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Stolpersteine Offenbach Multi-Cache

Hidden : 2/2/2012
Difficulty:
3 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:

Stolpersteine - gegen das Vergessen

Der Künstler Gunter Demnig erinnert an die Opfer der NS-Zeit, indem er vor ihrem letzten selbstgewählten Wohnort Gedenktafeln aus Messing in den Bürgersteig einlässt. Inzwischen liegen STOLPERSTEINE in über 500 Orten Deutschlands und in mehreren Ländern Europas. "Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist", sagt Gunter Demnig. Mit den Steinen vor den Häusern wird die Erinnerung an die Menschen lebendig, die einst hier wohnten. Auf den Steinen steht geschrieben: HIER WOHNTE... Ein Stein. Ein Name. Ein Mensch.



Dieser Multi-Cache zeigt Ihnen einige der Stolpersteine in Offenbach. Die Strecke ist ca. 5 km lang und wird 2-3 Stunden dauern.

Es wird 10 Stages geben, und Sie werden eine ganze Reihe von Steinen zu sehen bekommen. Auf jeder der Stages wird es eine Frage zu beantworten geben.


Start at: N50 05.986 E8 45.641

Am Tag der so genannten März-Wahlen, dem 05.März 1933 gab es in Offenbach das erste Todesopfer des Nazi-Terrors.

Frage: A = Wie alt ist Christian Pless geworden, vorausgesetzt, er hätte seinen Geburtstag noch nicht gehabt.


Stage 2: Go to N 50 06 00(A-20) E8 45.626

Hier feierte Hans am 18 Dezember 1939 seinen 10. Geburtstag. Da war allerdings die jüdische Bezirksschule, in der er in die 1. Klasse eingeschult worden war, schon wieder (1938) geschlossen worden. Er hatte keine Klassenkameraden mehr, die mit ihm seinen Geburtstag hätten feiern können.
Seinen 13. Geburtstag konnte Hans nicht mehr feiern, da er am 30. September 1942 gemeinsam mit seinen Eltern und der Schwester zur Deportation abgeholt wurde. Ihr Weg führte vermutlich in das Vernichtungslager Treblinka, in den Akten heißt es „verschollen in Polen“.

Frage: B = Wie alt war Hans Vater als Hans geboren wurde?


Stage 3 : Go to N50 06.((2*B)+7) E8 45.721

Unter „Ghettohäusern“ oder „Judenhäusern“ sind solche Häuser zu verstehen, in denen ab etwa 1939/40 jüdische Familien oftmals in aum erträglicher Enge und nach Zwangseinweisungen wohnen mussten. Häufig befanden sich diese Wohnungen in Häusern, die nach der Auswanderung der Eigentümer in die Verwaltung der Jüdischen Gemeinde übergegangen waren.
Zwei solcher „Judenhäuser“ in Offenbach waren die Häuser Mittelseestraße 31 und 34.
Das Haus Mittelseestr. 31 gehörte der Familie Klauber. Ob hier auch nicht-jüdische Bewohner lebten, ist nicht bekannt. Im Haus wohnte außer den Hausbesitzern das jüdische Ehepaar Schiller. 1937 zog Frau Irene Abraham ein, 1939 kam die Witwe Anna Engländer hinzu. Im August 1941 bezog außerdem das Ehepaar Mühlstein mit ihrer Pflegetochter Betty Sichel das Haus.
In der Mittelseestr. 34 lebte bis Anfang 1939 ausschließlich die Eigentümerfamilie Andorn. Sie führte im Erdgeschoss ihr Geschäft für Schneiderbedarf. Nach der „Kristallnacht“ schickte das Ehepaar Andorn seine fünf Kinder nach Belgien.
In ihr Haus nahmen sie Verwandte und andere Offenbacher Juden auf, die ihre eigene Wohnung verlassen mussten. So wohnten hier das Ehepaar Alwine und Isaak Alexander und Sofie Feldmeier, außerdem Elisabeth Baum, die Schwester von Frau Andorn, ihr Mann Richard und die dreiköpfige Familie Wolfstein.

