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Chausseehaus Büchsenschuss Traditional Cache

This cache has been archived.

Rügenjunge: Leider ist die Hecke, die als Versteck diente nicht mehr da. Somit muss ich diesenCache leider archivieren.

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Hidden : 8/10/2012
Difficulty:
3.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:


Das Chausseehaus Büchsenschuss

Eigentlich sind die Chausseehäuser der Insel kaum zu übersehen, denn sie haben meist eine gut befahrene Bundesstraße direkt vor der Haustür. Aber nur wenige Menschen wissen heute noch, dass sie einmal die Mautstationen des 19. Jahrhunderts waren. In Preußen wurden ab 1796 Chausseehäuser für die Geldeinnehmer an den neu angelegten „Kunststraßen“, genormt nach Plänen des berühmten Architekten Schinkel, erbaut und wären dem Rügener Historiker Fritz Petrick zufolge schon deswegen „als Kulturgut aus dem 19. Jahrhundert dringend unter Denkmalschutz zu stellen“.

1834 lieferte die „Anweisung zum Bau und zur Unterhaltung der Kunststraßen“ Vorgaben für das Erscheinungsbild der Chausseehäuser. Diese standen dicht an der Fahrbahn, möglichst mit Einblick in die Straße. Der davor angebrachte Schlagbaum wurde erst nach Zahlung des Wegegelds geöffnet, mit dem die Aktiengesellschaften, Kreise oder Gemeinden Bau und Unterhalt refinanzierten.

Acht solcher Häuser gab es einst auf Rügen, die Häuser in Teschenhagen (fiel dem Neubau der B 96 zum Opfer) und Gademow (auf Veranlassung des Bauamts als Unfallschwerpunkt klassifiziert) wurden in den vergangenen Jahren abgerissen. Das Haus in Dreschvitz ist verklinkert und nicht mehr als solches erkennbar, auch die Häuser in Berglase, Rambin und Strüßendorf erinnern nicht mehr an ihre ursprüngliche Funktion. Allein an den Standorten Dolgemost und Groß Schoritz lässt sich die Handschrift des Meisters erkennen. In Letzterem (im Volksmund „Haus Büchsenschuss“ genannt) wird derzeit ein Freilichtmuseum geschaffen.

Das Haus wurde vermutlich um 1858 erbaut, aus diesem Jahr datiert zumindest der erste Brandversicherungsschein. Alle Reisenden und Geschäftsleute auf dem Weg zur Glewitzer Fähre, die seit Anfang des 18. Jahrhunderts der Stadt Greifswald gehörte, mussten hier vorbei.

Als König Friedrich Wilhelm IV. 1855 die Neubau-Prämie für die Chaussee von Garz zur Glewitzer Fähre bewilligte, wurde „mit dem Bau sogleich begonnen, um zu ermöglichen, dass noch in diesem Herbste bei derselben unbeschäftigte brodlose Arbeiter (die sich voraussichtlich bei dem herrschenden Notsthande in Mengen zeigen werden) angestellt werden können“, zitiert Fritz Petrick in „Rügens Preußenzeit 1815 - 1845“.

Die Betreiber des Freilichtmuseum zeigen zur Zeit eine Wanderausstellung zur Kulturgeschichte der Chausseehäuser, die den Besuchern auch ein Panorama früher Verkehrsgeschichte (vom Bau der Kunststraßen und ihrer Verwaltung über die Meilensteine und Alleebäume am Straßenrand bis hin zum Alltag der Chausseewärter und der eigens entwickelten Chausseehausarchitektur) öffnet.

Um den Cache zu finden müsst ihr nicht auf das Museumsgelände gehen. Auch die Hecke muss nicht durchtreten werden!!! p>

Additional Hints (No hints available.)