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Die Geologie des Königssees

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Hidden : 2/13/2012
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size: not chosen (not chosen)

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Geocache Description:


Dieser EarthCache führt Dich zum Königssee und lädt Dich dort zu einem geologischen Ausflug von Schönau nach St. Bartholomä ein. Der Königssee liegt im Nationalpark Berchtesgaden. Bitte verhalte Dich entsprechend. Startpunkt ist der Parkplatz (gebührenpflichtig) bei N47° 35.511 E12° 59.291. Dort siehst Du auch schon das erste geologische Highlight (N47° 35.480 E12° 59.289). Es ist der nicht zu übersehende Findling "Grosser Stangerstein" (Länge: 12m; Breite: 12m; Höhe: 6m). Dieses Naturdenkmal steht direkt auf dem Parkplatz. Schaue es Dir genauer an (siehe Aufgaben).


Blick auf den Königssee

Nun geht es zur Bootsanlegestation am Königssee bei N47° 35.294 E12° 59.338. Von dort bewegst Du Dich über den Königssee nach St. Bartholomä. Der Königssee ist ein langgestreckter Gebirgssee im Berchtesgadener Land im Südosten Bayerns und gehört zur Gemeinde Schönau am Königssee. Er liegt am östlichen Fuß des Watzmanns und wird im Wesentlichen durch den vom südöstlich gelegenen Obersee kommenden Saletbach gespeist. Da der Königssee zwischen steilen Berghängen eingebettet ist, wird er als fjordartig beschrieben; er gilt der Wasserqualität nach außerdem als einer der saubersten Seen Deutschlands.


Geologisches Profil Königssee und Watzmann
Quelle: Geologische Wanderung auf den Watzmann


Wie ist der Königssee entstanden?

Seine Entstehung verdankt der Königssee den eiszeitlichen Gletschern. Mit über 1000 Meter dickem Eis haben sie sein Becken vor rund 10 000 Jahren trogförmig ausgehobelt. Die Voraussetzungen für die Entstehung des Seebecken wurden jedoch schon wesentlich früher geschaffen: Bereits im oberen Jura, vor etwa 140 Millionen Jahren, entstand hier ein Bruch in der Erdkruste. Über Jahrmillionen folgten die Flüsse dieser vorgezeichneten Schwächezone im Gestein. An dieser konnten dann auch die Gletscher der Eiszeiten bevorzugt ansetzen und das Seebecken zu seiner heutigen Form gestalten, lediglich der widerstandsfähige Dachsteinkalk im Bereich der heutigen Ortschaft Königssee wurde zwar geschliffen, nicht aber großvolumig abgetragen. Während seines Höchststandes muss das Eis den Talboden etwa 900 Meter hoch bedeckt haben, wie eiszeitliche Seitenmoränen im Bereich des Plateaus von Kühroint zeigen. Eine Schwelle trennt den Königssee im Süden vom kleinen Obersee.

Im Einzugsgebiet des Sees dominiert unter den Gesteinen der Dachsteinkalk (siehe Grafik oben). Da dieses Gestein nahezu rückstandslos verkarstet, gelangt kaum Trübe in den See. Entsprechend rein und klar ist das Wasser des Königssees. Eine Ausnahme bildet der Schwemmfächer von St. Bartholomä. Er wurde vom Eisbach aus Material aufgeschüttet, das aus den unteren Bereichen der über 2000 Meter hohen Watzmann-Ostwand stammt, der höchsten Wand der Ostalpen. Diese Bereiche bestehen aus Ramsaudolomit, der durch Frostsprengung stark aufgelockert und vom Eisbach in den See befördert wird. Irgendwann in ferner Zukunft wird dieser Schwemmfächer den Königssee zerteilen - schon jetzt schnürt er ihn erheblich ein.


Geologische Karte der Umgebung
Quelle: Bayrisches Landsamt für Umwelt

Die Schluchten auf dem Weg nach St. Bartholomä

Auf Deiner Fahrt nach St. Bartholomä sind neben dem berühmten Echo zwei geologisch interessante Schluchten mit Wasserfällen zu erwähnen. Zunächst passierst Du die Königsbach-Schlucht, die bei N47° 34.639 E12° 59.814 liegt. An dieser Stelle fließt der Königsbach durch eine Schlucht und über einen Wasserfall dem Königssee zu. An der Bacheinmündung lassen sich Moränenreste sehen. Erwähnenswert ist die Schlucht auch, weil der Königsbachwasserfall mit einer Höhe von ca. 200m der fünfthöchste Fall in Deutschland ist.

Die zweite Schlucht, die Kesselbach-Schlucht, auf dem Weg nach St. Bartholomä liegt bei N47° 33.656 E12° 59.419 an der Bedarfshaltestelle "Kessel". Dort überwindet der Kesselbach über 500 Meter in einer engen Schlucht. Die dabei entstehende starke Schuttführung führt zu einer Beckeneinengung des Königssees.


Blick auf den Königsbachwasserfall

Schwemmfächer bei St. Bartholomä

Angekommen bei St. Bartholomä findet sich die letzte Station dieses EarthCaches im Umfeld von N47° 32.467 E12° 57.907. Dort bilden Schwemmfächer den Akkumulationsbereich von Flusssedimenten, der dort entsteht, wo das Gefälle des Flussbettes plötzlich nachlässt. Das ist z. B. der Fall, wenn ein Fließgewässer aus einem Seitental mit steil geneigtem Talboden in ein weites Haupttal einmündet oder wenn Flüsse in das flachere Vorland austreten. Dabei wird allmählich ein wenig geneigter und im Grundriss meist dreieckiger Schwemmfächer aufgebaut. Bei aktiven Schwemmfächern finden sich meist mehrere Gerinnearme auf der Oberfläche. Im Verlauf von extremen Niederschlägen, Hochwasserereignissen und Murenbildung kommt es immer wieder zur Verlagerung dieser Arme. Steil geneigte Schwemmfächer werden als Schwemmkegel, solche mit hohem Anteil an Grobkomponenten als Schotterkegel bezeichnet. Der berühmte Schwemmfächer von St. Bartholomä besteht im wesentlichen aus leicht verwitterbarem Schutt, der im tieferen Teil der Watzmann-Ostwand ansteht.


Blick auf St. Bartholomä

Um diesen Earthcache zu loggen, beantworte bitte folgende Fragen per Email (Du brauchst nicht auf eine Logfreigabe zu warten, ich melde mich, wenn etwas nicht stimmt):

  • Vergleiche den Findling am Parkplatz mit dem Dachsteinkalk, den Du auf Deiner Fahrt auf dem Königssee siehst. Denkst Du, der Findling besteht auch aus Dachsteinkalk?
  • Wie viele Gerinnearme findest Du in dem Schwemmfächer bei St. Bartholomä?
  • Welches Gestein bildet den Schutt im wesentlichen in dem Schwemmfächer?
  • Was denkst Du wird in sehr ferner Zukunft durch den Schwemmfächer mit dem Königssee geschehen?
  • Bitte mache freiwillig ein Foto von Dir oder von Deinem GPS auf dem Königssee.
Quellen: Wissen.de;Landschaftsformen und Landschaftselemente im Hochgebirge von Alexander Stahr und Thomas Hartmann; Wikipedia

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