Zur Burg
Breits 1137 erstmals urkundlich erwähnt war die Scharfenburg über viele Jahrhunderte hinweg Pfandbesitz-, Lehen-, Tausch- und Streitobjekt verschiedener Adelsgeschlechter. Die Beherrschung des Tals und der vorbeiführenden Straßen spielte dabei fast eine untergeordnete Rolle.
Als ersten Besitzer der Burg weist die Urkunde einen Boppo de Lapide (vom Stein) aus.
Mitte des 14. Jahrhunderts versuchen die Grafen von Henneberg über die Scharfenburg ihren Einfluss nördlich des Rennsteiges auszubauen. Durch Erbteilungen, Verpfändungen und andere Verträge ist die Burg zeitweise in Besitz von vier und mehr Parteien, die sie gemeinsam nutzen und unterhalten müssen.
Von 1452 bis 1837 gelingt es den von Uetterodt sich langfristig in den Besitz der Burg zu bringen. Ihr Wappenstein ist über der Innenseite der Toranlage zu sehen (Er wurde dort aber erst viel später angebracht). Seit einer Belagerung durch Kurfürst Friedrich im Sächsischen Bruderkrieg von 1446 ist die Burg aber so schwer beschädigt, dass sie kaum noch bewohnt wird. Deshalb gilt das Interesse an der Scharfenburg vorrangig dem Grundbesitz, dem Gericht und den damit verbundenen Einkünften und Titeln. Die Amtsgeschäfte des Burgamtes Scharfenburg werden von einem Amtshaus in Thal aus geführt.
Im anschließenden Besitz durch den Gothaer Herzog wird die Burgruine als kulturelles Denkmal umfassend restauriert und der verfallene Bergfried zum Aussichtsturm hergerichtet. Seit der letzten Restaurierung 1994 beherbergt er auch Schautafeln über die Burggeschichte.
Weitere Informationen gibt es bei Wikipedia oder Burgenreich.de
Der Bergfried bzw. Aussichtsturm und die Ausstellung sind kostenlos begehbar.
Öffnungszeiten (lt. Aushang): April bis September 9 bis 20 Uhr, Oktober bis März 10 bis 16 Uhr.
Die Tür öffnet und schließt zu den Zeiten automatisch - der Erste muss sie (mit großen Krafteinsatz!) aufdrücken.
Zum Cache
Er ist ein Reload bzw. eine Wiederauferstehung des Geocaches "Burgruine Scharfenberg" von cato44 und amorphis. (Dose, Logbuch und Versteck/Finalkoordinaten neu, Rätsel alt, aber Formel angepasst). Der Dank sei mit euch!
Auf den bedingt kinderwagengeeigneten Hauptweg am Fuße des Scharfenberges kommst du am besten von der Seebacher Straße aus (Ostseite, Nähe Villa Martha, Parkmöglichkeit siehe Waypoints).
Hier handelt es sich um ein Naturschutzgebiet, die offiziellen Wege müssen zu keiner Zeit verlassen werden.
Die o.a. Koordinaten führen dich vor das Burgtor. Hier und im Burggelände gilt es einige Daten für die Finalkoordinaten zusammenzusuchen. Dazu muss man den Turm nicht besteigen... . Aber deswegen bist du doch AUCH da, oder? Die Aussicht lohnt sich!
Und das sollst du herausfinden:
- Wann wurde die Scharfenberg-Blockhütte erbaut? Ziffer der Tausenderstelle = A
- Wie viele Punkte zieren das Schild des Burgwappens in der Nähe des Burgtores? Anzahl = B
- Auf dem Weg zum Bergfried befindet sich links ein natürliches Felsentor. Gehe hinein und suche eine handgeschriebene Ziffer = C
- Wie viele Schießscharten kannst du vom Felsentor aus am Bergfried erkennen? Anzahl = D
So, jetzt hast du alles zusammen und kannst dir die Schatzkiste holen oder erst einmal dem Ruf des Bergfrieds folgen... .
Final: N 50° 54.(B+C)C((A+B)*2) E 10° 23.(B+C)D(A+B)
Dose bitte wieder gut tarnen!
Übrigens hält sich bei den Ortsansässigen der Glauben, dass es einen Geheimgang von der Burg ins Tal gibt. Vielleicht entdeckst du ihn ja.
Viel Spaß hier oben
wünscht der CacheGeyer!