
Wer ist eigentlich Moni?
Moni ist meine Frau. Wochenlang hat sie mir in den Ohren gelegen, dass sie einen eigenen Cache möchte, was ich hier gerade verwirkliche. Die Gastcacherin Moni existiert nur selten, weil sie sich nicht so richtig an dem Hobby begeistern kann. Doch versprach sie mir, dass sie den Cache wartet.
Den Wilhlemplatz haben wir gewählt, weil Moni dort beinahe täglich vorbei kommt. Kann also mal eine Straßenbahn oder einen Bus ausfallen lassen und schnell nach dem Cache gucken, wenn was ist. Des weiteren ist mir aufgefallen, dass hier einfach nichts mehr liegt. Ok, ich hab noch nicht alle Multis und Mysteries der Stadt (ich seh schon nen Abstandskonflikt kommen, der so nah liegt, dass mich der Reviewer fragt, warum ich den einen Cache nicht beim Auslegen entdeckt hab ;) solch ein Glück sähe mir ähnlich), aber die wenigen ungelösten ignorier ich jetzt mal kurz und hoffe auf den Mindestabstand
Ich hab auf der Homepage vom Heimatbund St. Tönis e.V. einige Informationen über den Wilhelmplatz gefunden:
"Vermutlich war Kaiser Wilhelm II. der Namensgeber des vorher wohl namenlosen Platzes. 1902 und vier Jahre später noch einmal hatte Seine Majestät die Nachbarstadt Krefeld besucht und der Überschwang der Freude mag auch bis zu uns gedrungen sein. 1910 taucht der Name jedenfalls erstmalig im St. Töniser Adressbuch auf. Natürlich gab es die Straße bzw. den Platz schon vorher. Schließlich entstand schon 1874 hier die Oel- und Mehldampfmühle von Heinrich Mertens. Auf einem alten Briefkopf der Firma steht interessanterweise als Adresse 'St.Tönis - Station der Crefelder Eisenbahn'.
Womit wir bei einem wichtigen Aspekt angekommen sind: Der Wilhelmplatz als Verkehrsknotenpunkt von St.Tönis. Ab 1870 war St.Tönis an das Schienennetz der Crefelder Eisenbahngesellschaft angeschlossen und der "Schluff" hielt am neuen Bahnhofsgebäude zwischen Wilhelmplatz/Mühlenstraße und Benrader Straße. Auch ein Güterbahnhof befand sich parallel zum Wilhelmplatz/Bahnstraße. Ab 1957 wurde die Endhaltestelle der Straßenbahn (Linie 1 nach Krefeld) zum Wilhelmplatz verlegt und auch die Omnibusse der Krefelder Verkehrsbetriebe machen seitdem hier Station.
Der Schluff fährt heute nur noch zu nostalgischen Vergnügungsfahrten. Straßenbahnen und Omnibusse halten nach wie vor den Anschluss an die Nachbarorte.
Die Mertensmühle hat einen Großbrand im Jahre 1957 nicht überlebt. Seit 1962 steht an ihrer Stelle ein vier- bzw. siebengeschossiges Hochhaus.
1989 schließlich wurde der Platz nach einer größeren Umgestaltung feierlich den Bürgern und dem öffentlichen Nahverkehr übergeben"
Quellen: Heimatbund St. Tönis e.V.; Heimatbrief Nr. 75, Martin Reuters / Nr. 122 / Adressbuch von 1910
Und jetzt viel Spaß beim Cachen!
flat750
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