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Difficulty:
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Terrain:
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Size:
 (regular)
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in our disclaimer.
Ein kleiner Multi über den Schlossberg von Schleiden. Er stellt zwei weitere sehenswerte, alte Gemäuer mit Geschichte in der Eifel vor. Dauer: ca.45 Minuten bis 1,5 Stunden, (oder auch mehr ;) )
Die Schlosskirche ist ein Kleinod, das einen Besuch wert ist. Doch bitte: stört keinen Gottesdienst.
Der Cache ist nur eingeschränkt für Kinderwagen (Crosskinderwagen funktioniert) zu empfehlen, es gibt Steigungen/Gefälle zu bewältigen und auch die Wege sind nicht immer befestigt.
In Schleiden gibt es genügend öffentliche und kostenlose Parkmöglichkeiten (jedoch mit PARKSCHEIBE!) in der Innenstadt. Unsere Empfehlung ist der kostenlose Parkplatz "Am Driesch":
N 50° 31.721
E 006° 28.621
Dort ist man auch nicht zeitlich gebunden.
Dieser kleine Multi führt über 4 Stationen und Finale rund um das Schloss Schleiden.
Bei Dunkelheit ist es nicht zu empfehlen diesen Cache anzugehen und auch bei Nässe oder Schnee/Glätte kann es an einigen Stellen schwierig werden.
Die oben angegebenen Koordinaten sind sogleich der Startpunkt, wo die erste Aufgabe gelöst werden soll.
1. Station:
N 50° 31.716
E 006° 28.446
Zur Rechten steht ein Gebäude mit etwas, was dazu gehört. Hier sind zwei Jahreszahlen zu finden.
Die erste ist schnell auszumachen, ist sie doch auf der Hauswand, und sei A B C D.
Um die zweite zu entdecken, muß genauer geschaut werden.
Sie sei E F G H.
2. Station:
N 50° 31.(H+G-C) (A+E) (C*G)
E 006° 28.(G*E) (B-A) (D+E)
Hier finden sich nun zwei, teils schon stark verwitterte, ehemalige Grab/Gruftplatten.
Die Rechte zeigt eine zweistellige Zahl, die wiederum durch 11 geteilt wird. Das Ergebnis sei I.
Folgt man der Treppe einfach hinauf, finden sich Sitzgelegenheiten zum Verweilen und Berechnen der
3.Station:
N 50° 31.(B+I-H) (G+I+C) (F)
E 006° 28. (I-E) (A+B-I) (C+I+G)
Ein wenig Aussicht...,doch interessant ist die Fassade des Schlosses.
Wie viele zugemauerte Fenster sind zu erkennen? Die Anzahl sei J.
4. Station
N 50° 31.(I+C+J) (F-H-J) (G*J)
E 006° 28 (F-H+E) (J*C) (D+H-I)
Nach dem steilen Anstieg lädt der ehemalige Brunnen zum Ausruhen ein. Mit Blick auf das Schloss fällt der (intakte)Turm und ein Wappen ins Auge.
Wie viele Fenster hat dieser Turm? Die Anzahl sei K.
Wie viele Tiere zieren das Wappen? Die Anzahl sei L.
Geschafft.
Final:
N 50° 31.(I+K) (D) (I:L)
E 006° 28.(A*C) (K) (L)
Die letzten Meter zum und der Cache selbst sind natürlich etwas abseits....auch sollte man sich hier umsichtig verhalten...
Und hier geht es für Kinderwagen nicht weiter.
Bitte platziere nach dem Finden alles wieder, wie es war, auch wenn es ein wenig Zeit in Anspruch nehmen könnte!
Der Nächste und auch wir danken´s Dir.
Happy Hunting!
Zur Geschichte des Schlosses haben wir hier noch einige Informationen zusammengetragen.
