Dieses ist ein Nachfolgecache von petermunster's Tradi "Neumark Breloh", mit dem vermutlich Anwohnermuggels bewiesen haben, dass sie nichts, aber auch wirklich gar nichts mit GEOCACHING im Sinn haben
!
Daher versuche ich es nun mit einem kleinen START-ZIEL-MULTI als Nachfolger zum Thema "Neumark" (seit 1945 komplett auf polnischem Gebiet), womit sich der Ort Breloh sehr verbunden zeigt, was er mit dem Erinnerungsstein und den umliegenden Straßennamen beweist.
Die o.a. KO's führen Euch zu dem sehenswerten Stein zur damaligen Neumark am "Neumärker Platz", wo Ihr auch parken könnt, wenn es ein kleiner Spaziergang von knapp 2 km Länge werden soll. Ansonsten gibt es auch einen Parkplatz in Nähe des Finals.
DIE AUFGABE:
1. Welche Jahreszahl ist auf dem Stein zu finden? ABCD
2. Subtrahiere 353 von der Jahreszahl und Du hast die Entfernung zum Final: EFG m
3. Bewege Dich nun von den Start-KO's aus in Richtung (D-B)(A+C+D+F+G)(A+D)° zum Final.
Das Final befindet sich in der weiteren Umgebung einer Einkaufsstätte für Dinge des täglichen Lebens, die auch in Polen im Bereich der früheren Neumark in jedem größeren Ort ihre Filialen hat.
Nachdem der Cache nach relativ kurzer Zeit an einer anderen Location gemuggelt wurde, habe ich das Final am 20. Januar 2012 verlegt. Um weiteren Muggelangriffen vorzubeugen, achtet bitte auf die Annäherung von möglichen Muggels und tarnt die Dose wieder gut, so dass auch der Hint passend ist.
Leider wurde der Cache auch an der zweiten Location im Frühjahr 2014 erstmalig gemuggelt, so dass ich ihn hier am 20.04.2014 bei einer geringen Abweichung zum vorherigen Versteck erneuert habe. Sollte es mit der Gradzahl überhaupt nicht passen, vermerkt dies bitte in Eurem Log. DANKE!
Viel Spaß bei diesem kleinen Multi wünscht Euch die Weinbergschnecke Tremmo
WISSENSWERTES ZUR "NEUMARK" (aus Wikipedia):
Die Neumark ist eine östlich der Oder in Polen gelegene historische Landschaft. Sie gehörte bis 1945 zur preußischen Provinz Brandenburg.
Geografische Lage:
Die Neumark war im Westen und Süden von der Oder begrenzt, im Norden grenzte sie an die Provinz Pommern und im Osten an Polen bzw. von 1815 bis 1920 an die preußische Provinz Posen. Neben der Oder beherrschten die Flüsse Warthe und Netze mit ihren weiten Sumpfgebieten die Landschaft. Zur Zeit ihrer größten Ausdehnung (Ende des 17. Jahrhunderts) umfasste die Neumark die Kreise Königsberg Nm., Soldin, Landsberg (Warthe), Friedeberg Nm., Arnswalde, Dramburg, Schivelbein, Sternberg, den vormals schlesischen Kreis Crossen und den historisch-geographisch zur Niederlausitz gehörenden Kreis Cottbus. Da nach der Oderregulierung im 18. Jahrhundert der Grenzverlauf im Westen nicht geändert wurde, erstreckte sich die Neumark seitdem auch auf das heutige westliche Oderufer. Diese im späteren Landkreis Königsberg Nm. gelegenen Orte (u.a. die Gemeinden Bralitz, Altglietzen, Schiffmühle, Neutornow, Gabow, Neuenhagen, Hohenwutzen, Neurüdnitz, Altreetz, Adlig Reetz, Königlich Reetz, Altwustrow, Neuwustrow, Croustillier, Neuküstrinchen, Neuranft, Karlsbiese, Karlshof, Alt und Neu Bleyen, die Gemeindeteile Neulietzegöricke, Zäckericker Loose, Zelliner Loose, Drewitz Ausbau, Güstebieser Loose, Schaumburg) sowie die westlich der Oder liegenden Gemeindeteile der Stadt Küstrin und der im Landkreis Weststernberg gelegenen Gemeinden Aurith und Kunitz (Kunitz-Loose) verblieben als Reste der Neumark nach 1945 bei Brandenburg.
