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Bad Berkaer Quellen - Die Carl-Friedrich-Quelle Traditional Cache

Hidden : 2/21/2012
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:

Quellen um Bad Berka - Die Carl-Friedrich-Quelle

Quellen und Brunnen in Bad Berkas Umgebung


Die reichen Wasservorkommen in Bad Berkas Umgebung haben schon frühzeitig zu einer intensiven Nutzung des kostbaren Nass geführt. So hatte sich die Stadt Berka bereits 1905 eine eigene Wasserleitung erbaut und dazu die Wasservorkommen im Erfurter Tal und in der Ilmaue genutzt. 1930 begann die Wasserförderung in unserer Region für die Stadt Weimar. Zahlreiche Pumpbrunnen entstanden im Ilmtal, nachfolgend auch zwischen München und Tonndorf und bei Tiefengruben. Eine in den Jahren 1932/33 errichtete Trinkwasseraufbereitungsanlage auf der Trebe sorgte für eine gute Wasserqualität aus Bad Berka. Im Laufe der Jahrzehnte und besonders durch den heutigen Wasserversorgungszweckverband Weimar wurden diese Anlagen wesentlich erweitert bzw. erneuert. Inzwischen wird auch im Dammbachsgrund und Kohlgrund Wasser gefördert und neben der Stadt Weimar große Teile des Kreises Weimarer - Land mit Wasser aus der Region Bad Berka versorgt.

 

Neben dem Wasser, das aus großen Tiefen an die Oberfläche geholt wird, gibt es zahlreiche kleine Brunnen und Quellen, die in freier Natur ihr Wasser sprudeln lassen. Einige von ihnen sind in gutem Zustand, sind gepflegt und spenden reichlich Wasser. Andere haben leider nur noch wenig Wasser oder sind völlig versiegt. Um sie zu erhalten, wären dringende Eingriffe nötig. Beliebt sind sie jedoch alle, nicht nur bei durstigen Wanderern. Zahlreiche Bürger holen sich regelmäßig ihr Kaffee- oder Teewasser, und zur Verwirklichung der Kneippschen Ideen werden Bad Berkaer Quellen inzwischen auch genutzt.

 

 

Carl-Friedrich-Quelle


Die Carl-Friedrich-Quelle befindet sich am Carl-Alexander-Platz, am Eingang zum Dammbachsgrund. Sie wurde 1853 nach dem Tod des Großherzogs Carl Friedrich von Sachsen-Weimar-Eisenach von den Berkaer Bürgern aus Dankbarkeit und zur Erinnerung errichtet. Als liberaler Fürst hatte Carl-Friedrich den Berkaern gegenüber viel Entgegenkommen gezeigt. So verkaufte er ihnen 1843 auf ihre Bitten das Jahrhunderte im Besitz des Fürstenhauses befindliche Kammergut und seinen erheblichen Grundbesitz in Berka. Darüber hinaus ließ er die hohen Wildbestände in den Wäldern reduzieren und die Hirsche gänzlich abschießen, da es immer wieder zu enormen Wildschäden auf den Feldern kam. Ein Platz, der sich ca. 100 Meter hinter der Quelle befand, wurde damals als Carl-Friedrich–Platz bezeichnet. Dort befand sich auch ein Waldhäuschen, die so genannte „Einsiedelei“. Badegäste mieteten dieses Häuschen gern in den Sommermonaten, um vom Trubel des Stadtlebens in die schöne Waldeinsamkeit zu flüchten. 1878 wurden der steinerne Obelisk zu Ehren des 25-jährigen Regierungsjubiläums des damaligen Großherzogs Carl-Alexander errichtet und 12 Eichen gepflanzt. Nachfolgend entstand an der Stelle des heutigen Blockhauses ein neues steinernes Waldhaus. Von nun an hieß der Platz Carl-Alexander- Platz. Er war ein beliebtes Wanderziel. Auch große Trachtenfeste, Sommer- oder Waldfeste veranstalteten die Berkaer dort gern. In den 1920er und 30er Jahren rückte das gesamte Waldgebiet um den Carl-Alexander-Platz sogar in den Blickpunkt der gesamtdeutschen Geschichte. 1924 forderten die in zahlreichen Verbänden organisierten Kriegsteilnehmer des I. Weltkrieges die Schaffung eines Reichsehrenmales für die Gefallenen des Krieges 1914-1918. Nach der Zerstörung des Waldhauses durch Brandstiftung errichtete die damalige Forstverwaltung 1938 an seiner Stelle das heutige Blockhaus. Das 2009 eröffnete Naturkneippbecken auf dem Carl-Alexander-Platz ist bei vielen Wanderern und Radlern beliebt. Gespeist wird es vom Dammbach und der Carl-Friedrich–Quelle.

Quelle: Ortschronist Ludwig Häfner

Additional Hints (No hints available.)