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Die Bannmühle zu Anhausen Traditional Cache

Hidden : 3/4/2012
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:

Mit diesem einfachen Tradi möchten wir auf die einst an diesem Ort gelegene Anhausener Bannmühle aufmerksam machen.

Die Bannmühle zu Anhausen*


Schon im 12. Jahrhundert wurden die Bauern mit einer sogenannten Bannpflicht belegt.
Die geernteten Früchte (Korn und Hafer) durften nur auf der für diesen Bezirk bestimmten Bannmühle gemahlen werden.
Der verpflichtete Müller hatte die Aufgabe, den festgelegten Molter (Mahllohn in natura), die genaue Zahl der Bannpflichtigen und die Reihenfolge beim Mahlen einzuhalten.
Grafik Die älteste aktenkundliche Erwähnung der Anhausener Mühle stammt aus dem Jahre 1567.
Damals wurden die Kosten für die Anschaffung eines Mühlsteines aus Mendig in Rechnung gestellt:


"Zu Mendig einen Mühlstein zum Lauffer gekauft...deren Schiffleuden den Stein an dem Fahr überzuführen gegeben...die Fuhrleuth den Stein geholt, denen Fergern abermals den Stein helffen zu laden..."





Gegen Ende des 17. Jahrhunderts schien die Mühle in einem schlechten Zustand gewesen zu sein.
In einem Schreiben an den wiedischen Rat wird bestätigt, dass die Anhausener Kirchspielsuntertanen mit ihren Früchten nach Isenburg "geflüchtet" seien.
Noch schwieriger wurde die Situation, als im Jahre 1718 in Thalhausen eine neue Mahlmühle gebaut wurde.
Der damalige Pächter beschwerte sich über die ausbleibende Kundschaft und der Anhausener Schultheiß musste alle Bauern melden, die nicht auf der Bannmühle mahlen ließen.
Im Jahre 1723 pachtete der Müller der Thalhauser Mühle auch die Anhausener Bannmühle, nun waren alle Streitigkeiten beseitigt.
1791 wurde der Mühlenbann aufgehoben, nun "...soll der Müller den Mahlgästen die Früchte bis auf weiteren Befehl holen und das Mehl bringen."

Das tragische Ende der Anhausener Bannmühle...

Im Jahre 1861 erwarb der Müller Johann Fritz aus Deesen die Mühle und übernahm die darauf haftende Hypothekenschuld als Selbstschuld.
Damit hatte er sich finanziell völlig verausgabt und als er aus seiner verzweifelten Lage keinen Ausweg mehr sah, ließ er die Mühle in der Neujahrsnacht 1874 in Brand stecken.

...und was man sich noch heute im Dorf erzählt:

In der Neujahrsnacht 1873/ 74 waren die Gastwirtschaften in Anhausen gut gefüllt.
Im undurchdringlichen Pfeifenqualm saßen Kartenspieler, darunter auch der Müller der im Aubachtal gelegenen Bannmühle.
Vorher hatte er einen Mann aus Anhausen- dessen Name hier nicht genannt sein soll- betrunken gemacht und mit ihm vereinbart, dass er ihm seine hochverschuldete Mühle in der Neujahrsnacht um 12 Uhr anzünde.
Der Abend nahm seinen Lauf, die westerwälder Spirituosen sorgten für beste Stimmung, als plötzlich die Wirtshaustür aufflog. Ein Mann stürmte herein und schrie: "De Mill brennt!"
Schlagartig verstummten alle Stimmen.
Der Müller schaute auf seine Uhr und murmelte vor sich hin: "Ei, mer hann dach erscht ölef Ouer!"
*Informationen aus "Im wiedischen Land" S.641 von Albert Hardt und "Anhausen- fränkische Siedlung an alter Rheinstraße" S.96 von Arno Schmidt.

Grafik
An den Unebenheiten im Gelände erkennt man noch heute den ehemaligen Standort der Bannmühle.

Der Cache liegt in einem Jagdgebiet. Bitte geht diese Dose nicht nachts an.
Der genaue Standort der Mühle liegt bei N50°30.137 und E007°31.980.
Von der Dose aus sind es ca. 130 Meter Blickrichtung 219°.

Additional Hints (Decrypt)

Avpug vaara, 1,80 z ubpu, zvg trxeüzzgra Svatrepura vaf 5. iba yvaxf!

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)