Bonus nicht vergessen!


Willkommen zum Multi-Earthcache auf "der Keule" - zum "Tanz auf dem Vulkan" wenn man so will. Der Keulenberg ist mit 413 m Höhe die höchste Erhebung der Westlausitz. Er überragt die umliegenden Täler um ca. 200 m und ist somit aus allen Himmelrichtungen als markanter Berg schon von weitem zu erkennen. Man sagt der Keulenberg ist "die höchste Erhebung zwischen Dresden und Schweden". Aber nicht immer war es in dieser Gegend so ruhig und idyllisch wie heute. Zu seiner Entstehungszeit vor ca. 540 bis 590 Mio. Jahren hätte wohl kein Pfingstsingen auf dem Berg stattfinden können, denn der Keulenberg ist wie weitere Berge der Lausitz vulkanischen Ursprungs, was sich beim Keulenberg auch durch seine heutige Form erahnnen lässt. Klar erkennen lassen sich zwei Bergkuppen: der große und der kleine Keulenberg. Die aufragenden Gipfelklippen des "großen Keulenbergs" erinnern dabei besonders an den erloschenen Krater. Auf der nördlicheren (und höheren) Bergkuppe befinden sich drei größere Felskegel und zwischen dem mittleren und östlichen Felskegel ein freier Platz, der sich nach Westen abneigt und ungefähr 1200 bis 1500 Quadratmeter groß ist.

Welcome to the multi-earthcache at the "Keulenberg" - to the "dance on the volcano". The Keulenberg is a 413 m high mountain and the highest elevation of the region of the "Westlausitz". It towers the surrounding valleys by about 200m and because of its characteristic shape it is good to recognize again from all cardinal points. The people say it is the highest elevation between Dresden and Sweden. But it was not always as tranquil as it is today in this area. At the time of its formation (about 540-590 million years ago) it was not possible to celebrate the "Pfingstsingen" (pentecostal singing) at the top of the mountain because the "Keulenberg" has (like other monutains in the "Lausitz") an volcanic origin. It can be guessed at the todays shape. It is easy to recognize the two hilltops: The "kleiner Keulenberg" (little Keulenberg) and the ("großer Keulenberg"). The towering cliffs on summit of the "großer Keulenberg" remember most about an extinct volcano. On the northern (and higher) summit there are three major rock cones and between the middle and the eastern rocke cone a free space which tends to the west. It is 1200 to 1500 square meters in size.

3D-Ansicht des Keulenbergs aus westlicher Richtung (Höhendarstellung mit Faktor 3, Quelle: Google-Earth)

Auch nach seiner Entstehung stellte der Berg eine Besonderheit dar, denn sein Gipfel ragte während der Periode der Elstereiszeit (Beginn vor ca. 400.000 Jahren) stets aus dem "Eismeer" heraus. Das folgende Bild ist auf dem Juneau-Eisfeld in Alaska aufgenommen und verdeutlicht in etwa, wie es während dieser Eiszeit am und um den Keulenberg ausgesehen haben könnte.

Even after its formation the mountain was a peculiarity because its summit was never iced in the Kansan glaciation. The folowing photo was taken at the Juneau Icefield (Alaska). It shows how it might have looked like around the "Keulenberg" during that ice age.

Juneau Eisfeld, Tongass National Forest, Alaska (Quelle: http://pubs.usgs.gov)

Durch das von Norden herandrängende Eis entstand die auffällig größere Steilheit an dieser Seite, die der Keulenberg mit den meisten Lausitzer Bergen gemeinsam hat. Im Jahre 1782 erkannte man, dass die Felsgebilde aus zwei verschiedenen Granitarten bestehen: Dem mittelkörnigen Biotitgranit und dem feinkörnigen Zweiglimmergranit, der häufig auf den Gipfelpartien auftritt. Das auch als Granodiorit bezeichnete Gestein bildete bei seiner Entstehung matratzenförmige übereinanderliegende Schichten. Es ist deshalb auch unter der Bezeichnung Schollengestein bekannt. Seine genaue Entstehung ist jedoch bis heute ungeklärt. Wie sehr sich die Landschaft auch seit vor nicht all zu ferner Zeit veränderte ist aus einer alten Landkarte von Oeder aus dem Jahre 1593 ersichtlich, die heute im Hauptstaatsarchiv Dresden liegt. Daraus geht hervor, dass früher bis auf den Gipfel hinauf Felder bestellt wurden. Erst durch den dreißigjährigen Krieg (1618 bis 1648) kam die Landwirtschaft auf dem Berg zum erliegen womit sich nach und nach wieder auf natürlichem Wege der Wald ausbreitete. Heute wird der Berg als geologisches Naturdenkmal angesehen und steht, nach dem früheren Reichsnaturschutzgesetz vom Jahre 1935, seit 1938 unter Naturschutz. Im Umkreis von 150 Metern um den Gipfel sollen demnach beispielsweise keine Kahlschläge vorgenommen werden.

