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Loitz: Historischer Stadtrundgang Multi-Cache

Hidden : 2/2/2012
Difficulty:
3 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   regular (regular)

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Geocache Description:


Dieser Multi führt euch durch einen Teil der Altstadt der kleinen Peenestadt Loitz. Die Strecke ist etwa 3 km lang, ihr solltet ca. 1 - 2 Stunden einplanen. Wer vom Rundgang ausgehungert und durstig ist, dem sei ein abschließender Besuch im Restaurant "Korl Loitz" (altes Bahnhofsgebäude) in der Nähe der Startkoordinaten empfohlen!
Loitz gilt seit 1242 als Stadt, als der Ritter Detlef von Gadebusch das lübische Stadtrecht aussprach. Mehr Infos dazu finden Interessierte im Internet.

Ihr startet eure Tour an den angegebenen Koordinaten. Hier fängt nicht nur dieser Rundgang an, sondern hier hat es auch mal mit Loitz angefangen. Ziemlich genau hier wurden Spuren einer slawischen Siedlung aus dem 10. Jahrhundert gefunden. Die Familie Gadebusch ließ sich dann hier nieder, aus ihrem ersten Haus wurde später das stattliche Loitzer Schloss (siehe Bild), in dem von 1593 - 1631 die Witwe des pommerschen Herzogs Ernst Ludwig residierte. Im Jahre 1701 fiel das Schloss einem Stadtbrand zum Opfer, aus den Trümmern holten sich viele Bürger damals Baumaterial für ihre Häuser. 1906 verschwanden beim Bau der Eisenbahn die letzten überirdischen Reste des Schlosses.

Stage 1: Mühlenteich
Vom Startpunkt aus begebt euch in Richtung Stage 1. Hier auf der kleinen freien Fläche war früher bis 1925 der Mühlenteich. Man hatte damals die Schwinge hierher umgeleitet, um die Mühle in der heutigen Hausnummer 107 anzutreiben. Am Haus mit dieser Nummer sieht man ein rotes Treppengeländer zum Keller. Genau dort war früher das Mühlrad. Der Mühlenteich wurde 1925 auf Geheiß des Bürgermeisters Dahlhoff trockengelegt, der ursprüngliche Verlauf der Schwinge wiederhergestellt. Neben der alten Mühle stand bis ins 19. Jahrhundert noch das Mühlentor, eines der 4 Stadttore.
An den Koordinaten seht ihr am alten Speicher (gebaut um 1850) ein Straßenschild. Anzahl der Buchstaben = A

Stage 2: Stadtmauer
Geht nun am alten Speicher vorbei in Richtung WP 02. Hier sieht man intakte Reste der alten Stadtmauer, die als Fundament für die Wohnhäuser dient. Diese Häuser wurden erst um 1800 erbaut. Geht die dort befindliche Treppe zur Mühlenstraße herauf und zählt die Stufen. Anzahl der Stufen = B

Auf dem Weg in Richtung Stage 3 kommt ihr in der Mühlenstraße an einem alten Fachwerkspeicher vorbei. Dieser Speicher ist aus Steinen des alten Schlosses gebaut. Kurz darauf überquert ihr die Peenestraße, an deren Ende vor der Peene früher das 2. Stadttor - das Peenetor - stand.

Stage 3: Hotel Brunner
Ihr befindet euch nun in der Langen Straße. Diese beherbergte früher mehrere wohlhabende Kaufleute. Bedeutendstes Haus war wohl das Hotel Brunner, es war der Treffpunkt des gehobenen Loitzer Bürgertums. Am Gebäude gibt es über dem Türsturz eine Inschrift. Welcher Name ist dort zu lesen (3 Wörter)? Anzahl der Buchstaben = C

Stage 4: Lange Str. 46
Geht nun weiter die Lange Straße entlang. Es gibt hier einige alte Häuser zu bewundern. Einige wirklich schön restauriert, andere leider desselben noch bedürftig. Der Wegpunkt führt euch zur Hausnummer 46. Hier war früher eine Druckerei untergebracht, in der z.B. in der Inflation von 1923 auch das sogenannte Notgeld gedruckt wurde. Durch die Inflation reichte das vom Staat gedruckte Geld nicht aus und die Städte druckten ihre eigenen Noten, so auch hier in der Langen Straße.
An dem Haus ist eine Inschrift zu sehen. Anzahl der Buchstaben = D.

