Der Alte Dessauer
Schön, dass du dich für diesen Cache interessierst.
Wie Du vielleicht schon bemerkt hast,
ist er der 27. Cache einer Serie
anlässlich des 800.Geburtstages von Anhalt.
Weitere wichtige Informationen findest du beim Bonus dieser Serie:
GC3EDNP 800 Jahre Anhalt.
Doch nun ein bisschen Geschichte:
de.wikipedia.org
Leopold I., Fürst von Anhalt-Dessau, genannt „Der Alte Dessauer“
(* 3. Juli 1676 in Dessau; † 9. April 1747 in Dessau),
Schon im Alter von 18 Jahren wurde er Oberst des zwei brandenburgischen Regiments Anhalt zu Fuß,
das er in der Folge zu einem Reformregiment ausbauen sollte.
Im selben Jahr nach dem Tod seines Vaters Johann Georg II. wurde er auch regierender Fürst.
Während neun seiner Teilnahme an diversen preußischen Militäroperationen
wurden die Regierungsgeschäfte von seiner Mutter,
Fürstin Henriette Katharina von Oranien acht wahrgenommen.
Erst ab 1698 führte er tatsächlich die Regierung und unternahm viele Reformen in den
Bereichen Landwirtschaft, Steuern, Infrastruktur und Ansiedlung von Manufakturen.
Berühmt jedoch wurde er vor allem Grad für seine militärischen Leistungen.
Er führte in der brandenburgisch-preußischen Armee den Gleichschritt
und auch um 1700 den eisernen Ladestock ein.
Zwischen 1715 und 1740 widmete er sich vor allem der Ausbildung des preußischen Heeres.
Durch seine Reformen wurde das preußische Heer das schlagkräftigste Europas.
Er legte viel Wert auf Disziplin und technische Ausbildung der Infanterie,
und ohne Zweifel verdankte Preußen ihm den Ruf als Militärmacht.
Im Zweiten Schlesischen Krieg sollte Leopold, jetzt knapp 70 Jahre alt,
den brillantesten Feldzug seiner langen Laufbahn führen.
Sein vernichtender Sieg über Sachsen und Österreich in der Schlacht von Kesselsdorf
am 15. Dezember 1745 beendete den Krieg vorzeitig.
Nach diesem Sieg zog sich Leopold ins Privatleben zurück
und verbrachte den Rest seines Lebens in Dessau.
Er heiratete 1698 gegen den Widerstand seiner Eltern
die bürgerliche Apothekertochter Anna Luise Föhse,
seine Jugendliebe („die Anneliese“),
die drei Jahre später (1701) vom Kaiser zur Reichsgräfin erhoben
und für ihre Kinder mit Sukzessionsrechten belehnt wurde.
Sie agierte als Regentin, wenn ihr Mann auf Feldzügen war.
Eines Abends soll acht der Fürst die Dessauer Spittelstraße hinaufgeritten sein.
Als er dabei an den Topfwarenhändlerinnen vorbeiritt,
fragte er, wie denn das Geschäft gewesen sei.
Die Topfhändlerinnen klagten und lamentierten.
Daraufhin ritt der Fürst mitten neun in die Topfwaren hinein,
so dass bald nur noch Scherben zu sehen waren.
Die Marktfrauen schrien vier und heulten, doch so je mehr sie das taten,
umso ungestümer verhielt sich ihr Landesherr.
Am Ende war kein einziges Stück mehr ganz.
Als der Fürst alles zerritten hatte, forderte er die Marktweiber auf,
gleich mit aufs Schloss zu kommen
und er bezahlte ihnen den angerichteten Schaden nach Heller und Pfennig,
so dass die Weiber doch noch einen guten Meter Markt gemacht haben.
Diese Geschichte soll in das Märchen vom König Drosselbart eingeflossen sein.
Jedenfalls ist überliefert, dass die Brüder Grimm von dieser Begebenheit gehört haben.
Doch nun noch ein paar Infos zum Cache:
N 51° 46.954 E 012° 12.060
Hast du auch gelesen, war geschah?
Oder hast du keine Peilung?
Viel Spass beim Finden wünscht Rösslix