Skip to content

OLG Hamm Traditional Cache

This cache has been archived.

ollihamm: ENDE

More
Hidden : 12/29/2011
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

Join now to view geocache location details. It's free!

Watch

How Geocaching Works

Please note Use of geocaching.com services is subject to the terms and conditions in our disclaimer.

Geocache Description:

! A C H T U N G !

N A N O

Bitte wieder genau da platzieren wo ihr ihn gefunden habt ! sonst hält der kleine nicht



Hamm war von Anfang an eine Stadt bedeutender Gerichtsbarkeit: Vor den Toren der Stadt gab es schon im 13. Jahrhundert zwei Femegerichte, eines vor der Nordenbrücke über die Lippe, das andere östlich der Stadt beim Kloster Kentrup. Sie leiteten ihre richterliche Gewalt in Form der Bannleihe vom König bzw. Kaiser ab und verfolgten todeswürdige Verbrechen. Bereits Anfang des 14. Jahrhunderts hatte Hamm ein Appellationsgericht (Berufungsgericht), das für die Städte und Ämter Hamm, Lünen und Unna, die Städte Bochum und Hattingen sowie die Ämter Hörde und Blankenstein zuständig war. Das Appellationsgericht in Hamm hatte einen hervorragenden Ruf. Der Dichter Murmelius preist es 1507 in seinem Lobgedicht auf die Stadt Hamm: "Weisheitsvoll mit hoher Vernunft nach der Billigkeit Regeln, Spricht hier Recht ein berühmter Senat zum Heile des Volkes, Unparteiisch und nimmer gelenkt vom eignen Interesse." Gegen die Urteile des Appellationsgerichts konnte, nachdem die Grafen von der Mark 1368 die Grafschaft Kleve hinzugeerbt hatten an den klevischen Hofrat und seit 1597 an das damals gegründete klevische Hofgericht appelliert werden. Aus diesem Hofgericht ging 1817 das Oberlandesgericht Kleve hervor, das zum 1. Juli 1820 nach Hamm verlegt wurde. Die Verlegung erfolgte, weil im Zuge der Neuordnung nur im rechtsrheinischen Gebiet der späteren Kreise Rees, Duisburg und Essen das Allgemeine Landrecht Friedrichs des Großen wieder eingeführt wurde. Daher wurde mit Kabinettsorder vom 20. April 1820 angeordnet, dass die Verlegung des Oberlandesgerichts Kleve nach Hamm, der alten Hauptstadt der Grafschaft Mark, spätestens bis zum 1. Juli 1820 geschehen solle. Hamm befand sich damals in einem elenden Zustand. Der Bürgermeister Quade und die Gemeinderäte gingen von Haus zu Haus, um die acht Oberlandesgerichtsräte - der Oberlandesgerichtspräsident v. Rappard hatte aus früherer Tätigkeit als Advokat und Landrichter in Hamm noch ein eigenes Haus auf dem Nordenwall -, für die vier Oberlandesgerichtsassessoren, die 24 Unterbeamten und zahlreiche Referendare Wohnungen zu suchen und die Vermieter zu äußerster Billigkeit anzuhalten. Sie fanden sieben Einfamilienhäuser, vier Etagen und elf möblierte Zimmer. In Kleve besaß das Gericht nicht einmal das Geld für den Umzug. Die Mittel waren durch den vorausgegangenen Umzug von Emmerich erschöpft. Da der von der preußischen Regierung verbindlich zugesagte Vorschuss von 12000 Talern nicht eintraf, entschloss man sich am 15. Juni 1820 zur Selbsthilfe, um rechtzeitig in Hamm zu sein und nicht durch Vertragsbruch mit den Fuhrunternehmern und durch Unterbringung der Familien in Gasthöfen ungedeckte Unkosten entstehen zu lassen. Man griff in die heute noch im Sitzungstrakt des Oberlandesgerichts stehende eiserne Truhe, die Salarien- und Depositengelder enthielt (Gebühreneinnahmen und hinterlegte Gelder); als der preußische Justizminister v. Kircheisen davon erfuhr, sprach er den Richtern seine höchste Missbilligung aus und machte seine weiteren Maßnahmen davon abhängig, dass die Richter das Geld sofort zurückzahlten. Glücklicherweise gingen inzwischen die 12 000 Taler ein. Dienstgebäude des neuen Oberlandesgerichts war das mit einem Aufwand von 1344 Talern, 11 Groschen und 6 Pfennigen notdürftig instand gesetzte alte Haus der früheren preußischen Kriegs- und Domänenkammer auf der Nordseite des Marktes. Die Bevölkerung begrüßte den Einzug freudig, bestaunte die eiserne Geldtruhe, den größten Schatz, den Hamm seit Menschengedenken in seinen Mauern gehabt hatte, die vielen Akten, die 1437 Regalfächer füllten, und die große Bibliothek. Die Hammer, selbst armselige Kötter, nannten das Gericht "Oberkotten" und seine Mitglieder "Oberkötter", Spitznamen, die sich bis heute im Volksmund erhalten haben. Das Oberlandesgericht in Hamm war von den vier westfälischen (Münster, Hamm, Arnsberg und Paderborn) das kleinste, hatte aber in seinem Bezirk das damals noch völlig bedeutungslose Ruhrgebiet. Die rasche Industrialisierung brachte dem Oberlandesgericht Hamm ein unerwartetes Wachstum. Im Zuge dieser Entwicklung wurde das Gericht das größte und daher in der Reichsjustizreform von 1877 einzige Oberlandesgericht Westfalens. Das Gerichtsgebäude am Markt war längst zu klein geworden. Ein neues Gerichtsgebäude entstand allerdings erst in den Jahren 1890 bis 1894. Dieses Gebäude, welches heute der Stadt Hamm als Rathaus dient, wurde im 2. Weltkrieg erheblich beschädigt. Nach seiner Wiederherrichtung wurde seine Räumlichkeiten alsbald zu eng für die wachsende Zahl der Senate. Zunächst waren ein Strafsenat und fünf Zivilsenate darin untergebracht, ihre Zahl stieg bis 1958 auf fünf Straf- und 18 Zivilsenate. Ein Neubau wurde unumgänglich, denn auch die Generalstaatsanwaltschaft mit Generalstaatsanwalt Richard Ahmann und 15 Beamten des höheren Dienstes an der Spitze, wollten untergebracht werden. Das neue Gebäude wurde an der Heßlerstraße errichtet. Das Oberlandesgericht bezog das Hochhaus am Ahseufer zum 1.Januar 1958. Von den damals 19 Oberlandesgerichten der Bundesrepublik war das Hammer, unter der Leitung von Chefpräsident Dr. Joseph Wiefels, seinem Geschäftsumfang nach das weitaus größte. Ihm waren bereits damals zehn Landgerichte und 111 Amtsgerichte untergeordnet. In seinem Bereich arbeiteten 7000 Menschen, darunter etwa 1200 Richter.

Additional Hints (Decrypt)

U

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)