Geotop 2011 - Der Löss vom Haarlass EarthCache
Geotop 2011 - Der Löss vom Haarlass
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Dieser Earthcache führt euch zum Geotop "Der Löss vom Haarlass", das 2011 zum Geotop des Jahres gewählt wurde. Mehr Infos dazu findet ihr auch auf der "Related Web Page".
Hier entnahm der Geowissenschaftler K. C. von Leonhard im Jahre 1824 Bodenproben und führte das Sediment erstmals unter dem Begriff Löss in die wissenschaftliche Literatur ein. In der Folgezeit gelangte der „Löss vom Haarlass“ in die Sammlungen zahlreicher geowissenschaftlicher Institute und Museen.
Vor Ort findet ihr eine Abbruchkante vor, die die Löswand freilegt, einen sogenannten "Aufschluss". Es gibt auch eine Sitzgelegenheit. Direkt hinter dem Geotop ist ein Naturschutzgebiet, verhaltet euch also dementsprechend.

Fruchtbare Windfracht aus den Eiszeiten - der Löss vom „Haarlass“
Löss was ist das?
Als „Löss“ wird ein vom Wind verfrachtetes („äolisches“) Ablagerungsmaterial bezeichnet, das weitgehend aus Schluff besteht. Als Hauptkomponenten treten Quarz, Kalk sowie Feldspat und Glimmer auf. Löss, der zu den Lockergesteinen zählt, ist im Originalzustand nicht geschichtet und weist eine gelbe bis ockerbräunliche Färbung auf.
Seine hohe Porosität sowie sein Kalkgehalt machen ihn zum Ausgangsmaterial für fruchtbare Böden. Löss nimmt rund 10 Prozent der Festlandsflächen der Erde ein und bildet agrarisch genutzt die Nahrungsgrundlage für den Großteil der Weltbevölkerung.
Locus classicus et typicus
Der Löss vom „Haarlass“ hat in den Geowissenschaften weltweite Berühmtheit erlangt - im Jahr 1824 fand der Begriff, der sich an die Bezeichnung „Lösch“ für lockeren Ackerboden (und für den in Süddeutschland so bezeichneten ”Schneckenhäusleboden”) anlehnt, durch den Heidelberger Großherzoglichen Geheimrat und Professor für Geologie und Mineralogie Karl Caesar von Leonhard Eingang in die wissenschaftliche Literatur sowie in alle Weltsprachen. Der Ort, an dem der Löss erstmals wissenschaftlich beschrieben wurde - der Haarlass - ist seither als „Locus classicus et typicus“ weltbekannt.
Bote aus kalten Zeiten Die Hauptmenge der weltweiten Lössablagerungen datiert in das jüngste Eiszeitalter (Pleistozän), das vor etwa 2 Millionen einsetzte und vor etwa 10.000 Jahren zu Ende ging. Zu jener Zeit war die Landschaft arm an Vegetation, die Flusstäler wiesen breite Schotterflächen auf, die jahreszeitlich trocken fielen. Das dort aus den abgeklungenen Frühjahrshochwässern abgesetzte Feinmaterial wurde von kräftigen Westwinden aufgenommen und nach Osten verfrachtet. So wurde auch der Heidelberger Löss durch kräftige Staub-und Sandstürme, die Millionen von Tonnen feinster Gesteinspartikel transportierten, aus der Rheinebene geblasen. Die leichteren Partikel (Schluff) wurden dabei weiter transportiert als die schwereren Sandkörner. Hiervon zeugt der dem Odenwald vorgelagerte Binnendünengürtel, der sich im Oberrheingraben von Griesheim bis weit nach Nordbaden hin erstreckt. Der Schluff wurde erst weiter ostwärts von den Hangflächen und Talflanken des Odenwaldes oder aber von den Hügeln des Kraichgaus gebremst und dort in Mächtigkeiten bis zu 30 m abgelagert. Der hohe Kalkgehalt (bis 30%) und der reiche Mineralbestand zeigen, dass das Löss-Material größtenteils alpines Gesteinsmehl darstellt: Durch Gletscherbäche und den eiszeitlichen Rhein nach Norden transportiert und vom Wind zum Geotop „Haarlass“ verfrachtet.
