Die Blaue Grotte am Hundskopf

An den oben angegebenen Koordinaten findet man einen ehemaligen kammerartigen Steinbruch, in dem in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts Basalt für Bahn- und Brückenbauten gebrochen wurde. Ein Wassertümpel bedeckt die ehemalige Bruchsohle. Die Anwohner wurden gewiß durch die Spiegelung des Himmels in den flachen Gewässer zur Namensgebung „Blaue Grotte“ veranlaßt.
Inmitten einer ausgedehnten Buntsandssteinlandschaft (Bernburg-Folge des Unteren Buntsandsteins) befindet sich die Blaue Grotte, sie zeigt steile bis etwa 20 Meter hohe Felswände, die durch den Abbau des Basaltschlotes entstanden. Teilweise sind diese Wände als Schlotbrekzie ausgebildet, die vermutlich noch vor dem Magmenaufstieg in einer eruptiven Phase entstanden. Im Kontakt zum Basalt tritt gefritteter Sandstein auf, der auch im Haufwerk vor den Felswänden zu finden ist. Durch die Hitze des aufsteigenden Magmas wurden die kalk-tonigen Bindemittel zwischen den Quarzkörnchen im Sandstein aufgeschmolzen und gebrannt. Damit änderte sich die Farbe des Sandsteins von hellgelblich zu bräunlich-grau. Seine Härte nahm erheblich zu und die Gesteinsstruktur wurde glasig-spröde.
Besonders interessant sind Wandbereiche mit Sandsteinsäulen, die 20 bis 30 cm Kantenlänge erreichen können und ebenfalls auf die hohen Temperaturen im Kontakt zum Magma zurückgeführt werden. Solche Säulen entstehen beim langsamen Abkühlen der Gesteinsschmelze über einige Jahre. Es bilden sich Kontraktionsrisse, die den Sandstein zu einem polygonalen Muster zerlegen, so dass dort Sandsteinsäulen entstehen, was sonst nur von den Basalten oder Rhyolithen bekannt ist. Dabei stehen die Säulen senkrecht zur Abkühlungsfläche. Dies ist eine extrem seltene Besonderheit und sonst nirgends in der Vorderrhön anzutreffen.
Basaltsäulen waren im Schlotbereich zwar auch vorhanden, wurden aber restlos abgebaut.
Um den Cache zu loggen beantworte bitte folgende Fragen.
1: Welchen Vorgang beschreibt die Frittung des umgebenden Buntsandsteins durch die glutflüssige Magma?
2: Aus was besteht der Schlotbrekzie der von dem explosiven Ausbruch zeugt?
3: Welche geometrische Form weisen die Sandsteinsäulen im Wandbereich der „Blauen Grotte“ auf?
Sende bitte die Antworten per Mail an uns - anschließend darfst du SOFORT den Logeintrag vornehmen. Sollte etwas nicht korrekt sein, melden wir uns.


Quelle: Broschüre "Geologische Sehenswürdigkeiten des Wartburgkreises und der kreisfreien Stadt Eisenach"