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Sattlerkapelle Traditional Cache

This cache has been archived.

Andev12: .

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Hidden : 6/30/2012
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:

Der Cache besteht aus einer Plastikdose mit blauem Deckel und beinhaltet neben Logbuch auch eine Einweg-Kamera mit der der Finder ein Foto von sich hinterlassen kann

Seit 1994 steht an der Grenze zwischen den Landkreisen Reutlingen und Sigmaringen sowie der historischen Grenze Württemberg-Hohenzollern wieder ein Kirchlein. Das Kreuz auf dem Sattlerfelsen nebenan wurde 1989 aufgestellt.
     

Der »Sattler« ist ein besonderer Ort. Im Hart, einem großen Weidegebiet zwischen Tigerfeld und Kettenacker, am Übergang zwischen Kuppen- und Flächenalb, in einem der am dünnsten besiedelten Gebiete der Schwäbischen Alb, wo seit jeher die Landwirtschaft auf den steinigen Böden schwer ist, findet sich einzig an dieser Stelle bester Humus in einer mehr als zwei Meter dicken Schicht. Aus dieser ragt der Sattlerfels heraus.
Wer hier Wald anbauen oder Äcker umbrechen darf, wer Weiderecht hat oder wer wem eine Landgarbe abliefern muss, darüber stritten sich vor 500 Jahren die Bürger Feldhausens, Harthausens und Kettenackers, die Wilsinger, Pfronstetter und Tigerfelder oft, heftig und lang mit dem Kloster Zwiefalten und den weltlichen Herrscherhäusern Württemberg sowie den Hettinger Herren von Speth.

1525 war im Hart ein Bauernheer niedergemetzelt worden. Einige Zeit später entwickelte sich eine Wallfahrt zu einem Bildstock mit einem Gnadenbild der schmerzhaften Muttergottes. In der zweiten Hälfte des 16.Jahrhunderts baute das Kloster Zwiefalten eine Kapelle und ein Haus, in dem zunächst »Waldbrüder« aus dem Kloster, später ein Mesmer wohnten. An der viel besuchten Wallfahrtskapelle sollen Anfang des 17. Jahrhunderts mehrere Wunderheilungen vorgekommen sein. Die Gemeinden der Umgebung kamen »mit Kreuz und Fahnen«, um Schutz vor »Hochgewitter« und eine gute Ernte zu erbitten. Der Sattlerbrunnen spendete Bewohnern und Pilgern Wasser. 

1818 wurde die Kapelle im Rahmen der Säkularisation „auf Abbruch“ verkauft.
Der schöne Rokokoaltar der ehemaligen Kapelle befindet sich heute im Chorraum der Kirche von Aichstetten. Die sehr wertvolle Pieta, das Gnadenbild, kam nach Pfronstetten. Das Hart wurde aufgeforstet, Sattlerkapelle und Sattlerbrunnen waren in 170 Jahren fast vergessen. Wie eine hohe Mauer stand der Wald an der früheren preußischwürttembergischen Grenze, als Ende Februar 1990 der Sturm Wiebke die Bäume wegfegte.
Nun war der Sattlerbrunnen und auch der Sattler, ein Felsen im Wald, wieder zu sehen und man erinnerte sich an die frühere Wallfahrt. Revierförster Heinz Thumm und Waldarbeiter von Pfronstetten richteten den historischen Platz wieder her. Zur 900-Jahr –Feier stellte die Gemeinde Pfronstetten 1989 auf dem Sattlerfelsen im Wald ein Kreuz auf. Eine Gedenktafel, Tische und Bänke wurden aufgestellt. Seit 1994 steht neben dem Sattlerfelsen wieder eine neue Kapelle. Sie wurde unter der Regie des damaligen Försters Heinz Thumm  an diesem historischen Ort aufgebaut.
Am Felsfuß ist ein prächtiger Staudengarten entstanden, den Tigerfelder Frauen ehrenamtlich pflegen.Großen Anklang aus der ganzen Region finden die jährlich im Mai stattfindende Maiandacht und die in der 1. Septemberwoche stattfindende Radlersternwallfahrt.

Additional Hints (No hints available.)