Frage : C= Wie viele Steine mit den name "ANDORN" sind an dieser Ecke zu finden. (Hinweis: Es gibt drei Häuser mit Stolpersteinen)


Stage 4: Go to N50 0C.286 E8 45.828

Der Kaufmann Hermann Hirschen war mit seinem Herrenkonfektionsgeschäft und mit seiner originellen Werbung in den 1920er-Jahren eine stadtbekannte Offenbacher Persönlichkeit.
Seine Beliebtheit bewahrte ihn allerdings nicht davor, zum Opfer antisemitischer Aktionen zu werden. Am 1. April 1933 wurde auch sein Laden Ziel des Boykotts jüdischer Geschäfte. Ein Jahr nach Beginn der NS-Herrschaft, am 1. März 1934, gab Hirschen auf und schloss sein Geschäft.
Am 27. September 1942 wurden Hermann und seine Frau nach Theresienstadt deportiert. Johanna Hirschen starb dort am 18. August 1943, „vor Gram und völlig entkräftet“, wie ihr Ehemann nach dem Krieg aussagte.
Er selbst überlebte die Jahre in Theresienstadt zwar, aber es war nicht mehr sein Leben, das er jetzt führte. Im April 1946 zog er zu seinem Sohn Kurt nach Schenectady im US-Bundesstaat New York. Hermann Hirschen konnte sich dort nicht mehr einleben.
Er starb am 30. Oktober 1963 als ein verbitterter Mann.

Frage: D = Wie viele Menschen in diesem Haus haben den Holocaust überlebt?


Stage 5: go to N50 06.4D7 E8 45.(B*4)

Albert Boley war einer der beiden älteren Brüder von Robert Boley. Er heiratete Klara Reichold im August 1908. Das Ehepaar hatte drei Kinder.
In den Jahren 1942 und 1943 gab es vom Darmstädter Güterbahnhof drei Massentransporte nach Theresienstadt und Auschwitz. Die Nazis haben hier insgesamt 2.224 Menschen, die im ehemaligen Volksstaat Hessen lebten, in den Tod geschickt. Unter ihnen waren 281 Offenbacher Juden.
In der Deportationsliste vom 30. September 1942 mit der zynischen Überschrift „Wohnsitzverlegung nach dem Generalgouvernement, namentliches Verzeichnis“ finden sich die Namen von Klara und Albert Boley unter den Nummern 376 und 377.
Wann und wo sie starben, bleibt unbekannt.

Frage : E = Wie viele Stolpersteine ??kann man in dieser Straße finden? (Hinweis: Es gibt Stolpersteine ??vor zwei Gebäuden, die Differenz zwischen den Hausnummern ist 7).


Stage 6: go to N50 06.443 E8 4E.094

Alice Baum, die am 11. April 1939 ihre Tochter Judis Baum gebar, war Schneiderin und ledig. Zwischen den Jahren 1932 und 1939 zog sie zehn Mal zwischen Frankfurt und Offenbach hin und her.
Nach den Offenbacher Meldekarten wurden Alice und wahrscheinlich auch Judis Baum (hierzu gibt es keine Angaben) am 01.Oktober 1940 nach Auschwitz deportiert, die Eltern folgten am 01. August 1941. In der zentralen Deportationsliste aus Darmstadt ist für die gesamte Familie Baum der 30. September 1942 als Deportationstag verzeichnet. Alle vier wurden 1942 in Auschwitz ermordet.
Judis Baum ist das jüngste Opfer in Offenbach.

Frage: F = Wie alt war Judis als sie starb (vorausgesetzt sie hat ihren Geburtstag in diesem Jahr noch feiern koennen)?


Stage 7: go to N50 06.F52 E8 45.F(F*2)(F*F)

Friederike Boley, geborene Neuhaus und ihre Ehemann Robert Boley wohnten in der Bahnhofstraße 20.
Die Pogrome gegen die Juden im ganzen Land am 09. und 10. November 1938 versetzten die jüdische Bevölkerung in große Angst. Auch in Offenbach wurde in der Synagoge in der Goethestraße Brand gelegt, viele jüdische Geschäfte beschädigt und geplündert, Wohnungen durchsucht und zahlreiche Menschen verprügelt und verhaftet.
Nicht wenige jüdische Menschen versuchten, sich in der folgenden Zeit das Leben zu nehmen, so auch Friederike und Robert Boley.
Am Sonntag, den 13. November 1938 vergiftete sich das Ehepaar zusammen mit Antonia Grosch, geb. Fernkorn und ihre Schwiegertochter Elisabeth in der Parterrewohnung in der Bahnhofstr. 20 mit Gas. Am nächsten Morgen löste der Milchmann Adam Theobald Jakoby mit der Türklingel eine Explosion aus. Herabstürzende Mauerteile töteten ihn in der Toreinfahrt. Die anderen Bewohner des Hauses wurden von der Feuerwehr gerettet.

Frage : G = Was ist die Hausnummer, in der die Boley- und Grosch Familien gelebt haben?