Stage 5: Rathaus
Weiter geht's in Richtung Marktplatz und Rathaus. Der Marktplatz hat auch heute noch den mittelalterlichen Straßengrundriss aus dem 13. Jahrhundert. Das heutige Rathaus stammt aus dem Jahre 1787 und wurde von einem Stralsunder Baumeister gebaut. Die vorherigen Rathäuser standen auch an dieser Stelle, wurden aber immer wieder bei Stadtbränden zerstört. An den Koordinaten seht ihr einen Balkon am Rathaus. Wieviele Sterne sind dort zu sehen? Anzahl der Sterne = E.

Über die Wegpunkte REF1 und REF2 geht es nun weiter in Richtung Stage 6. Dabei führt euch der Weg über den Kirchplatz der Marienkirche. Geschichtliche Infos zu dieser Kirche findet ihr am Eingangsportal; außerdem kann man hier gleich noch den Mini-Multi GC376J7 mitnehmen. ;-)

Stage 6: Steintor
Hier seid ihr nun am Steintor angekommen, dem einzig noch verbliebenen der vier Stadttore. Durch dieses führte die Straße auf die Felder der Ackerbürger. Das Tor diente meist als Gefängnis, später bis ins 20. Jahrhundert als Wohnung.
Folgende Fragen sind zu beantworten:
Wann wurde der obere Teil des Tores zerstört? Jahr = F
Wie viele Fenster hat das Tor auf der der Innenstadt zugewandten Seite? Anzahl Fenster = G

Stage 7: Diesterweg-Schule
Diese Schule ist unsere nächste Station. Vor dem Bau der Schule herrschten in Loitz chaotische Zustände, was das Schulsystem betraf. Der Unterricht wurde in völlig überfüllten Klassen in 5 verschiedenen Häusern in der Stadt abgehalten. Dennoch stießen Bürgermeister Palm's Pläne zum Bau einer Schule vorerst auf Widerstand - die Bürger befürchteten eine finanzielle Belastung. Die Schule wurde trotzdem gebaut, sämtliche Kosten durch die Stadt getragen. Am Ende des 2. Weltkrieges diente die Schule als Flüchtlingsunterkunft und Lazarett.
Wann erfolgte die Grundsteinlegung? Jahr = H

Weiter geht es über die nahe gelegene Holzbrücke durch die Stadtmauer und über den Wegpunkt REF3 durch die "Neustadt". Hier lebten vor allem Arbeiter, kleine Handwerker und Gesellen. Geht durch die Neustadt in Richtung Stage 8.

Stage 8: Greifswalder Tor
Ihr befindet euch nun auf dem sogenannten "Kleinen Markt". Das Straßenniveau hier war im Mittelalter ca. 2 m tiefer als heute, datiert an einem Bohlenweg aus dem Jahre 1242. Unter dem halbrunden Eckgebäude an der Ecke zur Peenestraße befand sich ein Stadtbrunnen. Am Giebel des Hauses mit der Hausnummer 138 stand damals das vierte Stadttor, das Greifswalder Tor.
Die Straße hier wurde erst kürzlich erneuert und in dem Zuge vor dem Haus Nr. 138 kleine Bäume gepflanzt.
Wie viele Bäume sind es? Anzahl Bäume = I

Stage 9: Postberg
Ihr verlasst nun den Altstadtkern und begebt euch die Greifswalder Straße entlang zum Postberg. Kurz vor dem Wegpunkt ist auf der linken Seite das alte Postgebäude zu sehen, in dem heute ein Steuerbüro und eine Physiotherapie ansässig sind. Am Wegpunkt selbst seht ihr ein weiteres Backsteingebäude, welches ein Versicherungsbüro beherbergt. Dieses wurde erst um 1870 errichtet, anfangs befand sich hier eine Bäckerei.
Wie viele Fenster in der Fassade des Hauses sind oben rund? Anzahl Fenster = J

