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Kochhartgraben EarthCache

Hidden : 4/8/2012
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:

Bitte beachten: Für diesen Cache wird ein Höhenmesser benötigt!

Zur Geologie:

Ammer und Kochhart, die hier schon lange vor den Eiszeiten zusammentrafen, haben sich bei Reusten tief in eine Muschelkalkschicht eingegraben. Der Kochhart formte dabei den Kochhartgraben.
Beide Bäche durchschneiden den so genannten Reustener Sattel, der sich vor rund 5 Millionen Jahren aufwölbte. Der Untergrund stieg so langsam empor, dass Ammer und Kochhart genügend Zeit blieb, sich ins Gestein einzugraben, ohne dabei ihren Lauf ändern zu müssen.
Zu dieser Zeit – einer geologisch gesehen ganz jungen Geschichte - entstanden übrigens auch die Schwäbische Alb und der Schwarzwald. Dagegen setzte beispielsweise die Auffaltung der Alpen bereits in der Kreidezeit vor 100 Millionen Jahren ein und dauert noch heute an.

Die recht breite Ausbildung der beiden in Reusten zusammentreffenden Täler erfolgte dann in der Phase der Eiszeiten. Im Wechsel von warm und kalt hatten die Bäche im Vorland des Schwarzwaldes große Wassermengen abzutransportieren. So ist zu erklären, dass heute vergleichsweise kleine Bäche mit wenig Erosionskraft tief eingeschnitten im Muschelkalk liegen.

Am Ende des Kochharttals, auf dem ca. 500 Meter langen Kirchberg, befindet man sich etwa in der Mitte des ovalen, im Durchmesser zwei bis vier Kilometer großen Muschelkalk-Sattels, von dem aus die Canyons, die Ammer und Kochhart in den Reustener Sattel schneiden, sehr schön zu sehen sind.

Eine lokale Aufwölbung des Schichtpaketes ist für die relativ hohe Meereshöhe des Muschelkalkes im Sattel von Reusten verantwortlich. Denn eigentlich sollte der Muschelkalk ja unter dem Keuper begraben liegen, schließlich wurde er in einer viel früheren Epoche der Erdgeschichte abgelagert.
Dass der Muschelkalk hier so unerwartet an der Oberfläche erscheint, ist gewaltigen Zerreißkräften in der Erdkruste zu verdanken: Als die afrikanische Kontinentalplatte mit der europäischen kollidierte, begannen sich nicht nur die Alpen aus dem Untergrund zu heben, sondern ganz Europa wurde von einem Netzwerk feiner Bruchlinien durchzogen. Eine davon, das so genannte Schwäbische Lineament, zieht sich auch von Südwest nach Nordost durchs Tübinger Kreisgebiet.
Zwar liegt Reusten nicht direkt auf dieser Bruchlinie, die aufgetretenen Seitenkräfte haben aber rund um das spätere Dorf zur Aufwölbung des Untergrundes geführt.



Der Kochhartgraben ist ein Naturschutzgebiet. Bitte bleibt immer auf den Wegen.
Für die Lösung der Aufgaben müssen die Wege nicht verlassen werden.

Die unten beschriebene Runde ist etwa 2,5km lang.

Zu den Aufgaben:

Parken könnt ihr am Besten bei N 48° 32.630 E 8° 54.825. Dort gibt es übrigens auch einen Abenteuerspielplatz.

Begebt euch dann zum Referenzpunkt bei N 48° 32.607 E 8° 54.600 und folgt dem Feldweg Richtung Westen.

Bei N 48° 32.472 E 8° 54.213 findet ihr ein Schild mit der Aufschrift „Naturschutzgebiet“.
Aufgabe 1: Stellt euch neben dieses Schild und bestimmt dort die Höhe über dem Meeresspiegel.

Folgt dem Weg weiter bis N 48° 32.470 E 8° 53.960. Dort findet ihr eine Infotafel auf der interessante Informationen über die Geologie des Kochhartgrabens zusammengestellt sind.
Aufgabe 2: Mal abgesehen von den beschriebenen ehemals großen Wassermengen:
Welches Gas und welches Phänomen unterstützte den Kochhartbach dabei, sich hier so tief in den eigentlich schwer löslichen Kalk des Muschelkalks einzugraben ?

Etwa 70m weiter westlich führt ein Pfad bequem in die Talsohle hinab.

Unten angekommen begebt ihr euch, dem Pfad nun nach Osten folgend, zur zweiten Bachüberquerung bei N 48° 32.435 E 8° 54.200.
Aufgabe 3: Stellt euch auf den Stein in der Mitte des Baches und bestimmt dort die Höhe über dem Meeresspiegel. Berechnet nun - mit Hilfe der in Aufgabe 1 bestimmten Höhe - wie tief sich der Kochhart an dieser Stelle in die Umgebung eingegraben hat.

Weiter geht es den Kochhartgraben entlang bis N 48° 32.544 E 8° 54.791. Dort beginnt ein schmaler Pfad, der euch wieder nach oben führt.

Auf der Hochfläche der steilen Muschelkalkhänge befindet sich eine flache Lettenkeuperdecke. Die Muschelkalkhänge selbst werden von einem Kalkstein- und Dolomitschuttmantel überdeckt.
Etwa auf halber Höhe bei N 48° 32.566 E 8° 54.853 seht ihr einige Meter oberhalb von euch drei Felsvorsprünge.
Aufgabe 4: Auch hier (vor allem beim linken und mittleren Felsvorsprung) sind mehrere Schichten im Gestein zu erkennen. Versucht, die Anzahl der Gesteinsschichten anhand der Farbtöne zu ermitteln.

Folgt dem Pfad weiter bis ganz nach oben. Von dort sind es noch ca. 200m zurück bis zum Parkplatz.

Sendet mir bitte die Antworten der 4 Aufgaben per E-Mail über geocaching.com (bitte nicht via Message-Center!). Ich melde mich dann bei euch.

Weiterhin würde ich mir zu eurem Log ein Foto von euch oder eurem GPS mit der wunderbaren Location im Hintergrund wünschen.
Bitte keine Antworten in die Logtexte schreiben!

Und nun viel Spaß!


Quellen: wikipedia.org, Schwäbisches Tagblatt das.magazin

Additional Hints (No hints available.)