Stage 8: go to N50 06.FF4 E8 45.(F*11)2

Ferdinand Karl Löb war 18 Jahre alt, als er zusammen mit seinen Eltern deportiert wurde. Genau wie viele andere jüdische Familien aus Offenbach mussten sie sich an einem Tag Mitte September 1942 am Hintereingang der damaligen Synagoge an der Kaiserstraße einfinden und wurden dann in das Sammellager in der Darmstädter Liebigschule gebracht.
Von Darmstadt aus fuhr der Deportationszug am 30. September 1942 nach Treblinka. Bei Ferdinand Karl Löb und seinen Eltern kann davon ausgegangen werden, dass sie im KZ Treblinka ermordet wurden. Am 22. September 1950 wurde sie rechtlich für tot erklärt und das Todesdatum mit dem 8. Mai 1945 angegeben.

In dieser Straße gibt es Stolpersteine ??vor 5 Häusern, Nummer 86, 84, 77, 37 und 6.

Frage : H = Wie viele verschiedene Familiennamen sind auf den Steinen enthalten (dazu gehören auch die Mädchennamen)?

HINWEIS: Gehe nach der Nummer 77 zu Stage 9.


Stage 9: go to N 50 06.G2 8 45.A2

Es gibt Stolpersteine bei Hausnummer 68 und 42.

Hans Stoffers wurde am 14. Juli 1901 in Feldhausen/Württb. geboren. Er war studierter Historiker sowie Altsprachler und geistiger Mittelpunkt einer sozialdemokratischen Widerstandsgruppe in Offenbach. Zusammen mit Valentin Unkelbach, Theo Sturm und anderen, hatten sie sich zusammengetan mit dem Ziel, Verbindungen unter Sozialdemokraten in der Rhein-MainRegion während der Nazi-Zeit aufrecht zu erhalten, zum Sturz der Nazi-Diktatur beizutragen und später die SPD wieder aufzubauen.
In den Jahren 1933 bis 1936 versuchten sie mit Flugblättern, die Stoffers Frau auf einer alten Schreibmaschine in der Firma ihres Vaters abtippte, und die nachts heimlich in die Briefkästen gesteckt wurden, aber auch mit sozialistischen Zeitungen, die aus dem Ausland ins Reich geschmuggelt wurden, die Offenbacher über die verhängnisvolle Politik Hitlers und seine Kriegspläne aufzuklären. 1936 kurz vor der Berliner Olympiade griff die Gestapo zu. Einer nach dem anderen wurde verhaftet. Hans Stoffers wurde gewarnt und konnte in letzter Minute nach Holland fliehen. Dort saß er zunächst im Gefängnis, wurde aber am Ende nicht ausgeliefert sondern nach Belgien abgeschoben. In Brüssel arbeitete er für eine Emigrantenzeitung. Hans Stoffers wirkte bei der Gründung der „Deutschen Jugendfront“ gegen Hitler mit. Bald darauf musste er wiederum fliehen.
Bei einem Angriff auf dem Weg nach Paris wurde der Flüchtlingszug von deutschen Kampfflugzeugen bombardiert. Viele Menschen kamen bei dem Angriff um. Hans Stoffers war unter den Toten.

Frage : I = Was ist die Quersumme des Todestages von Hans Stoffers?
(zum Beispiel 23/08/1922, der 23. is der Todestag => 2+3=5)