As a result of the approaching ice from the north, on this side of the mountain arose a conspicuously steeper slope which the "Keulenberg" has in common with most of the mountains in this region. In 1782 it was realized that the rock formations are composed of two different types of granite: The medium-grained "Biotitgranit" and fine-grained "Zweiglimmergranit", which occurs frequently on the summit of the mountain. This also "Granodiorit" called rock was formed as mattress-shaped stacked layers when it arose. Another word for this rocks is "Schollengestein" ("floe-rock"). But its exact genesis is still unclear. As much the landscape changed since a not too distant past can be seen in an old map of "Oeder" from 1593, which is now in the Central State Archives in Dresden. It shows that fields were cultivated up to the mountains summit in the past. Only later in the Thirty Years' War (1618–1648) the agriculture came to standstill which again naturally spread the forest. Today the mountain is regarded as a geological natural monument and is under conservation since 1938. Within 150 meters of the summit it is not allowed to make clear-cuts of the wood.

Geologischer Schnitt durch die Umgebung (nach Weber, 1929, stark überhöht, Quelle: Lehrpfadtafel)

Um diesen Earthcache loggen zu dürfen reicht hier nicht wie bei vielen Earthcaches ein Drive-In zum Objekt der Begierde! Um an die benötigten Infos für die Logfreigabe zu kommen müsst ihr den Naturlehrpfad bewandern den uns netterweise der Heimatverein Oberlichtenau und der Verein Bergfreunde Keulenberg aus Oberlichtenau errichtet haben
. Ihr befindet euch in einem Flächennaturdenkmal. Es ist zu keinem Zeitpunkt nötig die offiziellen Wege zu verlassen (auch nicht beim Bonus). Es erwarten euch inkl. Rückweg (mit Bonus) insgesamt 5-6km Weg, auf dem festes Schuhwerk angebracht ist. Das Cachemobil parkt ihr am besten am Feuerwehrteich in Oberlichtenau bei N51°13.073' E13°59.484'. Auf dem Weg zur Starttafel bei N51°13.104' E13°59.326' könnt ihr noch eine Runde durch den Oberlichtenauer Schlosspark schlendern (hier gibt es übrigens noch keinen Cache
- also wer Lust hat...). Ich hoffe es können noch alle mit herkömlichen Karten ohne GPS umgehen, denn am Start zeigt euch die erste Tafel neben Informationen zum Schlosspark den Verlauf des Lehrpfades den ihr im Folgenden einhalten solltet. Für einen Teil der folgenden Aufgaben findet ihr Hinweise auf den Tafeln des Lehrpfades (lesen hilft
).
Eure Aufgaben:
1) Ihr werdet den Berg auf seiner flacheren Seite aus etwa südöstlicher Richtung begehen und dabei an einer Tafel vorbeikommen die etwas über einen Teich vermittelt. Messt hier und an der Tafel auf dem Gipfel mithilfe eures GPS-Gerätes die Höhe über dem Meer. Wie groß ist die durchnittliche Steigung in % auf dieser Seite? (vergesst hier nicht für die Ermittlung der Entfernung einen Wegpunkt zu setzen!)
2) Die nördliche Flanke ist, wie im Text erläutert, wesentlich steiler. Wie groß schätzt ihr das Gefälle wenn ihr von der Tafel aus in gerader Linie über den Berg auf der anderen Seite bis auf gleiche Höhe wieder herunter gehen würdet?
3) Der Anfang der Wanderung am Fuße des Keulenbergs führt euch über fruchtbaren Boden welcher durch die eiszeitlichen und folgenden Erscheinungen entstand. Nennt mir drei Eigenschaften dieser für die Feldwirtschaft nutzbringenden Böden!
4) Eine der Tafeln zeigt den "Keulenbergzwerg". Verlasst hier kurz den Lehrpfad und geht den Weg in Richtung Keulenbergstraße! Ihr werdet eine Bank aus lokalem Gestein finden deren Sitzfläche einen schönen "polierten" Einblick in die sonst verwitterten Steine zeigt. Um welche der im Listing genannten Gesteinsarten handelt es sich? Nennt die Merkmale, an denen ihr das erkannt habt!
5) Wie wird das durch Aufschmelzung in der Tiefe entstandene Gestein heute genannt?
6) In welcher der drei großen Eiszeiten war der Keulenberg ein sogenannter "Nunatakker"?
7) Und nun noch etwas für zu Hause. Führt folgendes Experiment durch, welches als Modell die Entstehung des Keulenbergs veranschaulicht und dokumentiert das Experiment mit Fotos in eurem Log:
- ihr benötigt ein Schnapsglas, Backpulver, Essig, Spülmittel (Gel) und feuchten Sand oder Erde
- formt aus dem Sand einen etwa 15-20cm hohen Vulkan und haltet dabei die Form des Keulenbergs ein!
- macht kenntlich wo bei eurem Modell Norden ist
- setzt das Schnapsglas als Krater ein
- füllt das Glas etwa zu einem Drittel mit Spülmittel
- vermengt etwa ein halbes Päckchen Backpulver mit dem Spülmittel
- sollte sich damit noch gar nichts tun: ein klein wenig Essig in das Glas geben, ggf. umrühren
Bitte sendet mir für die Logfreigabe die Antworten über das Kontaktformular auf geocaching.com zu.