Stage 10: Lutherkirche
Wir begeben uns nun auf der Goethestraße entlang zur Lutherkirche. Diese recht schlichte Kirche hieß ursprünglich "St. Jürgens - Kapelle" (Jürgen als niederdeutsche Form von Georg). Sie gehörte zu einem Hospital für Leprakranke. Der genaue Standort des Hospitals ist nicht bekannt, es gilt jedoch als sicher dass es weit außerhalb der Stadt gelegen war. Pastor Winter widmete die Kapelle dann in "Lutherkirche" um. Auf dem Gelände befand sich bis in die 1970er Jahre ein Friedhof. Um die Lutherkirche rankt sich sogar eine ziemlich düstere Sage - dazu aber vielleicht mal mehr in einem anderen Cache... ;-)
Auf dem Giebel findet ihr eine Jahreszahl. Jahr = K

Stage 11: Stärkefabrik
Unsere nächste Station ist das Eingangstor zum Gelände der ehemaligen Stärkefabrik. Ursprünglich befand sich auf dem Areal ein Landwirtschaftsbetrieb (erstmalig erwähnt 1487). Im 19. Jahrhundert übernahm die Stadt das Gelände und verkaufte Teile davon im Jahre 1888 an die Begründer der Stärkefabrik. Nun wurde hier aus Kartoffeln Stärkemehl gewonnen. Der Betrieb war keine reine Erfolgsgeschichte: Immer wieder wurde er verkauft oder ging bankrott. Versuche mit einer eigenen Schweinemästerei und einer Molkerei waren langfristig nicht erfolgreich. 1904 versorgte die Stärkefabrik mit einem eigenen Generator einige Gebäude der Stadt mit elektrischem Strom. Die Stadt hatte in diesem Jahr einen Stromanschluss abgelehnt.
Nach der Wende konnte der Betrieb vorerst weiter produzieren, bis der Besitzer aus Emlichheim im Emsland sie 1998 nach langem Hickhack und vielen Protesten letztendlich stilllegte.
Das Eingangstor trägt einige Pfosten mit Laternen zur Beleuchtung. Wie viele Laternenpfosten (auch defekte zählen!) sind es? Anzahl Laternenpfosten = L

Begebt euch nun entlang der Route über Wegpunkt REF4 zur Glashütte, Wegpunkt REF5. Hier befand sich früher der herzogliche Tiergarten. 1833 siedelte sich auf dem Gelände eine Glashütte an. Sie arbeitete (mit Unterbrechungen) bis 1911, als sie von den Gerresheimer Glaswerken (bei Düsseldorf) aufgekauft und geschlossen wurde. Danach wurde sie zur Produktionsstätte für mehrere Firmen, unter anderem wurden hier Torfbriketts, Flaschenverschlüsse aus Holz und Flugzeugteile für die Heinkel-Werke in Rostock hergestellt, auch ein Getreidehandel hatte hier seinen Sitz. Aus dem ehemaligen Direktorenhaus, welches ihr an REF5 seht, wurde später ein Altersheim und schließlich ein soziales Haus.

Stage 12: Peeneufer und Hafen
Die letzte Station eures Rundganges führt euch schließlich zurück zum Peeneufer und zum Hafengelände. Im Loitzer Hafen wurden früher auch Schiffe gebaut. Der große Speicher wurde 1938 errichtet, die Marina erst 2005. Das Bahnhofsgebäude (heute eine Gaststätte) wurde 1906 gebaut und stand an der Bahnstrecke Loitz - Toitz-Rustow, auf der die Schmalspurbahn "Korl Loitz" verkehrte, die bei der Namensgebung der heutigen Gaststätte Pate stand. Am östlichen Ende des Geländes, wo ihr euch gerade befindet, gab es bis um 1930 eine Flussbadeanstalt.
Ihr findet in der Nähe des Wegpunktes eine Blechverkleidung an einem Gebäude. Welche Farbe hat sie? Farbe = M (weiß = 10, braun = 20, grün = 30)


Herzlichen Glückwunsch! Ihr habt nun alle Informationen zur Berechnung der Final-Koordinaten zusammen und seid fast am Ziel!
Zur Kontrolle: Die Summe der Zahlen von A bis F ist 1767, die Summe von G bis M ist 3539.

Die Finalkoordinaten errechnen sich wie folgt:
N 53° (A + C + M) . (H - K - A)
E 13° (G + I + J) . (F/C + B + D + E - I - L)


Viel Spaß beim Rundgang! Und bei der Dosensuche immer schön auf Muggel achten! ;-)

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Additional Hints (Decrypt)

Uvagre Fgrva.

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)