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Mord im Unterholz Traditional Cache

Hidden : 12/25/2011
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:


Ein schöner Weg am Waldesrand in einer idyllischen Umgebung. Genau der richtige Ort für entspannende Spaziergänge in Ruhe und Frieden…zumindest heute. Denn in dieser Gegend ereignete sich vor etwas mehr als 150 Jahren Folgendes:

„(…) Der königliche Waldwärter Ferdinand Sonnenschein wohnte in Glessen und hatte die Hut des königl. Waldes, welcher sich dort bis in die Gegend von Groß-Königsdorf und da weiter landeinwärts erstreckt. Die Jagd in diesem Walde ist an einen auswärts wohnenden Gutsbesitzer verpachtet. Sie ist ergiebig und hat namentlich einen guten Rehstand. Von unbefugten Jägern wird sie deßhalb nicht selten benutzt und der Schutz des Forstes ist eben darum nicht ohne Schwierigkeit. Sonnenschein lag diesem Amte mit pflichttreue ob. Er verließ am 27. Mai d.J. (1846). Morgens in aller Frühe gegen 3 Uhr, seine Wohnung, wurde zuletzt dicht an der Grenze des Waldes, - dort Siebenrott genannt – etwas nach 3 Uhr gesehen, und kam nicht lebendig wieder zum Vorschein. Am 29. Mai wurde in einem Kornfelde, unweit der Waldgrenze, eine Leiche entdeckt. Die Füße ragten aus der Erde hervor, der übrige Teil derselben war mit Erde verscharrt. Es war die Leiche des p. Sonnenschein. Die gerichtliche Obduktion stellte einen Mord durch Schußwaffe außer Zweifel. (…)“

(aus „Kurzgefaßte Darstellung der Kriminalprozedur gegen Christian Becker und Johann Scheuer…“
Cöln 1847. Druck von J. Creteur, Sohn, Frankenplatz 13 am Dom – hier gefunden: (visit link)

Was sich anhört wie ein historischer Kriminalroman ist Teil einer Zusammenfassung einer Prozessakte aus dem 19. Jahrhundert.
Unweit des Caches befindet sich ein Gedenkplatz für den Dansweiler Förster Ferdinand Sonnenschein, der an eben dieser Stelle am 27.05.1846 von einem Wilderer erschossen wurde, als er diesen auf frischer Tat ertappte.
Der Täter, Christian Becker, 24 Jahre, aus dem benachbarten Groß-Königsdorf, wurde kurze Zeit später gefasst und am 3. September 1847 in Köln hingerichtet. Ein zweiter Tatverdächtiger, Johann Scheuer, wurde vom Vorwurf des Mordes freigesprochen und lediglich für seine Beteiligung an der Beseitigung der Leiche verurteilt.

Die Dose liegt nicht direkt an dem Gedenkplatz sondern etwas weiter unterhalb, an der ersten Baumreihe am Weg. Sie ist, auch ohne im Wald herumzuirren, gut zu finden.
Bitte beachtet, dass es sich hier um ein Naturschutzgebiet handelt!

Wir empfehlen auf jeden Fall festes Schuhwerk (!), da Ihr auf dem Weg zum Cache an einer Stelle vorbeikommt an der sich mehrere Reitwege kreuzen, so dass es hier meist sehr matschig ist, nach längeren Regenfällen gerne auch mal knöcheltief!

Viel Spaß wünschen Euch die Bergfüchse!

FTF-Urkunde ging an: ACMOS 5 Freunde & frettchen77

Additional Hints (Decrypt)

nz Shßr rvarf Onhzrf

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)