Die Düsterdieker Niederung liegt im Norden einer flachen Großlandschaft, die sich im Wesentlichen in W e s t f a l e n befindet. Vor vielen Millionen Jahren wurde dieses Gebiet vom K r e i d e m e e r, dem Vorläufer der Nordsee, überflutet. Die Großlandschaft erinnert an eine Meeres b u c h t.
Die behandelten Dünen liegen südlich des Mittellandkanals auf einem von West nach Ost verlaufenden Streifen, der ein Meter bis zweieinhalb Meter die Niederung von fünfzig Meter über NN und etwas darüber überragt.
Die Dünen bauen sich von oben nach unten mit unterschiedlich dicken Schichten etwa wie folgt auf: Humus, humoser Bleichsand, reiner Bleichsand, Ortstein (durch humussaure Eisenverbindungen verkittete, sandige, feste Bodenschicht), gelblicher bis brauner Sand, dunkelbraune millimeter- bis zentimeterdicke Bänder, grauer schwach geschichteter Sand und darunter ab knapp zwei Meter Tiefe Grundwasser. Die nördlichen Anhöhen enthalten unmittelbar von Gletschereis abgelagerte Sedimente der Saale-Eiszeit.
Die Flugsande stammen aus der späten Eiszeit. Nach der Schmelze des Gletschereises konnten die Luftströme die leichten, feinkörnigen Bodenpartikel, vor allem Sand, erfassen und kilometerweit verfrachten um sie an anderer Stelle wieder abzulagern. Durch die sortierende Wirkung - Schluff (Feinboden mit sehr geringer Körnung) wird deutlich schneller transportiert als Sand - entstanden so im Laufe der Zeit Sanddünen. Mit dem Ende der Eiszeit und der allmählichen Klimaerwärmung kam die Aktivität der Dünen durch Bewaldung zum Erliegen. Heute sind die Dünen hauptsächlich mit Kiefern, vereinzelt mit Birken, bewachsen.
Ein Teil der Dünen wurde etwa 12.000 v.Chr. durch Siedlungsplätze der Federmesser-Gruppen (nomadische Jäger und Sammler) und 1955 durch Umwandlung in Ackerland gestört.
Bei den im Listing genannten Koordinaten steht eine Infotafel. Von der Infotafel aus in östlicher Richtung entlang der südlichen Kante des Dünenrückens auf ca. 600 Meter Straße und ca. 200 Meter Sandweg (Wanderweg A2 und Raute) befindet sich linker Hand eine Sandentnahmestelle, die allerdings nach länger anhaltenden Regenfällen ziemlich nass sein kann.
Der Dünenbereich ist über befestigte Straßen bzw. die Sandentnahmestelle über einen Sandweg gut zu erreichen. Geparkt werden sollte dicht am Waldrand, damit der landwirtschaftliche Verkehr nicht behindert wird. Da es sich um ein Naturschutzgebiet handelt, sind die offiziellen Wege nicht zu verlassen, was auch nicht nötig ist. Bitte Wildwechsel beachten.
Quelle: Beck, H., 1973: Bodenaltertümer Westfalens XIII - Abschnitt Die Dünen und deren Böden bei Westerkappeln
Um den Cache zu loggen, sind die nachfolgenden Fragen per E-Mail ( pakawest@web.de ) zu beantworten:
1. Wie wird die flache Großlandschaft genannt, die hauptsächlich in Westfalen liegt? (Nenne eine von mehreren gebräuchlichen Bezeichnungen)
2. Vor wieviel Millionen Jahren war diese Gegend mit Meerwasser bedeckt?
3. Wie hoch ist ungefähr die Abbruchkante der Sandentnahmestelle und welche Bodenschichten sind zu erkennen?