Die Neumark von 1815 bis 1945
Die Neugliederung Preußens auf Grund der territorialen Veränderungen durch den Wiener Knogress 1815 veränderte auch die politische Gliederung der Neumark. Die Kreise Dramburg und Schivelbein sowie die nördlichen Teile der Kreise Arnswalde mit der Stadt Nörenberg wurden der Provinz Pommern zugeschlagen. Das verbliebene Gebiet der Neumark mit den Kreisen Königsberg Nm., Soldin, Arnswalde, Friedeberg, Landsberg (Warthe), Sternberg (1873 geteilt in Weststernberg (Reppen) und Oststernberg (Zielenzig)), Züllichau-Schwiebus und Crossen wurde in den neu geschaffenen Regierungsbezirk Frankfurt der Provinz Brandenburg eingegliedert. Zum 1. Januar 1836 wurde der Kreis Küstrin aufgelöst und auf die Kreise Königsberg Nm., Landsberg (Warthe) und Lebus aufgeteilt. Als 1938 die Provinz Grenzmark Posen-Westpreußen aufgelöst wurde, wurde die Neumark um die Kreise Schwerin (Warthe) sowie Teile der Kreise Meseritz und Landkreis Bomst erweitert; im Gegenzug gingen aber die Kreise Arnswalde und Friedeberg an die Provinz Pommern.
Die Rote Armee erreichte die Neumark Ende 1945. Von den 645.000 Einwohnern (Volkszählung 1939) waren noch rund 400.000 im Lande. Von ihnen kamen in den darauffolgenden Wochen bis Kriegsende viele ums Leben. Das ostbrandenburgische Gebiet war damit die Region Deutschlands mit den höchsten Verlusten unter der Zivilbevölkerung.
Die Neumark in Polen
Im Frühjahr 1945 unterstellte die UdSSR das Gebiet der polnischen Zivilverwaltung. Durch die Beschlüsse der Potsdamer Konferenz (Potsdamer Abkommen) vom Juli/August 1945 kam das Gebiet vorbehaltlich einer friedensvertraglichen Regelung zur Volksrepublik Polen. Die noch ansässige deutsche Bevölkerung wurde bis 1947 fast vollständig vertrieben und per Dekret vom 6. März 1946 enteignet. Nur ein kleiner Teil der Bevölkerung, zumeist Spezialisten wie Techniker für Wasserwerke, wurde zurückgehalten und musste Zwangsarbeit leisten. Diese Personengruppe durfte Ostbrandenburg Anfang der 1950er-Jahre verlassen. An Stelle der deutschen Bevölkerung traten zu etwa zwei Dritteln Zuwanderer aus Zentralpolen sowie zu ca. einem Drittel ebenfalls aus ihrer Heimat vertriebene Ostpolen und Ukrainer. 1975 - 1998 gehörte die Neumark zu den Woiwodschaften Gorzów Wielkopolski (Landsberg/Warthe) und Zielona Góra (Grünberg); nur ein kleiner Teil um Chojna (Königsberg Nm.) gehörte zur Woiwodschaft Szczecin (Stettin). Die völkerrechtliche Zugehörigkeit zu Polen wurde 1990 mit Abschluss des deutsch-polnischen Grenzvertrags bestätigt.
Mit der Neugliederung Polens nach der Demokratisierung kam der größte Teil der Neumark zur Woiwodschaft Lebus, deren Kernland sie nun bildet. Ein kleiner Teil gehört zur Woiwodschaft Westpommern. Seit dem 1. Januar 1999 gehört fast die gesamte Neumark der Woiwodschaft Lebus an.
Infrastruktur der Neumark
Das Gebiet der Neumark war von jeher von der Land- und Forstwirtschaft geprägt. Auch die mittelgroßen Siedlungen waren zumeist Ackerbürgerstädte. Vom 19. Jahrhundert an gewann das Tuchmachergewerbe an Bedeutung. Mit dem Bau der modernen Verkehrswege (die Reichsstraße 1 Berlin - Königsberg und die Ostbahn durchquerten die Neumark) wurde auch die Voraussetzung für industrielle Ansiedlungen geschaffen. Sie waren haptsächlich auf die Bedürfnisse der Landwirtschaft ausgerichtet und konzentrierten sich auf die beiden großen Städte Landsberg und Küstrin.