To be allowed to log this earthcache it is not enough to make a "drive in" to the summit! To get the needed information for the log permission you must hike the educational nature trail which was built by two local associations, the "Heimatverein Oberlichtenau" and the "Verein Bergfreunde Keulenberg". Note: The signs of the trail are unfortunately written in German only! Note: You are walking through a natural monument area. At any time it is not necessary to leave the offizial path (including the bonus cache!). You have to hike about 5-6 km from the village "Oberlichtenau" to the summit of the "Keulenberg" and back again. Hiking shoes are advisable! It's best to park your car at the fire pond in Oberlichtenau (at N51°13.073' E13°59.484'). On the way to the starting chart at N51°13.104' E13°59.326' you can walk through the "Schlosspark Oberlichtenau" (Castel Park of Oberlichtenau). I hope you have not forgotten how to orientate you with conventional maps without GPS. For some of the following tasks you will find information on the boards of the trail which are marked with "LT" and "LS" on the map (reading helps
).
Your tasks:
1) On your hike you will pass a chart about a little pond. Measure here and on the top of the Keulenberg the height above sea level, using your GPS device. How big is the average slope (in % ) on this side of the mountain? (Keep in mind to set a waypoint here to determine the distance from the top!)
2) As explained in the text above, the northern flank is much steeper. How big do you estimate the slope, if you would walk from this point in a straight line over the mountain and on the other side back down to the same height?
3) The ice age and the subsequent phenomena gave rise to to fruitful soil for agriculture. What are the properties of these places? (3 adjectives)
4) One of the charts shows the "Keulenberg dwarf." Leave here the trail for a short time in the direction to the near street. You'll find a bench made of local stones whose seat gives a nice "polished" look into the otherwise weathered stones. Of which of the rock types named in the listing is this bench made? Tell me how you have identified that! (at best take a photo because a short internet research is maybe required)
5) How is the rock called today which is the result of melting in the deth?
6) In which of the three great ice ages the "Keulenberg" was a so-called "nunatak"?
7) And now something to do at home. Perform the following experiment, which illustrates the emergence of the "Keulenberg" in a model. Document the experiment with photos in your log!
- - you need a shot glass, baking soda, vinegar, dishwashing liquid (gel) and wet sand or earth
- - form an approximately 15-20 cm high mini-mountain out of the sand. Try to keep the shape of the "Keulenberg"!
- - place the shot glass as a crater
- - fill about one-third of the glass with dishwashing liquid
- - mix about half a packet of baking soda with the detergent
- - should nothing happen: add a little bit vinegar into the glass and stir if necessary
Please use the form on geocaching.com to send me your answers for the permission to log".
There is a Bonus-Cache which can be done by the way. But the Listing is only available in german! Please contact me if you want to have an instruction in (my broken) English!

Viel Spaß bei eurerem kleinen "Tanz auf dem Vulkan"! Enjoy your little "dance on the volcano" !


Textquellen: www.tiefentaler.de / www.keulenberg.de / Lehrpfadtafeln