Der Bischofferoder Tunnel (auch Eisbergtunnel genannt) befindet sich auf der Grenze der Landkreise Schwalm-Eder im Westen und Werra-Meißner im Osten im nördlichsten Ausläufer des waldreichen Stölzinger Gebirges zwischen Spangenberg-Bischofferode und Waldkappel-Schemmern.
Der Tunnel führt genau unter der Stelle durch die langgestreckte Stölzinger Höhe, wo die Franzosenstraße (Abschnitt des Wanderweg „F 08“) die Landesstraße 3227 kreuzt. Er wurde nur ungefähr 700 m südlich der Petershöhe (441 m ü. NN) und 2,25 km (je Luftlinie) südlich des sich im Norden an diesen Berg anschließenden Eisbergs auf etwa 340 m Höhe über dem Meeresspiegel errichtet.
Zu erreichen ist der Tunnel über die Landesstraße 3227, die unter anderen von Bischofferode über den Bergrücken, durch den der Tunnel verläuft, nach Schemmern führt und die B 7 im Osten mit der B 487 im Westen verbindet.
Laut der Inschrift am mit Zinnen verzierten Westportal, das sich östlich von Bischofferode befindet, wurde der Tunnel 1878 erbaut; damit ist vermutlich „bis '78“ gemeint. Unterschiedlichen Angaben zufolge ist er 1.503 bzw. 1.508 m lang.
Der für 2-gleisigen Eisenbahnverkehr ausgelegte Bischofferoder Tunnel, durch den zuletzt nur ein Gleis führte, befindet sich am 40,41 km langen Kanonenbahn-Abschnitt Niederhone–Malsfeld, eine strategische Bahnlinie zwischen Berlin und Metz, auf der Güter (insbesondere Militärgut) und Personen befördert wurden. Dies geschah bezüglich des Tunnels offiziell vom 15. Mai 1879 bis zum 26. Mai 1974, als der Abschnitt Waldkappel–Malsfeld stillgelegt wurde.
Der Tunnel 1972

Der Tunnel heute
