-
Difficulty:
-
-
Terrain:
-
Size:
 (micro)
Please note Use of geocaching.com services is subject to the terms and conditions
in our disclaimer.
Entdeckungsrundgang durch das malerische Brauerquartier (ca. 45 min.)
(Neues Versteck ab 24.4.2017)
Das gerettete Quartier
1985 wäre das Brauerquartier fast einer Neuüberbauung zum Opfer gefallen. Dank der Unterschutzstellung 1987 überlebte es. Heute präsentiert es sich lebendig, grün – und voller Überraschungen.
Welch grüne Idylle! Zwischen einer Zeile von Backsteinbauten an der Rychenbergstrasse und kleineren Häusern an der Malzstrasse liegen grosse, mit Bäumen, Büschen und Wiesen bunt durchwachsene, wildromantische Gärten. (...)
Heute stehen die reich umgrünten Backsteinhäuser mit ihren typischen Quergiebeln und den offenen oder verglasten Veranden als einzigartige Zeitzeugen noch immer da – inzwischen jedoch sanft und liebevoll renoviert. Selbst ihre Vorgärten sind nicht wie anderswo in Autoabstellplätze umgewandelt worden.
Die Karte von 1850 zeigt es deutlich: Wo heute das Brauerquartier steht, gab es einst nur Felder oder – an der Hügelflanke – Reben. «Zu dieser Zeit beschränkte sich Winterthur praktisch auf die Altstadt und zählte bloss 5000 Einwohner», umreisst Denkmalpfleger Stefan Gasser den geschichtlichen Rahmen. «Durch die Einführung der Niederlassungs- und Gewerbefreiheit sowie den neuen Bahnhof entwickelte sich dann eine ungeheure Dynamik.» Wirtschaft und Wohnbau boomten, die Einwohnerzahl wuchs bis 1900 auf das Vierfache.
Im Tössfeld und in Neuwiesen entstanden erste Arbeiterquartiere mit grossen Mietshäusern. Gegen diese Entwicklung opponierten Industrielle wie Heinrich Rieter oder Charles Brown (SLM): Sie forderten offenere Überbauungen und kleinere Häuser mit Gärten. «Dieses Engagement für das Wohlbefinden der Arbeiter war üblich, es ebnete der Gartenstadt den Weg», sagt Gasser. «Dahinter steckte auch die Angst vor Protesten eines unzufriedenen Proletariats.»
Vor diesem Hintergrund plante Bauunternehmer und Investor Heinrich Blatter (1837–1912) die Brauersiedlung. Auf einer Wiese westlich des Haldenguts erstellte er von 1895 bis 1897 an der Rychenbergstrasse zunächst geradezu villenähnliche Doppeleinfamilienhäuser aus Backstein. «Sie wirken herrschaftlich, waren aber als Arbeiterwohnhäuser gedacht», sagt Historiker und Quartierbewohner Peter Niederhäuser. «Trotzdem lief ihr Verkauf harzig: Man hatte wohl die abgeschiedene Lage unterschätzt.» Zudem kostete ein Hausteil 35000 Franken, was für Arbeiter mit einem Jahreseinkommen von 1500 Franken unerschwinglich war. Wahrscheinlich änderte man deshalb die Pläne für die ab 1897 beginnende zweite Bauetappe ziemlich abrupt. «Während der Eckbau Malzstrasse/Brunngasse noch herrschaftliche Züge trägt, wurden zwölf Backsteinhäuser im angrenzenden Strassengeviert kleiner dimensioniert und dreigeschossig erstellt», sagt er. «Sie waren als Ein- oder Mehrfamilienhäuser nutzbar, zwischen 1899 und 1901 bezugsbereit – und wurden gut verkauft.»
Zu den Skurrilitäten des Quartiers zählt nicht nur die Brauerstrasse 32, das «schiefste Haus von Winterthur», das sich bedenklich neigte, da es auf ungenügend gesichertem Grund erstellt worden war. Ein Unikum ist auch, dass die einst von Blatter privat erstellte Malzstrasse «herrenlos» war, als sie 1955 zur städtischen Strasse werden sollte – sie war nicht im Grundbuch eingetragen. Da half nur ein Trick: Einer der Anwohner hatte sich für den kurzen Augenblick des Vertragsabschlusses mit der Stadt als «Vorbesitzer» zur Verfügung zu stellen. Ohne dies wäre die Übernahme rechtlich nicht möglich gewesen.
