Geschichte
Gründung:
1839 - Bürgermeistersohn und Lebzelter Anton Poschacher (27J.)
heiratet Aloisia Kamptner - seit einem Jahr verwaiste Tochter des Steinbruch-
besitzers Leonhard Kamptner in Mauthausen -
Beginn der Granitwerke A. Poschacher.
1860 bereits einige hundert Arbeiter - neben der traditionellen Pflasterstein-
erzeugung auch hochwertige Steinmetzarbeiten;Granitwerke A. Poschacher
bringen Steinbrüche in eine neu gegründete AG für Straßen- u. Brückenbauten
Wien ein - kurzfristig ist Firmengründer Präsident - stirbt 1873 - Sohn
Ing. A. Poschacher tritt als Direktor (32 J.) in die AG ein.
AG schwer verschuldet - 1876 kauft A. Poschacher mittels
Familienkrediten in einem langwierigen Prozess den ehemals elterl. Betrieb
mit den Erweiterungen zurück. - Ing. A. Poschacher besitzt nun das größte
Granitwerk der Monarchie - über 1000 Beschäftigte.
Jährlich Millionen Pflastersteine, unzählige Grabanlagen, Monumente,
Ringstraßenbauten in Wien, Fertigung der Pfeiler von sieben Donaubrücken
von Linz bis Rumänien, u.v.m.
Ein zehn Meter langer Granitblock wird abgebaut, Rohmaterial für drei Walen (im 1935)
1884 erste Diamantsäge, dampfbetriebene Schleifanlage, Schotterbrech-
anlage, eigene Transportflotte.1904 stirbt Ing. A. Poschacher -
Sohn erst 14 Jahre - daher übernehmen die Leitung der Firma bis zur Großjährigkeit
die Mutter (Aloisia Poschacher geb. Ried) und Prok. Franz Krammer.
1913 - übernimmt Dipl.-Ing. Steinmetzmeister A. Poschacher in 3. Generation
das Unternehmen - 4 Jahre Kriegsdienst - mit Beginn des 1. Weltkrieges
beginnt der eigentliche Niedergang der Steinindustrie -
Arbeiterstand sank auf 290 Mann.
1924 erste Exportaufträge aus der Schweiz und dem Deutschen Reich, 1934
Tempelbau in Siam;
1939 - hundertjähriges Bestehen der Granitwerke A. Poschacher - wieder
größere Aufträge für Straßen- und Autobahnbau - ab Herbst 1939 wieder
Krieg - ab 1941 werden sechs Steinbrüche stillgelegt - nach Kriegsende
liegen die Granitwerke zehn Jahre in der sowjetisch besetzten Zone.
1945 niedrigster Beschäftigungsstand von 131 Mitarbeitern.
Wiederaufbau beeinflußt Auftragslage - Brücken, Kraftwerke; systematische
Modernisierung ermöglicht Übernahme von privaten und öffentl. Großauf-
trägen im Hoch- und Tiefbau.
Ing. Leopold Helbich (geb. 1926) übernimmt 1952 nach Heirat mit
Wilburg Poschacher die Leitung der Poschacher Granitwerke -
1965 Vorsitzender Fachverband der Stein- und keramischen Industrie Österreichs -
Ehrensenator der Technischen Universität Wien;
1963 wird Grundstein für neuen Verarbeitungsbetrieb für Natursteine
in Langenstein bei St. Georgen/Gusen gelegt.
Unter der Leitung von Ing. Leopold Helbich entsteht hochtechnisierter
Verarbeitungsbetrieb für Natur- steine aller Art. Export nicht nur in Europa,
sondern auch Asien u. Amerika.

Granitgewinnung und Granitbearbeitung 1875 im Gaisgrabenbruch in Neuhaus
1982 Eintritt von Dr. Anton Helbich-Poschacher (geb. 1954) - große und sich
immer rascher vollziehende Veränderungen in Technik, Sortiment und
Marketing kennzeichnen die letzen Jahre. Neue Bohrbagger, automatisierte
Kleinsteinerzeugung, Fräszentrum mit automatisch gesteuerten Maschinen
für Granitfliesen - neben Rohmaterial aus eigenen Steinbrüchen werden
die verschiedensten Hartgesteins- und Marmorarten aus aller Welt verarbeitet.
1976 - Kauf Steinbruch Kirchwald (erster PN-Bruch im Raum Schrems)
1988 - Kauf Fa. Widy
1993 - Kauf Greiner-Bruch Gebharts
1995 - Kauf Betrieb Hartberg
1999 - Baubeginn neue Gatterhalle in Schrems (15.3.99)
– offizielle Eröffung 4.9.99
1999 – Inbetriebnahme neue Pflattenfertigungsanlage in Gusen
1999 – Bau Denkmalhalle und Bauhalle Gusen
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