Es ist der 01.10.1753, Mitternacht. Ein Mann liegt nur mit einem Hemd und kurzer Leinenhose bekleidet reglos auf dem Boden. Er scheint bewusstlos zu sein. Die Umgebung ist kaum zu erkennen, nur Umrisse scheint man zu sehen oder besser gesagt nur zu erahnen. Jetzt rührt sich die Person er scheint wach zu werden. Er schreckt auf:
"Ahh…! W…W... Wa…. Was zum Teufel… Was ist passiert? Wo bin ich?"
Der Mann versucht Krampfhaft was zu sehen aber seine Augen können sich nicht an die Dunkelheit gewöhnen. Vor lauter Panik schreit er.
"Ist hier wer, kann mich jemand hören? Hallo? Ich bin hier! Ich brauche Hilfe…."
Keine Antwort. Der Mann fängt an seine Umgebung abzutasten. Er will nicht aufstehen, weil er keine Schuhe trägt hat er Angst in was rein zutreten. Nach nochmaligen rufen ohne Antwort zwingt er sich doch noch aufzustehen. Er macht nur kleine Schritte, einen nach dem anderen.
"Mmmh… was ist das? Das fühlt sich wie ein Seil an, verzurrt mit Holzpflöcken wie so eine Art Rehling."
Der Mann folgt dem Seil einen kleinen schmalen Weg entlang. Er zuckt oft zusammen, weil sich der Boden unter seinen nackten Füßen immer wieder ändert. Zuerst lief er auf so einer Art viereckigen Steinen, dann wurde es unangenehmer, er hat das Gefühl es liegen nur kleine Stöcker und Tannenzapfen umher. Jetzt ist es eine Art Kiesgestein das immer mal dickere Steinchen hat und sich dann mal fast wie Sand anfühlt. Nach ein paar Metern stößt er gegen so eine Art Boot oder sowas, das fest mit dem Boden verankert ist aber doch immer hin und her wippt wenn man es anstößt. Er kommt an einen Baumstamm der Kerzengerade vor ihm liegt. Da der Boden sich komisch anfühlt versucht er darüber zu kriechen und den Baumstamm so zu sagen als Brücke nutzt. Es geht ein bisschen aufwärts, als er es über die Hälfte geschafft hat kippt der Baumstamm ein wenig nach vorn und er fällt plötzlich vorne über. Nach kurzem fluchen rappelt er sich wieder auf und geht weiter. Das nächste Hindernis lässt nicht lange auf sich warten. Eine Steilwand stellt sich ihm in den Weg.
"Verdammt! Das hat mir gerade noch gefehlt. Sollte ich es wagen, da hoch? Umdrehen geht nicht, dann mal los."
Die Steilwand ist doch schneller überwunden als er dachte. Nach ein paar Metern verliert er den Boden unter den Füßen und rutscht die andere Seite die nicht so steil ist herunter. Ein lautes:
"AAAAAAAAAAAAAAAAHHHHHHHHHHHHhhhhhhhh….."
ist zu hören bevor er unsanft auf seinem Po landet und wieder Ohnmächtig wird. Fünf Stunden später. Der Mann wacht wieder auf.
"MMM… Was zum Teufel? Ach ja! Na wenigstens wird es langsam wieder hell. Wo bin ich? Ist das ein Strand? Na zu mindestens ist es Sand."
Der Spaziergang durch den Sand tut seinen nackten Füßen richtig gut. Von hier aus kann er ein kleines Indianerdorf sehen. Er stürzte gleich darauf zu auf der Hoffnung Essen zu finden. Nichts, keine Menschenseele und auch kein Essen. Trotzdem rief er wieder:
"Hallo…Hallo…ist jemand hier? Hört mich jemand?"
Aber wieder nichts. Der Mann schaut sich noch weiter um, er bestaunt die Malereien in dem Zelt und läuft weiter Richtung Meer. Ein Schiffwrack liegt hier. Es ist kaum noch zu erkennen dass es mal ein Schiff war. Der Mann schaut sich das Wrack ganz genau an. Er geht an Bord wenn man das noch so sagen darf. Er schaut sich ganz genau um. Er schaut sich alles an, die Umgebung, das Wrack, den Weg den er gekommen ist, einfach alles. Nach kurzer Zeit nickt er als ob er etwas für sich was beschlossen hat, geht runter, seinen Weg zurück den er gekommen ist und fängt an seine Spuren zu verwischen bis zum Schiffwrack. Er sieht sich wieder um und als ob ihm Jemand zu hören würde sagte er:
"Ich bleibe hier. Hier ist mein neues Heim, sucht mich nicht, es ist vergebens,
ich will nicht gefunden werden!"