrahmen sollten.
Auf diesem Plateau wurde auch der Grundstein am 15. Januar 1938 gelegt. Bei dieser gigantischen Feier mit damals führenden Vertretern von Partei und Staat, mit Ehrenpforten, Rundfunk-Übertragungen und Filmaufnahmen überreichten zwei Waldbröler Mädchen Blumensträuße.

Die Baustelle "Adolf-Hitler-Schule" hatte zwei geplante Bauabschnitte:

1. Die Kreisburg, die neben dem Bauleitungsgebäude geplant war. Ursprünglich sollte sie auch eine Kader-Schule sein, später ein repräsentatives Verwaltungsgebäude, vielleicht für den ganzen Oberbergischen Kreis.
Modell der Kreisburg

2. Die Adolf-Hitler-Schule mit dem zentralen Portal, mit den Treppen, Plätzen und Gebäuden für ca. 480 Schüler. Diese Schule sollte vor allem nationalsozialistische Führungskräfte heranbilden, damals also eine "Elite-Schule".
Modell der Adolf-Hitler-Schule

Für die ganztägige Betreuung und Unterbringung im Internat war ca. eine Lehrkraft pro Schüler vorgesehen. Vor allem die Bereiche des Sports (Sportplatz, Turnhalle, Hallenbad und Freibad) waren sehr aufwändig geplant.
Die Adolf-Hitler-Schule Waldbröl war bereits gegründet, und zwar in der Drachenburg in Königswinter.

   Mit Beginn des Krieges wurden die Arbeiten teilweise eingestellt. Bei den anfänglichen Erfolgen gegen Polen, Frankreich usw. dachte man wohl, dass es bald weitergehen würde. Auch während des Krieges war die Bauleitung noch präsent, um Abrechnungen zu erledigen. In der Kantinenbaracke war eine Textilfirma ausgelagert worden. In den letzten Kriegstagen brannte die Baracke vollständig aus.

   Nach Kriegsende ließen die zurückflutenden Truppen überall eine Anzahl von Wehrmachtsfahrzeugen zurück. Nach Kriegsende wurde alles, was brauchbar erschien, abmontiert, gestohlen oder zerstört. Einige Leute bauten sich Behelfsheime und Notunterkünfte auf das Gelände. Die Natur holte sich später mit Birken und Weiden die zerstörte Landschaft zurück.

   Alles Vorhandene geht langsam zu Grunde. Die ca. 700 m lange Stützmauer aus Grauwacke mit Plattenabdeckungen aus Lindlarern Steinplatten, die früher ganz sichtbar war, musste zu ihrer Erhaltung mit einer Betonabdeckung versehen werden.

   Im Volksmund heißt die Mauer heute noch: "Hitler-Mauer", "Klage-Mauer" oder auch "Friedensmauer", denn seit einigen Jahren trägt die Mauer als Ausdruck des Friedenswillens unserer Zeit die Aufschrift: "Nie wieder Krieg!". Der Schriftzug wurde erstmals 1982 angebracht und in einer Aktion der Gesamtschule 2001 erstmals renoviert und neu aufgebracht.

(Text und Bilder: waldbroel.de)


zum Cache:
Alle, die an dieser Stelle noch den Mauerblick kennen, wissen, daß es hier zu bestimmten Tageszeiten sehr muggelig werden kann.
Das Versteck habe ich so gewählt, daß ihr euch durch die Mauer zur Straße hin geschützt seid. Deshalb ist der Cache von der Straße aus nicht direkt zu erreichen.
Aufgrund der erhöhten Muggelanwesenheit (Jugendliche an der Mauer und Kinder vom Schullandheim) ist es wieder ein Micro. Da dies die 3. Dose ist, wird es auch dabei bleiben.

Der gesamte bewaldete Bereich der Kreisburg ist mit Trampelpfaden durchzogen, so daß es von beiden Parkmöglichkeiten relativ einfach ist, den Weg zu finden.
Geht von Parkplatz 2 aus auf die Koordinaten zu, bleibt aber auf dem Weg, bis ihr an eine kleine Kreuzung kommt (nach links ein Weg, rechts ein Hinweis für den Bergischen Panoramasteig ).
Hier rechts rein und zwischen den kleinen Buchen durch, dann solltet ihr einen Trampelpfad nach rechts erkennen können.



Dies ist eine Idee zum Start einer neuen Serie, die sich mit ehemaligen Schulen befaßt und auf keinem Stammtisch beschlossen wurde. Die Idee ist ganz allein auf meinem (Leigh_107) "Mist" gewachsen.
Wer ein solches Gebäude kennt, darf sich gerne daran beteiligen. Sollten Informationen zur Geschichte des Gebäudes vorhanden sein, wäre es schön, wenn diese im Listing geteilt werden. Weder dies noch Bilder sind Pflicht, auch nicht diesen Text mit anzufügen (keiner mag wohl das "Bla bla", das bei den Kirchen zu finden ist. Und wie ich erfahren habe, ist das auch nicht mehr erwüscht.).
Das einzige, worum ich bitte, ist, den Titel mit "Schule ist aus:" und der Ortsangabe als Gemeinsamkeit beizubehalten, als Erkennungszeichen der Serie.

Additional Hints (No hints available.)