Vervolge jetzt Stage 8 wieder, bis zur letzten Haus. Gehe dann zu Stage 10

Stage 10: go to N50 05.II1 E8 45.43H

Karl Kaufmann und seine Frau wohnten mit ihren Kindern Ruth und Lothar seit 1927 in der Hohe Straße 35. Für die Nationalsozialisten galten sie als „jüdisch versippt“, als „Bastarde“ und nichtarische Mischlinge“. Karl lebt als Sohn eines jüdischen Händlers seit 1911 in Offenbach a.M., nimmt als „Frontkämpfer“ am I. Weltkrieg teil und heiratet 1923 eine evangelische Offenbacherin. Ihre beiden Kinder gehören wie Karl zur Israelitischen Religionsgemeinde.
Ruth muss die Schule verlassen und auf die Jüdische Bezirksschule wechseln. Lothar erhält erst gar keine Chance, auf einer öffentlichen Schule angemeldet zu werden.
Als Nichtuniformierte während der Pogromnacht 1938 die Wohnung der Kaufmanns verwüsten, haben sie diese längst aus Angst verlassen. Karl wird dennoch kurz darauf festgenommen und im Konzentrationslager Dachau inhaftiert. Er wird entlassen, nachdem er sich verpflichtet hat, Deutschland zu verlassen. Die Eltern bringen ihre beiden Kinder sofort nach Lüttich zu Verwandten, während sie händeringend auf ein “Affidavit” warten, eine Bürgschaft von Verwandten, die es ihnen erlaubt, in die USA einzureisen. Als Karl das “Affidavit” endlich in Händen hält, beginnt der Krieg, und die Wehrmacht marschiert in Belgien ein. Ruth und Lothar versuchen noch, nach Nordfrankreich zu entkommen. Doch ihr Flüchtlingstreck wird von deutschen Flugzeugverbänden unter Beschuss genommen. Im deutschen Kugelhagel sterben sie am 23. Mai 1940 zwischen Lille und Arras im Alter von 9 und 14 Jahren.
Karl und seine Frau müssen mit Rosenbergs, bei denen sie zwischenzeitlich Zuflucht gefunden haben, 1941 die Hohe Straße 35 verlassen und kommen in die Luisenstr.82. Ohnmächtig müssen sie mitansehen, wie ihre Mitbewohner im September 1942 deportiert werden.
Noch gehört Karl zu den 33 Männern und Frauen aus „deutsch-jüdischen Mischehen“ in Offenbach a.M., die von den Deportationen zurückgestellt werden. Aber es dauert nur wenige Monate, dann beginnt die Gestapo in Hessen, auch diese zu verhaften. Ihnen wird vorgeworfen, den „Judenstern“ nicht getragen zu haben oder sich mit Nichtjuden in der Öffentlichkeit unterhalten zu haben. Sie kommen nach Darmstadt oder Frankfurt und von dort in die Arbeitserziehungs-, Konzentrations- und Vernichtungslager.Im Februar 1943 wird Karl mit seiner Frau in das Ghettohaus Domstraße 66 gepfercht und kurz darauf, am 14. März, verhaftet, in Schutzhaft genommen, in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert und am 14. September dort ermordet.

Frage : J = Wie viele Mädchen namens Ruth haben in diesem Haus gewohnt?


Jetzt wurde es zum Final gehen, aber leider gibt es die nicht mehr. Anstatt könnt ihr die Lösung via GeoChecker.com controllieren.:

Nord B 0E.I(H+D)J, Ost H (A+G+D).(F+D)(C+D+E+F+I)

Ich hoffe Sie haben den Cache genossen. Falls Sie mehr information ueber Stolpesteine in Offenbach oder Stolpersteine in Europa suchen, koennen Sie die hier finden:

Stolpersteine.com

Stolpersteine in Offenbach


Stage North East Frage Answer
1 50 05.986 8 45.641 A = Wie alt ist Christian Pless geworden, vorausgesetzt, er hätte seinen Geburtstag noch nicht gehabt.  
2 50 06.00(A-20) 8 45.626 B = Wie alt war Hans Vater als Hans geboren wurde?  
3 50 06.((2*B)+7) 8 45.721 C = Wie viele Steine ??mit den name "ANDORN" sind an dieser Ecke zu finden. (Hinweis: Es gibt drei Häuser mit Stolpersteinen)  
4 50 0C.286 8 45.828 D = Wie viele Menschen in diesem Haus haben den Holocaust überlebt?  
5 50 06.4D7 8 45.(B*4) E = Wie viele Stolpersteine ??kann man in dieser Straße finden? (Hinweis: Es gibt Stolpersteine ??vor zwei Gebäuden, die Differenz zwischen den Hausnummern ist 7).  
6 50 06.443 8 4E.094 F = Wie alt war Judis als sie starb (vorausgesetzt sie hat ihren Geburtstag in diesem Jahr noch feiern koennen)?  
7 50 06.F52 8 45.F(F*2)(F*F) G = Was ist die Hausnummer, in der die Boley- und Grosch Familien gelebt haben?  
8 50 06.FF4 8 45.(F*11)2 H = Wie viele verschiedene Familiennamen sind auf den Steinen enthalten (dazu gehören auch die Mädchennamen)?  
9 50 06.G2 8 45.A2 I = Was ist die Quersumme des Todestages von Hans Stoffers?  
10 50 05.II1 8 45.43H J = Wie viele Mädchen namens Ruth haben in diesem Haus gewohnt?  
FINAL - die Dose ist weg, aber wann Sie mir die Antworten schicken kann der Cache geloggt werden, es geht um die Geschichte B 0E.I(H+D)J H (A+G+D).(F+D)(C+D+E+F+I) FINAL  

You can check your answers for this puzzle on GeoChecker.com.

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