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Alte Ziegelscheune Traditional Cache

Hidden : 11/16/2011
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
3 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:

So, das ist er: mein erster selbstgelegter Cache. Ich hoffe er wird gut angenommen. Mit dem Auto könnt ihr am Anfang der Straße auf dem großen Parkplatz parken. Bleibt mir eigentlich nur noch euch viel Spaß zu wünschen und euch um Feadback zu dem Cache zu bitten, damit ich meine nächsten Caches verbessern kann oder, falls die Kritik vernichtend ausfällt, euch weitere Caches von mir erspar ;-)


Update 2012-01-24
Die Terrainwertung bezieht sich auf den Assistenten von geocaching.com. Im Winter ist es erheblich leichter ran zu kommen, im Sommer steht das Gestrüpp teils hüfthoch und es wimmelt nur so vor Mücken.

Informationen über den Ort (Aus "Beiträge zur Geschichte der Stadt Dommitzsch" des Dommitzscher Geschichtsvereins Teil 1)

Die reichen Ton- und Lehmvorkomemn bei Dommitzsch erlaubten auch die Herstellung von Ziegelsteinen. So nennt der Chronist Röder eine "alte Ziegelscheune am Eingang zur Heide Labaun, bei den Weinbergen gelegen". Sowohl weiße als auch rote Ziegel wurden in dieser Ziegelei hergestellt und fanden schon beim Bau der Marienkirche, 1443-1493, Verwendung. Als diese Ziegelei eingegangen war, wurde am "Schwarzen Wasser" eine neue "Commun-Ziegelscheune" errichtet und von der Stadt verpachtet. Das Holz für den Brennofen erhielt der Pächter früher unentgeltlich aus dem Stadtforst Labaun, für jährlich drei bis vier Brände. Als Gegenleistung konnten Dommitzscher Bürger, preisgünstiger als Fremde, ihre Ziegel von der Ziegelei erwerben.

1802 errichtete der Mauerermeister Lempe in der Komturheide ebenfalls eine Ziegelei. Dazu stellte ihm der damalige Commendebesitzer: "ein Stück Land mit Feld zu 3 Scheffel Aussaat und einen Distrikt zum Lehm graben", in der Nähe des Vorwerkes zur Verfügung. Wie lange diese Ziegelei bestand ist nicht bekannt.

Die Ziegelscheune am Schwarzen Wasser wurde im 30jährigen Krieg vernichtet. Lange Jahre lag sie wüst, bis im Jahre 1677 die Stadt einen Vertrag mit einem Betreiber abschloß. Dieser, der Kurfürstliche Kammerjunker Hans Ludwig von Hundt auf Pratau, wollte die Ziegelscheune, mit Unterstützung der Stadt, wieder aufbauen, 40 Öfen Steine brennen und dann die Ziegelei an die Stadt zurückgeben. Die Stadt sollte Bau- und Brennholz aus dem Labaun liefern und bei den Aufräumarbeiten helfen. Für die Hilfe versprach von Hundt der Stadt 8000 Ziegel für Communalbauten und den Verkauf billiger Ziegel an die Bürger, "das Hundert zu 7 Groschen".

Nachdem von Hundt die Ziegelscheune zurückgegeben hatte, wurde diese nun alle 3 bis 6 Jahre an den Meistbietenden verpachtet. Oft gab es Schwierigkeiten, wenn sich kein Pächter fand oder dieser seinen Verpflichtungen nicht nachkam. Als die Schweden im Jahre 1705 der Stadt eine "Contribtution" von 14000 Talern auferlegt hatten, mußte die Stadt Geld aufnehmen. Als Unterpfand wurde u.a. auch die Ziegelscheune gegeben. Am 11. September 1802 brannten die Ziegeleigebäude ab. Die nächste Verpachtung wurde erst 1830 vermerkt. Zu dieser Zeit wurden jährlich 4 Brände durchgeführt. Je Brand konnten 20000 Mauerziegel, 20000 Dachziegel und dazu noch "Forstziegel" gefertigt werden.

Wegen der laufenden hohen Reparaturkosten sollte 1835 die Ziegelei verkauft werden, zum anberaumten Termin erschien jedoch kein Käufer. Auch in den folgenden Jahren wurde mehrfach der Verkauft angestrebt, jedoch stets ohne Erfolg. Endlich im Dezember 1854 erhielt der Mauerermeister Eduard Soult aus Dommitzsch den Zuschlag, für sein Gebot von 2215 Talern. Im Mai 1865 übernahm Herr Carl Döring die Ziegelei, der 1894 von seinem Sohl Paul Döring abgelöst wurde, welcher sie bis 1925 in Besitz hatte. Als spätere Besitzer wurden noch genannt: Helbig, Ullrich, Ruminski, Engelschmidt.

Die Lehmentnahme für die Ziegel erfolgt bis 1863 vom Sauanger und Pfaffenteich. Der Besitzer von 1863, Friedrich Kunze, ließ nördlich der Ziegelei eine neue Lehmgrube erschließen. Von hier erfolgte der Transport zur Ziegelei mittels Loren auf Schienen, wobei lange Zeit Ochsen als Zugtiere eingesetzt wurden.

Das "Aus" für die Ziegelei kam am Ende des 2. Weltkrieges. Im April 1945 brannte der Betrieb ab. Ein Neuaufbau erfolgte nicht. Die Steine der Gebäude wurden geborgen und für Bauten in der Stadt verwendet, die Lehmgruben verfielen. Nur der alte Schornstein erinnert heute noch an den Standort der ehemaligen "Commun-Ziegelscheune".

Zum Cache

Bitte versteckt ihn nach dem Finden wieder ordentlich da wo er war. Bei etwaigen Problemen könnt ihr mich gern kontaktieren, das ist mir wesentlich lieber, als wenn ich irgendwann nur noch ein vermodertes Buch statt der schönen Dose dort finde.

Viel Spaß

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