Skip to content

Rotalgenschutthalde EarthCache

Hidden : 7/16/2014
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

Join now to view geocache location details. It's free!

Watch

How Geocaching Works

Please note Use of geocaching.com services is subject to the terms and conditions in our disclaimer.

Geocache Description:


Die Mauer von Höpfling

In unmittelbarer Nähe des Siegsdorfer Sinters erhebt sich eine weitere geologische Besonderheit, eine imposante Felswand, die den Namen "Die Mauer von Höpfling" trägt.

Aus der Tiefe des Helvetikums

Rotalgen sind Meeresalgen, bei denen das Chlorophyll durch einen roten Farbstoff überdeckt ist. Dadurch können sie auch noch in größeren Tiefen schwaches kurzwelliges Licht verarbeiten. Sie zeichnen sich durch ein kleinzelliges, verkalktes Gewebe aus. Es gibt zwei Wuchstypen: feste Krusten (auf Steinen oder in Knollenform) und feine Ästchen, die durch Gelenke passiv beweglich sind. Entsprechend vielgestaltig sind die versteinerten Reste der Rotalgen.

Eine steingewordene untermeerische Lawine

Vor ca. 40 Millionen Jahren waren Rotalgen am südeuropäischen Kontinentalrand weit verbreitet. Dort bedeckten sie weite Teile des Meeresbodens und bildeten Speichergesteine für Erdöl und Erdgas.

Am damaligen Südrand des europäischen Kontinentalschelfs brach die Erdkruste durch das Gewicht des sich aus dem Süden langsam auffaltenden Grundgebirges (Kalkalpen) ein und setzte sich langsam ab. An diesen Abbruchkanten bildeten sich offenbar Algenriffe aus Rotalgen, ähnlich wie man sie heute aus dem Pazifik kennt. Diese Algenbauten waren dem offenen Meer zugewandt und damit der vollen Gewalt der Stürme ausgesetzt. Diese Stürme waren es vermutlich hauptsächlich, die die Rotalgen mitsamt ihrer Begleitfauna regelmäßig losrissen, so dass sich große Schutthalden am Fuße der Algenriffe bilden konnten.

Abbildung: "Untermeerische Lawine" vor ca. 40 Mio. Jahren. Von einem Algenriff gleiten Schuttmassen von Rotalgen in die Tiefsee.

Durch weiteres Einsinken der Erdkruste entstandene Erdbeben oder auch nur gelegentlich besonders starke Stürme brachten gelegentlich Teile dieser Schutthalden ins Rutschen und ließen sie gleichsam als untermeerische Lawinen in die Tiefsee gleiten. Dort blieben die Rotalgenschuttmassen als Kalkbänke in den Tiefseeablagerungen liegen und versteinerten mit einer für die Erdgeschichte relativ "schnellen" Geschwindigkeit von einem Meter in 40.000 Jahren.

Gerade dieses Nebeneinander von Flach- und Tiefwassergesteinen war lange Zeit nicht zu erklären. Erst als man erkannte, dass riesige Ablagerungsmassen aus dem Flachwasser durch Rutschungen in die Tiefsee umgelagert wurden verstand man, dass der Meeresboden durch diese Rutschungen stark verändert wurde.

Quellen: Museumsführer des Naturkundemuseums Siegsdorf; www.wikipedia.de


Die Aufgabe:

Die Mauer von Höpfling besteht aus Rotalgenschutt, der als "untermeerische Lawine" vor ca. 40 Mio. Jahren in die Tiefe glitt.

1. Auf dem oberen Bild siehst du verschiedene Schichten der versteinerten Rotalgen. Bestimme mit Hilfe eines geeigneten Messinstrumentes (Zollstock, Maßband etc.) die Dicke der im rechten Bild dargestellten Schicht am Fuß der Mauer! Wie viele Jahre brauchte die Schicht um auf dem Meeresboden zu versteinern?

2. Welcher geologische Prozess, der vor etwa 135 Mio. Jahren begann und bis vor etwa 30 Mio. Jahren andauerte ist deiner Meinung nach dafür verantwortlich, dass sich die Rotalgenschichten vom Meeresboden wieder an die Erdoberfläche auffalteten und heute hier vor Ort senkrecht auftürmen?

3. Die Rotalgenschichten werden immer wieder von anderen Steinschichten überdeckt bzw. durchzogen. Bestimme anhand der folgenden Farbtabelle, um welche Gesteine es sich dabei bei den beiden ausgeblendeten Schichten im folgenden Bild handelt.

4. Stelle dich an die Headerkoordinaten mit Blick auf die Mauer (siehe nachfolgendes Bild mit angedeuteten Schichten). Wie viele stehende Gesteinsschichten (Abbruchkanten) kannst du erkennen?


Die Lösung:

Schicke die Antworten auf die Fragen über die Kontaktdaten in meinem Profil. Du kannst daraufhin den Besuch des Earthcaches gleich loggen. Sollten die Fragen falsch beantwortet sein, werde ich mich mit dir in Verbindung setzen.

Logeinträge ohne Beantwortung der Fragen werden von mir ohne Nachfrage gelöscht!

Es wäre schön, wenn du ein Foto von dir an der Wand einstellen würdest, dies ist allerdings keine Logbedingung.


Additional Hints (Decrypt)

[Special-Tool = Zollstock oder Maßband]

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)