"Zum ersten Mal erwähnt wird die Burg Schleiden 1198 (eine andere Quelle berichtet: 1121) als "castrum Sleyda". Die Gemeinde, die an ihrem Fuße entstand, hat den Namen übernommen. "Sleyda" bedeutete "Abhang", nach der steilen Anhöhe, auf der die Burg steht. Der erste hiesige Dynast war der Edelherr Konrad von Schleiden.(Eine andere Quelle berichtet, dass er 1140 die Burg als "Herr von Schleyden übernahm). Er begründete eine Nebenlinie der Herren von Blankenheim. Überliefert sind aus de frühen Tagen der Herren von Schleiden vor allem ihre ständigen Streitigkeiten mit dem Kloster Steinfeld wegen sich überschneidender Besitzverhältnisse. Das Kloster und die Herrschaft Schleiden waren nämlich beide aus dem Kirchspiel Steinfeld, einem früheren Besitz der Grafen von Are, hervorgegangen. Da das Kloster mächtige Förderer hatte, musste der Edelherr von Schleiden oft nachgeben. Auch musste er mit den Steinfelder Mönchen schon deshalb immer wieder ins Reine kommen, weil er sie für die Seelsorge brauchte - zuerst für den Gottesdienst in der Burg, seit 1230 auch für eine Kapelle außerhalb, wo heute die Schlosskirche steht.
Zum Schleidener Besitz der Edelherren gehörten außer der Gemeinde Schleiden und Gangfort die Ortsteile Bronsfeld, Harperscheid und Schöneseiffen (gemeinsame Ersterwähnung 1322 / Harperscheid damals = Hartmansroth), Oberhausen (Ersterwähnung 1438), Kerperscheid, Broich und Wintzen (gemeinsame Ersterwähnung 1464) und seit 1487 "Überruhr". Außerhalb des heutigen Stadtgebiets ferner: die Gerichte Kall, Sistig und Mürringen (heute Ostbelgien) sowie Teile von Blumenthal, Kirschseiffen und Hellenthal. Johann I. von Schleiden (1346-1379) war so bedeutend, dass ihm der König die Verantwortung für die Aufrechterhaltung des Landfriedens zwischen Rhein und Maas übertrug. Bereits 1271 wurde Konrad II. von Schleiden luxemburgischer Lehnsmann. Konrad IV. nahm 1343/44 "Burg, Vorburg und Tal" Schleiden zu Lehen. Selbst Dietrich der Weise bekräftigte 1546 die Lehnsabhängigkeit. Ein Gegengewicht bildeten aber schon früh Lehensvereinbarungen mit den Grafen (später Herzögen) von Jülich, deren Land bis an den Dieffenbach reichte.
1345 wurden die Burgmauern und der Bergfried erbaut.
1360 wurde die "Statt" Schleiden Jülicher Lehen.
Dass Schleiden 1309 bereits ein Handelsplatz war, lässt eine Urkunde vermuten, in der der König dem Schleidener Edelherrn gestattet, in seinem Burgbereich Juden aufzunehmen. Ein Dokument über eine Stadtrechtverleihung bereits im Mittelalter besitzt Schleiden nicht. Doch wird Schleiden seit 1360 zwar nicht durchgängig, aber immer wieder als Stadt bezeichnet. Als Schleiden 1575 ein kaiserliches Marktprivileg erhielt, war dieses vorher von Dietrich VI. für "seine Stadt" erbeten und vom Kaiser der "Stadt" verliehen worden. Eine Stadtmauer wird bereits 1418 erwähnt.
Als das Haus Schleiden im Mannesstamm ausstarb (1434), gelangte Schleiden über Erbtöchter zunächst an das Haus Nassau und dann an die Grafen von Manderscheid (1451), die ihren weit verstreuten Eifelbesitz bald in der Familie aufteilten und deren Linie Manderscheid-Schleiden hohes Ansehen gewann.
Das Geschlechte von der Marck (1593).
1689 legten die Franzosen in den Eroberungskriegen Ludwig IVX. die Befesigungsanlagen nieder.
Zwischen 1689 und 1702 wurden verschiedene Wehrmauern und die Türme der Burganlage niedergelegt und der Gebäudekomplex um das Jahr 1726 zu einem Schloss umgebaut. Auf der Südseite entstand ein dreigeschossiges Gebäude, das die Schildmauer mit einbezog. Auf Grundlage der Pläne des Aachener Architekten und Baumeisters Johann Joseph Couven wurde ein Torbau als Verbindung zwischen dem Süd- und Ostflügel errichtet. Die Zufahrtsstraße zum Schlosshof wurde nördlich angelegt.
1773 wurde die Burg Schleyden Eigentum des Herzogs Carl Maria Raymund von Aremberg.
