Die Nutria (Myocastor coypus) –Biberratte
stammt aus dem subtropischen und gemäßigten Südamerika und lebt an Flüssen, Seen,Teichen und in Sümpfen. In Südfrankreich setzte man die Biberratte in Fischteiche aus, um diese von allzu reichem Pflanzenwachstum zu befreien (Camargue).
Durch den Zusammenbruch des Pelzmarktes im 20. Jahrhundert kam es zur Auswilderung in Deutschland. Oft wird die Biberratte mit der aus Nordamerika stammenden Bisamratte verwechselt. Die Bisamratte ist aber viel kleiner und hat einen abgeplatteten Schwanz.
Die Biberratte kann bis 65 Zentimeter groß werden und wiegt ausgewachsen acht bis zehn Kilogramm. Der runde nackte Schwanz ist zirka 30 bis 40 Zentimeter lang. Von der Körperstatur ähnelt die Biberratte dem Biber. Die Biberratte besitzt Schwimmhäute zwischen den ersten vier Zehen und orangefarbige Nagezähne. Die Orange-Färbung wird durch Eiseneinlagerung hervorgerufen. Anhand der Zähne kann man auch die Zuordnung der Tiere zu den Meerschweinverwandten ableiten. Sie verfügen neben den drei Backenzähnen (Mahlzähnen) noch über jeweils einen vorderen Backenzahn mit Milchzahnvorgänger. Die in Ober- und Unterkiefer befindlichen Nagezähne wachsen zeitlebens nach.
In der Stadt Halle (Saale) sieht man die putzigen Kerlchen oft an der Saale in der Nähe des ehemaligen Sophienhafens. Dort füttern viele Besucher die Tiere mit Äpfeln, Möhren und Brot. Das Brot ist aber für die Verdauung der Biberratte ungeeignet, da das Tier ein fast reiner Vegetarier ist. In der Natur fressen sie Blätter, Stängel, Wurzeln und Hackfrüchte.
Das Klima in Deutschland ist eigentlich für die Tiere ungünstig, da nach einem strengen Winter die Populationen zusammenbrechen können. Ihre selbstgegrabenen Erdbaue liegen oberhalb der Wasserlinie. Der Biber baut im Gegensatz seine Behausung unter dem Wasserspiegel.
In Südamerika wird das Fleisch der Biberratte sehr geschätzt. Im Geschmack soll das Fleisch Spanferkel- bzw. Kaninchenfleisch ähneln. In Deutschland ist vor dem Verzehr eine Trichinenschauprüfung (Fadenwürmer) vorgeschrieben.
Die schädliche Wirkung der Biberratte beschränkt sich auf die Untergrabung der Uferbereiche an Gewässern. Positiv ist die Tatsache zu beurteilen, dass die Biberratte die Bisamratte zurückdrängt.
Die Nutria zählt in Sachsen-Anhalt zu den jagdbaren Tierarten.
Quelle: www.halle.de
zum Cache:
Als wir bei unserer Saline-Insel-Caching-Runde an dieser Stelle vorbeikamen, wussten wir sofort das unser erster eigener Cache hier hin muss.
Ihr verlasst zum Suchen niemals die offiziellen Wege, bitte haltet Euch daran, Flora und Fauna werden es Euch danken. Vom Cache aus schaut Ihr quasi auf die Tür zum Wohnzimmer der zutraulichen Nager. Von der Brücke oder der Wiese kann man diese sehr gut beobachten. Der Cache fürchtet sich nicht vor Hochwasser, aber umso mehr vor Muggels. Diese sind in Sichtweite, daher bitte aufpassen!! Eure Kinder könnt Ihr mitnehmen, den Cache sollten aber "Große" loggen. Die Suche geht auch im dunkeln und Ihr solltet mind. einen Apfel oder ne Möhre mitnehmen..schliesslich bringt man wenn man irgendwo zu Besuch ist ja auch ne Kleinigkeit mit ;)
(Kurze Anmerkung, wobei ich denke es ist selbstverständlich: Bitte lasst keinen Müll hier liegen und geht sorgsam mit dem Umgebung um! Vielen Dank!)