Löss als Geotop und Biotop Löss ist nicht nur in der Landwirtschaft ein Alleskönner, sondern hat auch in der Naturheilkunde als „Heilerde“ seinen festen Platz gefunden. Für die Tierwelt bieten die senkrecht aufragenden, Wärme speichernden Lösswände reichlich Platz für Nisthöhlen und Wohnbauten (insbesondere für zahlreiche Wildbienen- und Hummelarten sowie verschiedene Vogelarten). Damit ist der Löss vom Haarlass nicht nur ein besonderes, weltweit bekanntes Geotop, sondern auch ein schützenswertes Biotop, das besondere Beachtung, Pflege und Erhaltung verdient. Als Teil des Naturschutzgebietes „Am Russenstein“ ist der Haarlass in das Pflege- und Maßnahmenprogramm der Stadt Heidelberg sowie des Naturparks Neckartal-Odenwald eng eingebunden.
Fertile wind cargo from the Ice Ages - the loess from Haarlass
Loess what is it?
"Loess" is a wind verfrachtetes ("aeolian") deposit material, which largely consists of silt. As main components occur quartz, limestone, feldspar, and mica. Loess, which is among the loose stones, is not layered in its original condition and has a yellow to ocher-brown color.
Its high porosity and its calcium content makes it the starting material for fertile soil. Loess occupies about ten percent of the land areas of the Earth, being the food source for the majority of the world's population if used agrarianly.
Locus classicus et typicus
The loess of Haarlass has gained worldwide fame in the earth sciences - in 1824 the name "Löss", which is based on the german term "Lösch" for loose soil (and in southern Germany called the "snail house ground"), found its way in the scientific literature as well as in all world languages, thanks to the Heidelberg Grand Ducal Privy Councillor and Professor of Geology and Mineralogy Karl Caesar von Leonhard. The place where the loess was first described scientifically - the Haarlass - has since been known worldwide as the "locus classicus et typicus"
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Messenger from cold times The majority of the world's loess deposits dates back to the most recent Ice Age (Pleistocene), which began about 2 million and left about 10,000 years ago. At that time the country was poor in vegetation, river valleys covered with wide gravel, seasonal dry. The deposit material from the spring floods was catched by strong westerly winds and transported eastward. So the loess of Heidelberg was blown from the Rhine valley due to strong dust and sand storms that carried millions of tons of fine rock particles The lighter particles (silt) were transported further than the heavier sand grains. This is shown by the Odenwald upstream inland dune belt, which extends from the Upper Rhine Graben Griesheim until well after Nordbaden. The silt was only slowed down farther east at the slopes of the Odenwald or from the hills of Kraichgau, where it deposited in thicknesses up to 30 m. The high lime content (30%) and the rich mineral content indicate that the loess material largely represents alpine stone dust, which has been transported by glacial streams and the glacial river Rhine to the north and the wind to geotope Haarlass.
Loess as habitat and biotope Loess is not just an all-rounder in agriculture, but also found its place in natural medicine as "healing earth". For wildlife the vertically rising, heat-storing loess hills provide plenty of room for nests and dwellings (particularly for many wild bees and bumble bee species and species of birds). Thus, the loess from the Haarlass is not only a special, world-renowned geotope but also a habitat worth protecting and which deserves special attention, care and maintenance. As part of the nature reserve "At the Russians stone" the Haarlass is closely integrated into the care and measures programs of the City of Heidelberg and the Neckartal-Odenwald.
Zu beantwortende Fragen:
- (freiwillig) macht ein Bild von euch und eurem GPS vor der Lösswand!
- Beschreibe die Beschaffenheit des Löss mit eigenen Worten.
- Reibt etwas Löss (vom Boden, nicht von der Wand kratzen) zwischen euren Fingern und schätzt den Sandanteil.
- Welche Breite hat der Aufschlusses?
Ihr könnt loggen sobald ihr die Antworten abgeschickt habt ohne auf eine Antwort zu warten. Falls etwas total falsch sein sollte melde ich mich bei euch.
Questions to answer:
- (optional) take a picture of yourself or your GPS device in front of the Löss-wall. Please avoid spoilers!
- Describe with your own words the consistence of the Löss.
- Rub some Löss (from the ground, don't scratch it from the wall) between your fingers and guess the percentage of sand in it.
- How wide is the exposure?
You may log directly after sending the answers to me, you don't have to wait for my answer. If something should be completely wrong i will contact you.
Additional Hints
(No hints available.)
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