Update 2012-01-24
Die Terrainwertung bezieht sich auf den Assistenten von
geocaching.com. Im Winter ist es erheblich leichter ran zu kommen,
im Sommer steht das Gestrüpp teils hüfthoch und es wimmelt nur so
vor Mücken.
Informationen über den Ort (Aus "Beiträge zur Geschichte
der Stadt Dommitzsch" des Dommitzscher Geschichtsvereins Teil
1)
Die reichen Ton- und Lehmvorkomemn bei Dommitzsch erlaubten auch
die Herstellung von Ziegelsteinen. So nennt der Chronist Röder eine
"alte Ziegelscheune am Eingang zur Heide Labaun, bei den Weinbergen
gelegen". Sowohl weiße als auch rote Ziegel wurden in dieser
Ziegelei hergestellt und fanden schon beim Bau der Marienkirche,
1443-1493, Verwendung. Als diese Ziegelei eingegangen war, wurde am
"Schwarzen Wasser" eine neue "Commun-Ziegelscheune" errichtet und
von der Stadt verpachtet. Das Holz für den Brennofen erhielt der
Pächter früher unentgeltlich aus dem Stadtforst Labaun, für
jährlich drei bis vier Brände. Als Gegenleistung konnten
Dommitzscher Bürger, preisgünstiger als Fremde, ihre Ziegel von der
Ziegelei erwerben.
1802 errichtete der Mauerermeister Lempe in der Komturheide
ebenfalls eine Ziegelei. Dazu stellte ihm der damalige
Commendebesitzer: "ein Stück Land mit Feld zu 3 Scheffel Aussaat
und einen Distrikt zum Lehm graben", in der Nähe des Vorwerkes zur
Verfügung. Wie lange diese Ziegelei bestand ist nicht bekannt.
Die Ziegelscheune am Schwarzen Wasser wurde im 30jährigen Krieg
vernichtet. Lange Jahre lag sie wüst, bis im Jahre 1677 die Stadt
einen Vertrag mit einem Betreiber abschloß. Dieser, der
Kurfürstliche Kammerjunker Hans Ludwig von Hundt auf Pratau, wollte
die Ziegelscheune, mit Unterstützung der Stadt, wieder aufbauen, 40
Öfen Steine brennen und dann die Ziegelei an die Stadt zurückgeben.
Die Stadt sollte Bau- und Brennholz aus dem Labaun liefern und bei
den Aufräumarbeiten helfen. Für die Hilfe versprach von Hundt der
Stadt 8000 Ziegel für Communalbauten und den Verkauf billiger
Ziegel an die Bürger, "das Hundert zu 7 Groschen".
Nachdem von Hundt die Ziegelscheune zurückgegeben hatte, wurde
diese nun alle 3 bis 6 Jahre an den Meistbietenden verpachtet. Oft
gab es Schwierigkeiten, wenn sich kein Pächter fand oder dieser
seinen Verpflichtungen nicht nachkam. Als die Schweden im Jahre
1705 der Stadt eine "Contribtution" von 14000 Talern auferlegt
hatten, mußte die Stadt Geld aufnehmen. Als Unterpfand wurde u.a.
auch die Ziegelscheune gegeben. Am 11. September 1802 brannten die
Ziegeleigebäude ab. Die nächste Verpachtung wurde erst 1830
vermerkt. Zu dieser Zeit wurden jährlich 4 Brände durchgeführt. Je
Brand konnten 20000 Mauerziegel, 20000 Dachziegel und dazu noch
"Forstziegel" gefertigt werden.
Wegen der laufenden hohen Reparaturkosten sollte 1835 die
Ziegelei verkauft werden, zum anberaumten Termin erschien jedoch
kein Käufer. Auch in den folgenden Jahren wurde mehrfach der
Verkauft angestrebt, jedoch stets ohne Erfolg. Endlich im Dezember
1854 erhielt der Mauerermeister Eduard Soult aus Dommitzsch den
Zuschlag, für sein Gebot von 2215 Talern. Im Mai 1865 übernahm Herr
Carl Döring die Ziegelei, der 1894 von seinem Sohl Paul Döring
abgelöst wurde, welcher sie bis 1925 in Besitz hatte. Als spätere
Besitzer wurden noch genannt: Helbig, Ullrich, Ruminski,
Engelschmidt.
Die Lehmentnahme für die Ziegel erfolgt bis 1863 vom Sauanger
und Pfaffenteich. Der Besitzer von 1863, Friedrich Kunze, ließ
nördlich der Ziegelei eine neue Lehmgrube erschließen. Von hier
erfolgte der Transport zur Ziegelei mittels Loren auf Schienen,
wobei lange Zeit Ochsen als Zugtiere eingesetzt wurden.
Das "Aus" für die Ziegelei kam am Ende des 2. Weltkrieges. Im
April 1945 brannte der Betrieb ab. Ein Neuaufbau erfolgte nicht.
Die Steine der Gebäude wurden geborgen und für Bauten in der Stadt
verwendet, die Lehmgruben verfielen. Nur der alte Schornstein
erinnert heute noch an den Standort der ehemaligen
"Commun-Ziegelscheune".
Zum Cache
Bitte versteckt ihn nach dem Finden wieder ordentlich da wo er
war. Bei etwaigen Problemen könnt ihr mich gern kontaktieren, das
ist mir wesentlich lieber, als wenn ich irgendwann nur noch ein
vermodertes Buch statt der schönen Dose dort finde.
Viel Spaß