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Burkersdorfer Teichlibelle 24 - Die Exuvie Traditional Cache

Hidden : 6/22/2012
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:

Bei dieser Teichlibelle soll es um den „Lebenslauf“ einer Großlibelle gehen. Der Cache führt euch an den Frießnitzer See, ein Naturschutzgebiet. Hier können sich die Libellen ungestört fortpflanzen. Bei ihrem Jungfernflug führt es sie u.a. zu den Burkersdorfer Teichen. Mit diesem Cache führen wir euch zum Schlupfort einer Burkersdorfer Teichlibelle und damit zu einer Exuvie.

Es gibt einen Weg, der vom Schwarzen Teich (siehe Teichlibelle 1 und 9) hierhier führt. Er ist ca. 2 km lang.

Die Männchen der Großlibellen besetzen Reviere, die sie gegen Eindringlinge verteidigen. Dies kann man in atemberaubenden Luftkämpfen beobachten, bei denen man meist sogar das Berühren der Flügel und Aneinanderprallen der Körper hören kann. Handelt es sich bei dem Eindringling jedoch um ein artgleiches Weibchen, so kann es zur Paarung kommen. Hierbei wird das sogenannte Libellenrad gebildet. Dabei greift das Männchen das Weibchen mit seinen Hinterleibsanhängen am Kopf. Durch die Form der Haltezangen des Männchens und der Gruben der Weibchen am Kopf, passen nur artgleiche Libellen zusammen (Schlüssel-Schloß-Prinzip). Anschließend kommt es zur Vorpaarung (Praecopula). Das Männchen muss den Samen vom 9. Hinterleibssegment, wo er erzeugt wird, in die Samentasche am 2. Hinterleibssegment transportieren und krümmt sich hierfür sehr stark. Nachdem die Samentasche gefüllt wurde, bringt das Weibchen ihren Hinterleib zur Samentasche des Männchens und vollendet damit das Paarungsrad. Der Samen wird hierbei übertragen, es kommt jedoch erst bei der Eiablage zur Befruchtung. Nach der Paarung löst sich das Weibchen. Nun fliegen entweder beide Libellen in Tandemformation (d.h. das Männchen hält das Weibchen weiterhin am Kopf), das Weibchen unter Bewachung des Männchens oder das Weibchen allein zur Eiablage.
 
PraecopulaLibellenradLibellenrad
Vorpaarung und Libellenrad

Tandemflug
Tandemflug

Für die Eiablage gibt es zwei Strategien. Entweder werden die Eier mithilfe des Legebohrers der Weibchen in lebendes oder totes Pflanzengewebe gestochen (endophytische Eiablage), oder die Eier werden außerhalb von Pflanzengewebe abgelegt (exophytische Eiablage). Hierbei werden die Eier ins Wasser fallengelassen, im Kies versteckt oder in feuchten Torf gestochen. Der Zeitpunkt des Schlupfes variiert sehr stark zwischen den verschiedenen Arten. Manche Libellen schlüpfen noch im gleichen Jahr und überwintern als Larve oder als Imago (voll entwickelte Libelle), andere schlüpfen erst im folgenden Jahr und überwintern im Eistadium.

Zunächst schlüpft eine Prolarve. Diese schneidet die Eihülle mithilfe das Eizahns, einem rasiermesserscharfen Fortsatz am Kopf, auf. Nach der Berührung mit Wasser häuten sich die Prolarven sofort zur Larve. Die Larve hat noch nicht viele Ähnlichkeiten mit der Libelle, so fehlen ihr die Flügel bzw. Flügelansätze anfangs gänzlich. Da die Larve einen Chitinpanzer hat, der nicht mitwächst, muss sie sich sieben bis 15-mal häuten. Hierbei wachsen auch die Flügeltaschen allmählich.
 
ProlarveGroßlibellenlarve
Prolarve und Larve einer Großlibelle

Wie auch die Imago ist die Larve ein fleischfressendes Insekt. Sie ist jedoch kein schneller Jäger, sodass sie im Wasser auf ihre Beute lauert, die mittels Antennen wahrgenommen wird. Der Beutegriff erfolgt mit der Fangmaske, einer einmaligen Besonderheit der Libellenlarve. Dabei handelt es sich um eine besondere Ausprägung der Unterlippe. Hat sich ein Beutetier dicht genug genähert, schnellt die Fangmaske blitzschnell vor (0,02 s) und greift die Beute mit den zwei vorderen, beweglichen starken Zähnen. Im Anschluss wird die Fangmaske zurückgezogen und die Beute verspeist.

Fangmaske - schematischFangmaske
Schematische Darstellung der Fangmaske und Vorderansicht der Fangmaske einer Großlibellenlarve

Zur Fortbewegung nutzen die Larven ihre Beine, haben jedoch auch hier eine Besonderheit entwickelt. Das Wasser, welches ständig eingesogen und ausgestoßen wird um daraus über die Tracheen den Sauerstoff für die Atmung zu gewinnen, kann sehr schnell ausgestoßen werden, sodass sich die Larven nach dem Rückstoßprinzip fortbewegen können.

Das Larvenstadium der Großlibellen kann je nach Art zwischen 40 Tagen und 5 Jahren (!) andauern. Larven, die kurz vor ihrer letzten Häutung stehen, bewegen sich zum Ufer und nahe an die Wasseroberfläche. Sie stoppen mit der Nahrungsaufnahme, da sich die Fangmaske zurückbildet. Außerdem wird die Tracheenatmung umgestellt, sodass Luftsauerstoff für die Atmung verwertet werden kann. Schließlich klettert die Larve aus dem Wasser und verankert ihre Füße am jeweiligen Untergrund z.B. einem Grashalm. Der Schlupf kann beginnen.

Hierfür gibt es ein sehr schönes Video: http://www.youtube.com/watch?v=himpxW_fDtk

Die Libelle erhöht den Körperinnendruck, sodass die Larvenhaut aufreißt. Anschließend schiebt sich die Libelle langsam aus der Haut heraus. Ist sie vollständig aus der Haut gekrochen, werden die Flügel der Libelle über die zahlreichen Adern mit der Hämolymphe, dem Blut der Libellen, versorgt. Nun bleibt sie noch etwas sitzen um zu trocknen und auszuhärten. Schließlich macht sie sich auf ihren ersten Flug, den Jungfernflug, welcher sie weg vom Geburtsgewässer führt. Was bleibt ist nur die leere Larvenhaut – die Exuvie.

 

Bitte lasst alles an seinem Platz!



Der Frießnitzer See ist ein Naturschutzgebiet! Der Cache liegt in einem Bereich, der noch nicht geschützt ist. Solltet ihr noch etwas weiter spazieren wollen, verhaltet euch bitte entsprechend, d.h. bleibt auf den Wegen und entfernt keine Tiere oder Pflanzen.



Quelle: http://www.libelleninfo.de/

 

 

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