(Quelle: Landbote, 17.9.2011)
Die nicht gerettete Brauerei Haldengut
Die Karl Steiner AG plant auf dem nördlich der Rychenbergstrasse liegenden Teil des Areals der Brauerei Haldengut in Winterthur die Umnutzung der ehemaligen Produktion zu einer Wohn- und Gewerbeüberbauung. In Zusammenarbeit mit den Architekten Atelier WW, Zürich und Marcel Ferrier, St. Gallen sowie den Landschaftsarchitekten Rotzler Krebs und Partner, Winterthur soll eine attraktive Mischung aus neu erstellten Gebäuden und umgenutzen bestehenden Liegenschaften mit einem vielfälltigen Angebot an Miet- und Eigentumswohnungen für gehobene Ansprüche entstehen. Der Stadtrat hat die Baubewilligung für die Überbauung erteilt.
Das Zentrum der Überbauung bildet das mit einem Neubau ergänzte und unter Denkmalschutz stehenden Gebäudeensemble aus Backstein, das ehemalige Malz/Kohlesilo sowie der von der Rychenbergstrasse zurückversetzte neue Baukörper. Die bestehenden Gebäude werden zu Wohnhäusern mit einem kleinen Angebot an Ateliers und Büroflächen umgebaut, die Neubauten enthalten Verkaufsräume auf Strassenniveau und Wohnungen in den oberen Geschossen. Auch der westliche Arealteil ist von einer städtisch verdichteten, zeilenartigen Neubebauung mit Wohnhäusern geprägt, die sich in der Volumetrie an den vorhandenen industriellen Strukturen der Umgebung orientiert.
Entlang der Tachlisbrunnenstrasse ist eine zu den umliegenden Quartieren durchlässige Bebauung mit einzelnen Mehrfamilienhäusern geplant. Auf dem östlichen Arealteil in der Schlaufe der Haldenstrasse wird die Fabrikantenvilla von Rittmeyer & Furrer erhalten und das steil abfallende Gelände mit neuen Mehrfamilienhäusern punktuell bebaut.
Es entstehen 67 Eigentumswohnungen/Lofts und 132 Mietwohnungen/Lofts. Dazu kommen noch gewerbliche Nutzungen wie Büros, Ateliers, Verkauf und Gastronomie.
(Quelle: Departement Bau, Stadt Winterthur, Medienmitteilung 2005)
Die Brauerei Haldengut schloss sich 1990 mit der Calanda Bräu in Chur zusammen, wurde 2002 von Heinecken gekauft. Seither wird das Haldengut Bier in Chur gebraut, das Areal in Winterthur wird nicht mehr gebraucht. Echte Lokalbiere sind nun nur noch Stadtguet und Euelbräu.
Und nun zum Kerngeschäft der Cacher:
543 - 10 - 518 - nein, nicht geradeaus... - 16 - 36 - 36a - 4.35 (auf blau) - S 2620 - S 1737 - 1964 - aufwärts - 5 - 5b - 5c - geniesse die Aussicht bei 833 - S 2323 (auf gelb) - 832 - 831 - S Y (auf gelb) - horizontal weiter - 829 - 6 - 5 - 4 - 3707 - S 367 (auf grün) - ziemlich scharf rechts - Bild2 - 1933 - wechsle die Ebene stark (ja, du darfst, das ist öffentlich, steht so!) - 61 - S 3213 (auf blau) - 2 - 511 - 5 - 3 - 1 - 510 - mit dem Grätli dem Owner winken, wenn er im Garten ist - 482 - 258 - (3.5t - 32) im Moment nicht sichtbar -517 - S 173 / S 92 / S 165 / S 236 ; Final hier gemäss Hint.
Vielen Dank an shola für den Betatest!
Gratulation an die ersten FinderInnen:
FTF: Wrex82
STF: Catwisel
TTF: hlw
... und an alle anderen auch...
Additional Hints
(Decrypt)
Frvg 24.4.2017: Arhrf Irefgrpx haq arhre Uvag: Gergzvaraireuvaqrere
9.1.2018: 3.5g - 32 vfg grzcbeäe irefpujhaqra