1920 verkauften die Arenberger die zwischenzeitlich zum Schloss umgebaute ehemalige Festungsanlage an den Orden der Lazaristen. In den Kriegsjahren 1944 und 1945 erfolgte die weitgehende Zerstörung aller Schlossgebäude; lediglich der Südteil des Ostflügels und die Umfassungsmauern blieben erhalten. 1950 wurde das Schloss im alten Stil wieder aufgebaut. 1951 übernahm der Orden der Oblaten das Schleidener Schloss und richtete das „Schülerheim Marianum“ im Hauptgebäude ein. 1986 gaben die Oblaten die Trägerschaft des Schlossinternats „Marianum“ auf, das dann noch bis 1991 privat weitergeführt wurde.
Nach mehrjährigem Leerstand des Gebäudekomplexes werden heute Teile des Schlosses als Restaurant sowie als Seniorenresidenz genutz
Zum Ensemble der ehemaligen Burg und des heutigen Schlosses Schleiden gehört seit dem frühen 13. Jahrhundert die vormalige Burgkapelle und heutige Schlosskirche, die Gräber und zahlreiche Reliquien der adeligen Herrschergeschlechter beherbergt.
Die Schlosskirche Schleiden (katholische Pfarrkirche „St. Philippus und Jakobus“) ist eine dreischiffige Kirche aus dem frühen 16. Jahrhundert in der Stadt Schleiden, die heute zu den bedeutendsten spätgotischen Hallenkirchen der Nordeifel gehört.
In direkter Lage zur Burg Schleiden wurde im frühen 13. Jahrhundert durch die adeligen Burgherren eine Kapelle errichtet und im Jahre 1230 geweiht. 1340 ließen die Herren zu Schleiden, die Grafen von Luxemburg, ihre Familienkapelle durch eine gotische Kirche ersetzten; der Chor aus dieser Zeit ist bis heute erhalten geblieben.
Das Adelsschlecht derer von Manderscheid beauftragte im frühen 16. Jahrhundert den Kyllburger Kirchenbaumeister Johann Vianden damit, eine dreischiffige Kirche an gleicher Stätte zu errichten. In der Zeit von 1516 bis 1525 entstand der spätgotische Hallenbau (der seither unverändert geblieben ist), unter architektonischer Verwendung von Netz- und Sterngewölben, in seiner heutigen Form. Die Familiengruft der Erbauer „derer von Manderscheid“ befindet sich vor dem Chor und wurde mit einer Steinplatte verschlossen.
Die farbenprächtigen Renaissance-Fenster von 1535 an der Stirnwand der Seitenschiffe zeigen oben zwei Szenen aus dem Leben Jesu: links aus der Kindheitsgeschichte die Anbetung der Drei Könige, rechts aus der Leidensgeschichte die Beweinung des Gekreuzigten. In der Mitte vor den Heiligen knien an Betpulten die Stifter: links Dietrich IV. und seine erste Gemahlin Margaretha v. Sombreff, rechts Wilhelm v. Manderscheid-Kail, Abt von Prüm, Stablo und Malmedy.
Zum Kircheninventar gehören weiterhin ein Standbild der „Madonna auf der Mondsichel“ aus dem frühen 16. Jahrhundert, ein Marmorsarkophag der Sibylla von Hohenzollern, die im Jahre 1621 als erste Ehefrau des Burgherren Graf Ernst von der Marck verstorben war. Zwei Tafelbilder von Colijn de Coter aus der Zeit um 1500, „Ecce Homo“ und „Letztes Abendmahl“ und ein Epitaph Dietrichs IV. aus 1590 gehören ebenfalls zu den historischen Sehenswürdigkeiten der Kirchenausstattung.
Berühmt ist die König-Orgel, ein Werk des Kölner Orgelbauers Ludwig König aus dem Jahre 1770. Das noch weitgehend originale Werk präsentiert sich optisch in Lütticher Barock. Die Gliederung des Orgelprospekts in Ober- und Unterwerk mit der hinten aufgestellten Pedallade, lässt die Aufstellung der 30 klingenden Stimmen mit 1702 Pfeifen auf drei Werke gut erkennen. Die Orgel ist durch die großartige Raumakustik der Schlosskirche als wohlklingendes Musikinstrument international bekannt und geschätzt."
Quellen:
Stadt Schleiden.de
Gymnasium-Schleiden
Nordeifel Tourismus
Wikipedia
Informationstafeln vor Ort
Additional Hints
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